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10 Möglichkeiten, um den Energieverbrauch von KBA-Druckmaschinen zu senken

So wird Ihr Unternehmen zur Umweltdruckerei, ohne an Leistung einbüßen zu müssen
 

Gerade bei vielen kleinen Auftragen kann der Plattenwechsel an der Druckmaschine zu einem zeitraubenden Vorgang werden. Mit einem so genannten "Flying Job Change" samt Drivetronic SPC (Simultaneous Plate Change), wie KBA es nennt, lässt sich der Ausstoß an Druckbogen um bis zu 50 % steigern.

Auf dem Weg zur Umweltdruckerei gilt es einige Hürden zu nehmen. Denn der Besitz verschiedener Umweltzertifikate und der Einsatz PEFC- und FSC-zertifizierter Papiere allein machen ein Druckunternehmen noch längst nicht zur Umweltdruckerei. Wer heute ernsthaft klimaneutral drucken und sich als echte Umweltdruckerei am Markt etablieren will, muss vor allem eines: Den Energieverbrauch seiner Druckmaschinen reduzieren. Welche Ansatzpunkte es bereits gibt, lässt sich exemplarisch an KBA-Druckmaschinen zeigen. Insgesamt acht Komponenten hat der Hersteller identifiziert, mit deren Hilfe sich der Energieverbrauch der KBA-Druckmaschinen senken lässt.

Der Bogenoffsetdruck ist ein energieintensiver Prozess. Um hier zu technisch und wirtschaftlich vertretbaren Lösungen zu gelangen, sind die Druckmaschinenhersteller gefordert, möglichst energieeffiziente Komponenten zu entwickeln und die anfallende Abwärme im Drucksaal sinnvoll zu nutzen. Welche Baugruppen bzw. -teile eignen sich nun besonders zur Energieeinsparung und zur spürbaren Senkung des Stromverbrauches?

Aus der Praxis ist bekannt, dass der Energieverbrauch einer Bogenmaschine stark von der Auftragsstruktur abhängt. Neben allgemeinen Maßnahmen zur Optimierung des Energieeinsatzes, von denen jeder Anwender profitiert, gibt es primärenergetisch sinnvolle Zusatzlösungen, die sich aufgrund der damit verbundenen Investitionen nur für bestimmte Druckanwendungen lohnen. Um die Potenziale für eine sinnvolle energetische Nutzung der von der Druckmaschine produzierten Abwärme zu bestimmen, sind zeitintensive und exakte Messungen nötig. So hat zum Beispiel der Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer AG (KBA) solche Messungen durchgeführt und auf Basis des gewonnenen Datenfundaments technische Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz als Standard oder Option in seine KBA-Druckmaschinen-Baureihe Rapida integriert.

  • Wirkungsgrad steigern: Beim Antriebskonzept der KBA-Druckmaschinen-Reihe Rapida wird der Gesamtwirkungsgrad durch einen Vier-Quadranten-Antrieb erhöht, da dieser die Bremsenergie in das Versorgernetz zurückspeist. Dadurch kann der Stromverbrauch besonders bei Rüstprozessen reduziert werden. Der Druckmaschinenhersteller bevorzugt den direkten Riemenantrieb auf den ersten Druck­zylinder.
  • Direktantriebe: Der so genannte Drivetronic-Anleger in den KBA-Druckmaschinen kommt ohne mechanische Getriebe, Längswellen und andere energieschluckende ­Verschleißteile aus, erklärt der Hersteller. Stattdessen werden Direktantriebe mit einem hohen Wirkungsgrad eingesetzt. Proportionalventile in Verbindung mit einem geregelten Luftschrank sollen dafür sorgen, dass nur die am Bogentrenner wirklich benötigte Blas- und Saugluftmenge bereitgestellt wird. Dies bedeutet weniger Energie für die Luftbereitstellung. Im Bereich des Saugbandes stellen dezentrale Einzellüfter einen energieeffizienten Bogentransport innerhalb der KBA-Druckmaschinen sicher.
  • Bogenanlage: Die nunmehr in allen Formatklassen der KBA-Druckmaschinen-Reihe Rapida als Option verfügbare ziehmarkenfreie Anlage Drivetronic SIS benötigt im Gegensatz zu mechanischen oder pneumatischen Systemen keine Saugluft und entlastet damit zusätzlich die energieintensive Luftbereitstellung. Aufgrund spielarmer und leichtgängiger Wälzlager können die Druckzylinder und Übergabetrommeln ohne große Kraftanstrengung sogar mit einer Handkurbel gedreht werden, wie KBA sein Konzept für die Zylinderlager beschreibt. Diese Art von Lagertechnik soll den Energieverbrauch der Maschinen merklich reduzieren. Im Bereich der Bogenführung wird der Venturi-Effekt für die Verringerung der Blasluft genutzt. Dabei vermindern Spoiler an den Übergabetrommeln so genannte Unterströmung.
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    In der Druckmaschinenauslage sollen aerodynamische Spoiler an den Greiferwagen für Luftströmungen sorgen, die noch mehr Energieeffizienz ermöglichen.

    Walzen: Im Farbwerk der KBA-Druckmaschinen erhöhen weniger Walzen die Reaktionsschnelligkeit. Gleichzeitig vermindert die Einstrang-Farbführung Reibungs- und Energieverluste. Selbiges gilt für das Dreiwalzenfeuchtwerk. Eine weitere Energiesparoption ist das Auskuppeln nicht benötigter Farbwerke. Allein dadurch können laut KBA etwa 3 kW je Farbwerk am Gesamtenergieverbrauch eingespart werden. Zusätzlich leisten Drucker hier einen Beitrag zur Umwelt und schonen ihren Geldbeutel, indem sie sich teure Walzenpasten sowie die Zeit für das Aufbringen und Abwaschen ersparen können, so KBA.
  • Auslage: Die Airtronic-Auslage hat eine reduzierte Blasrohranzahl und braucht deshalb weniger Blasluft. Energieeffiziente Venturi-Düsen ermöglichen eine stabile Schwebebogenführung durch die KBA-Druckmaschinen. Aerodynamische Spoiler an den Greiferwagen optimieren die Luftströmungen energieeffizient. Weniger Luftwiderstand und bessere Bogenführung bedeuten automatisch weniger Luftverbrauch.
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