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Bedruckte Welt

Print ist im Alltag überall zu finden
 

680 Panini-Aufkleber passten 2016 in das Sammel­album zur Fußball-EM – 40 mehr als bei der WM 2014 und sogar 140 mehr als im EM-Album von 2012.

Was haben Postboten, Druckerei-Mitarbeiter und Holzfäller gemeinsam? Es wird bald keine mehr von ihnen geben – das zumindest behauptet der jährlich erscheinende Job-Report der US-Jobdatenbank Career Cast. Das soll vor allem damit zusammenhängen, dass Papierprodukte in den nächsten Jahren überflüssig werden und damit auch die Jobs, die damit zusammenhängen. Muss ich mir jetzt um unseren Briefträger und Printprodukte Sorgen machen?

6:00 Uhr: Als der Wecker klingelt ist es draußen schon hell und trotzdem fühlt es sich an als sei es noch mitten in der Nacht. Meine Wange schmerzt und mein Genick ist verspannt; offenbar habe ich auf meinem Buch, das ich üblicherweise vor dem Einschlafen lese, genächtigt.

Mit einem Umsatz von 3,6 Mio. Euro (2015) gehören gedruckte Bücher zu den Top drei der im Internet gekauften Artikel. Getoppt werden sie nur von Elektronikartikeln (7,5 Mio. Euro Umsatz) und Bekleidung (10 Mio. Euro Umsatz).

Ich streiche die Eselsohren, die ich im Schlaf verursacht habe, wieder glatt und schaue auf die Uhr. Die Zeiger auf dem Zifferblatt zeigen 6:00 Uhr – eine gnadenlose Zeit.

Für Plastiktuben kommen mehrere Druckverfahren – von Offset- über Sieb- und Flexo bis hin zum Digitaldruck in Frage.

Zifferblätter werden meist im Siebdruck bedruckt. Inzwischen kommt  immer häufiger der Inkjetdruck zum Einsatz. Eine weitere Möglichkeit: Der Druck des Zifferblatts auf Selbstklebefolie.

Auf dem Weg ins Bad bleibt etwas an meinen nackten Füßen hängen: Es ist National-Torwart Manuel Neuer, oder besser sein Konterfei auf einem Panini-Aufkleber anlässlich der diesjährigen Fußball-EM, der von der Zimmertür meines Sohnes abgefallen ist. So schnell kann der Absturz kommen. Aus Langeweile lese ich beim Zähneputzen den Aufdruck auf der Zahnpastatube: Aqua, Glycerin, Calcium Carbonate, Strontium Chloride Hexahydrate, Sorbitol, Silica, Hydroxyethylcellulose, Sodium Methyl Cocoyl Taurate, Aroma, PEG-40 Stearate, Sodium Saccharin, Limonene, ... gut, dass ich das jetzt weiß. 

6:30 Uhr: Vom Rauschen der Dusche wacht der Fußballer an die Tür klebende Sohn auf. Gut so, dann spare ich mir das – bisweilen langwierige – Weckritual. Jetzt nimmt er das Bad in Beschlag und ich kümmere mich in der Küche um das Frühstück. Von der Müslipackung grinst mich ein grellbuntes Tier an und behauptet, dass seine Frühstücksflakes nun weniger Zucker enthalten. Dafür befindet sich auf der Packung umso mehr süß-klebriges Zeug. Irgendjemand muss sie vorher mit seinen honigverklebten Fingern angefasst haben. Zusammen mit den Flocken fallen zwei Sticker in die Müslischüssel, darauf jeweils ein individueller Code, den der Müsli-Konsument irgendwo auf der Hersteller-Website eingeben muss, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen – eine clevere Marketingmaßnahme, um gerade die kleine Kundschaft an eine Marke zu binden. Zu gewinnen gibt es irgendeinen Unsinn aus Plastik, der zwei Minuten nach Erhalt kaputt geht und dann in einem schwarzen Loch namens Kinderzimmer verschwindet.

Star Wars zeigt, wie Merchandising geht: Schon drei Monate nach dem Kinostart des siebten Teils "Das Erwachen der Macht" knackte Disney die drei Milliarden Dollar Umsatz durch Merchandise-Artikel.

Ich will gerade die Milchtüte aus dem Kühlschrank holen, als aus dem Bad lauter Protest ertönt: Das Kind will keinesfalls das T-Shirt mit den Streifen anziehen, sondern „das, wo der Yoda draufgedruckt ist“. Ich erkläre hiermit die Absicht, unseren Sprössling von Merchandising-Artikeln fern zu halten, für gescheitert. Ohne dass der Knirps auch nur einen der Star-Wars-Filme gesehen hat, kennt er jede noch so unbedeutende Randfigur aus dem millionenschweren Merchandising-Universum. Ganz einfach deshalb, weil inzwischen alles, was irgendwie auch nur annähernd in eine Druckmaschine passt, das Konterfei irgendeines Laserschwertkämpfers trägt: Tassen, Teller, Bettwäsche, Schlafanzüge, Badeschlappen, Bleistifte, Anspitzer ... – und natürlich T-Shirts.

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