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HP stellt eigenen 3D-Drucker vor

Multi Jet Fusion soll zehnmal schneller sein als bisherige 3D-Drucker
 

Diese filigranen Objekte wurden laut HP auf dem neuen 3D-Drucker Multi Jet Fusion gedruckt.

Mit dem Multi Jet Fusion steigt auch der Druckerhersteller HP in den 3D-Druck-Markt ein. Bereits Ende März hatte das Unternehmen angekündigt, eine eigene Lösung präsentieren zu wollen. Als USP des neuen 3D-Druckers wird vor allem eines herausgestrichen: Produktivität. Bis zu 10 x schneller als die bisher bekannten Drucker soll die neue HP-Maschine sein.

Dass HP schon langer mit dem 3D-Druck-Markt liebäugelt, ist bekannt. Bereits 2010 gab es eine Kooperation mit Stratasys, in deren Folge HP den  HP Designjet – eine Weiterentwicklung des Stratasys uPrint – im Portfolio hatte. Diese Kooperation endete zwei Jahre später. Seitdem wartete man auf den erneuten Einstieg des Druckerherstellers in den 3D-Druck-Sektor. Im März dieses Jahres erklärte der Konzern, er werde Ende Oktober eine eigene Lösung präsentieren.

Der gestern vorgestellte Multi Jet Fusion soll laut HP eine bessere Qualität und eine höhere Geschwindigkeit als bisherige 3D-Drucker bieten. Die höhere Geschwindigkeit erreicht HP nach eigenen Angaben durch eine proprietäre synchrone Architektur seiner Druckköpfe. Dadurch könne ein größerer Bereich auf einmal gedruckt werden als mit nur einem Extruder. Zudem setzt HP eine Fixierung ein, die selektiv auf die Stellen aufgetragen wird, die verschmelzen sollen. Die Qualität werde durch ein neues Druckverfahren erreicht, bei dem verschiedene flüssige Materialien kombiniert werden. Auf diese Weise könne eine größere Detailgenauigkeit bei den Objekten erreicht werden.

Was Materialien angeht, will HP eine offene Plattform entwickeln, die die kreative Zusammenarbeit mit verschiedenen Materiallieferanten ermögliche. Mittelfristig sollen auch vollfarbige Drucklösungen angeboten werden. Ebenso sollen End-to-end-Workflow-Lösungen für den 3D-Druck-Bereich entwickelt werden.

Wer den Multi Jet Fusion gleich ausprobieren möchte, wird allerdings enttäuscht sein. Verfügbar sein wird der neue 3D-Printer erst 2016.

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