Test


DD: Welche strategischen Möglichkeiten sehen Sie angesichts der Tatsache, dass sowohl die Kunden als auch Ihr Unternehmen Kosten sparen muss, und wie setzen Sie diese um?

Möckel: Die traditionellen Attribute der Abgrenzung zum Wettbewerb wie Qualität, Liefertreue, Flexibilität, Kostenführerschaft et cetera sind in meinen Augen nicht mehr relevant, da diese notwendige Vorraussetzungen sind, um erfolgreich am Markt teilnehmen zu können. Abgrenzende Positionierungskriterien sind aus unserer Sicht in der heutigen Marktsituation die Fähigkeit zur Automatisierung, Optimierung von Prozessen und Entwicklung innovativer Produkte. Mit der Umsetzung dieser drei Kriterien kann ein hohes Kosteneinsparpotenzial auf beiden Seiten gehoben werden. Automatisierung hat unterschiedliche Aspekte. Zum Beispiel können auf der einen Seite Kleinauflagen wirtschaftlicher hergestellt oder 1:1-Marketing-Ansprachen effizient umgesetzt werden. Auf der anderen Seite ist es möglich, hochkomplexe Bestellprozesse oder komplexe Produkteigenschaften durch Automatisierung effizient zu gestalten. Aber auch intelligente Produktentwicklungen mit dem Kunden führen zum Erfolg. Erfolgreiche Produktentwicklung im Unternehmen bedarf jedoch einiger Fähigkeiten und Voraussetzungen. Ein Team von erfahrenen Produktmanagern bei Enve Print erarbeitet ein Produkt und unser Technikteam stellt die technische Umsetzbarkeit sicher. Wir haben schon viele Maschinenteile entwickelt und bauen lassen und diese in unsere vorhandenen Maschinen integriert. Wichtig ist, dass neue Produkte nicht als störend erachtet werden, sondern als Herausforderung von allen mit Begeisterung aufgenommen wird.

DD: Automatisierung im Unternehmen verändert nicht nur den grundsätzlichen Arbeitsablauf, auch die Geschäftsprozesse ändern sich. Wie hat dies bei Ihnen Auswirkungen.

Möckel: In der intelligenten Umsetzung von Automatisierungen und effizientem Gestalten von Prozessen liegt ein großer Kostenhebel, sowohl bei der Druckerei als auch beim Kunden. Um die Einsparungspotenziale realisieren zu können, gilt es, alle Elemente der relevanten Geschäftsprozesse zu beherrschen und zu integrieren. Dabei sind unterschiedliche Servicegrade, also einfache bis komplexeste Prozesse, abzubilden. Je nach Organisationsstruktur des Kunden und der von ihm eingesetzten IT-Systeme sind Abläufe und Schnittstellen individuell zu erarbeiten. Auch hinsichtlich der Abbildung kaufmännischer Prozesse gilt es, die Anforderung des Kunden zu erfüllen. Wir müssen es also schaffen, die Welt unserer Kunden zu verstehen, um dann das Bindeglied zu unseren Produktionsbelangen über automatisierte Bestell- und Liefersysteme zu schaffen.

DD: Welche Instrumente nutzen Sie, um dies zu erreichen?

Möckel: Eins davon ist die verstärkte Nutzung von E-Business-Technologien, deren Werkzeuge in den letzten Jahren enorm leistungsfähig geworden sind. Wir erreichen hierdurch beispielsweise eine Automatisierung der Bestellabwicklung, der Auftragsverfolgung und der Fakturierung. E-Business unterstützt uns dabei, eine Verringerung der Durchlaufzeiten durch Systemkopplungen zu erreichen und bietet uns höhere Transparenz und Sicherheit durch die Integration der Kundensysteme.

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