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RWTH Aachen: Fahrfähiges Elektroauto aus dem 3D-Drucker

Deutsche Universität präsentiert „Streetscooter“-Prototypen auf der „EuroMold“ 2014 (bis 28. November) in Frankfurt am Main
 

Der voll funktionsfähige Prototyp des Streetscooter-C16-Elektroautos wurde in zwölf Monaten mit Stratasys-3D-Druck realisiert.

Die bekannte Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen sorgt gerade weltweit für Schlagzeilen. Denn ein Forscher-und Entwicklerteam um Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker vom Lehrstuhl für Produktionsmanagement der Aachener TH verfolgt mit dem „Streetscooter“ genannten Elektro-Vehikel einen neuen Ansatz für eine ebenso bezahlbare wie umweltfreundliche E-Mobilität. Das Besondere an dem Projekt: Zum Einsatz für die endgültige Realisation des voll funktionsfähigen und fahrtauglichen Autos kam der weltweit größte Multimaterial-3D-Drucker, Stratasys Objet1000. In zwölf Monaten entstand der Elektroauto-Prototyp im 3D-Produktionssystem. Der Streetscooter soll auf dem Stratasys-Messestand (Halle 11, Stand D90) auf der „EuroMold“ in Frankfurt (25. bis 28. November 2014) zu sehen sein.

Das Design revolutionär, genau wie die Produktionsmethoden: So wurde das Streetscooter-Projekt durch Ingenieure vom Produktionsbereich E-Mobility (PEM) der RWTH Aachen entwickelt. Das Projekt Streetscooter war im Jahre 2010 mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, die Entwicklung eines Elektroautos dahingehend voranzutreiben, ein Wettbewerbsprodukt zu konventionellen Fahrzeugen zu schaffen. Es soll ausgestattet sein mit realistischer „Performance“, einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, Sicherheit und Nachhaltigkeit. 

Die Fahrzeug-Daten variieren von Modell zu Modell. Ein Streetscooter C16 wiegt in der Regel 450 kg exklusive Batterie, kommt auf eine Reichweite von min. 100 km mit einer Batterieladung und liefert eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h. Als Stadtfahrzeug gut geeignet, soll das Vehikel dann als elektrisches Serienfahrzeug für unter 10.000 € erhältlich sein. 

Stellvertretend für eine neue Art von Automobil, wurde das Kurzstrecken-Fahrzeug unter Einsatz des Großformat-Objet1000-Multimaterial-3D-Produktionssystems von Stratasys erstellt. Aus dem 3D-Drucker kommen zum Beispiel alle äußeren Kunststoffteile, einschließlich der großen Vorder- und Rückseitenteile, sowie Türverkleidungen, Stoßfängersysteme, Seitenschweller, Radläufe, Scheinwerfermasken und einige Innenraumkomponenten. Die Teile wurden mit dem extrem harten und stabilen digitalen ABS-Material von Stratasys 3D-gedruckt. 

Das 3D-Produktionssystem wurde sowohl für die Herstellung von Prototypenteilen als auch für die Teileproduktion zur Serienfertigung eingesetzt. Ein riesiges 1000 x 800 x 500 mm großes Druckbett ermöglichte es, die gesamte Palette von Komponenten bis zu einem Meter Länge zu drucken.

Nur wenige Bereiche des Streetscooter-Projekts sind konventionell. Gefördert durch Universitätsprofessoren und führende deutsche Automobilzulieferer, brachte Streetscooter mehr als 80 Unternehmen zusammen.

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