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Kreativer Druckdienstleister

Florian Möckel

Einfach anders verkaufen. Immer härtere Marktbedingungen, kritischere und anspruchsvollere Kunden sowie eine sich rasend schnell wandelnde technologische Entwicklung in der Druckindustrie zwingen die Unternehmen, sich dem ständigen Wandel durch neue Ideen zu stellen. Die Enve Print Services GmbH gehört zu den Unternehmen, die einfach andere Verkaufsideen realisieren. Ein Interview mit Geschäftsführer Florian Möckel.

Kürzere Termine, sinkende Margen, höhere Qualitätsanforderungen, zunehmende Digitalisierung des Produktionsprozesses – dies sind nur einige der Entwicklungen, denen sich die Unternehmen der Druckindustrie derzeit gegenüber- sehen. Einige Unternehmer stehen angesichts der aktuellen Marktanforderungen vor einer schier unlösbaren Aufgabe, andere scheinen in diesem Umfeld geradezu zu erblühen. Die Lösung liegt unter anderem in einer grundsätzlichen Bereitschaft zur Veränderung, einem gut organisierten Unternehmen mit flachen Hierarchien – um schnell und flexibel zu sein – sowie Mitarbeitern, die trotz oder vielleicht gerade angesichts der schnellen Entwicklungen eine hohe Motivation mitbringen. Florian Möckel, Ge­schäftsführer der Enve Print Services GmbH, Neusäß, sprach kürzlich im Rahmen einer IRD-Tagung über die Veränderung des Verkaufs – angesichts eben dieser härteren Bedingungen. Sein Unternehmen, so Florian Möckel, habe sich den Entwicklungen gestellt und sei gerade deshalb in Zeiten wie diesen erfolgreich.

Deutscher Drucker: Angesichts der Entwicklungen fragen sich viele Unternehmer, in welche Richtung sie ihr Unternehmen entwickeln können, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Welches ist Ihre Strategie? 

Florian Möckel: Nicht nur der Markt, auch die Kunden haben sich sehr stark weiterentwickelt. Sie benötigen nicht nur Drucksachen, sondern umfassende Kommunikationslösungen. Wir begreifen uns daher hauptsächlich als Dienstleister, der auch druckt. Wir stellen nicht nur Produkte her, sondern „begreifen“, welche Funktion diese in der Prozess- beziehungsweise Kommunikationskette des Kunden einnehmen. Zudem hinterfragen wir neugierig Prozesse und Abläufe, um Prozesse zu optimieren oder neu zu entwickeln.

DD: Und wie stellen Sie sich den Anforderungen intern in der Produktion?

Möckel: Wir automatisieren fortwährend unsere Kommunikationsprozesse – von der Bestellung bis zur Fakturierung und optimieren diese in laufenden Prozessen gemeinsam mit den Kunden weiter. Sehr wichtig dabei sind sichere und transparente Prozesse, beispielsweise zur ständigen Übersicht über die vorhandenen Kunden-, Bestell- und Produktionsdaten.

DD: Die Situation der Druckindustrie ist geprägt durch schnellere leistungsfähigere Technik und rückläufige Auflagenhöhen. Zudem haben Kunden immer höhere Ansprüche und kaufen international ein. Wie begegnen Sie dieser Herausforderung?

Möckel: Die Aufträge und der dafür notwendige Workflow werden immer komplizierter. Damit steigen permanent die Anforderungen an die Mitarbeiter und unsere Systeme. Zudem wird der Mitbewerb internationaler. Wir müssen uns als Unternehmen ständig durch Fortbildung weiterentwickeln und unsere Prozesse optimieren, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir müssen uns darauf einstellen, dass nichts ist wie früher, wir mit geänderter Nachfrage und Nutzung Neuer Medien konfrontiert werden und andere Regeln hinsichtlich Kunden und Mitbewerb gelten. Auf diese geänderten Rahmenbedingungen gilt es positive Antworten zu finden und nicht zu bedauern, dass sich das Umfeld ändert. Wir sehen diese Situation als Herausforderung, nicht als Last.

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