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Drucken mit einer besonderen Passion: Drei Technologien für ein Printprodukt

Hybride Printproduktion bei der G. Peschke Druckerei GmbH in München
 

Von links: Günter Bartl, Abteilungsleiter Digitaldruck, Cornelia Kapsitz, Verkauf Digitaldruck und Eugen Wachinger, Prokurist, an einer der beiden Nexpress-Digitaldruckmaschinen der Peschke Druckerei.

Das Unternehmen G. Peschke Druckerei GmbH in München hat sich innerhalb der zurückliegenden nahezu fünfzig Jahre von der reinen Siebdruckerei und Schildermalerei zu einer vollstufigen Druckerei entwickelt, die ihren Marktbereich durch die hybride Produktion von Drucksachen gefunden hat. Der Weg dorthin führte über die ausgefeilte Anwendung der Kombination von Offset-, Digital- und Siebdruck.

Für viele Druckereien stellt sich aktuell die Frage: Womit kann ich auf Dauer und sicher Aufträge generieren? Wie kann ich meinen Mitbewerbern gegenüber besondere Fähigkeiten und Produkte herausarbeiten und in Zeiten von Offset-Überkapazitäten neue Kunden finden? Antworten auf diese Fragen hat die G. Peschke Druckerei, angesiedelt im Osten der bayerischen Landeshauptstadt München, gefunden.

Die Historie

 Das in der 2. Generation von Thomas Kirschner geführte Familienunternehmen Peschke Druck wurde im Jahr 1963 als Siebdruckerei und Schildermalerei vom heutigen Senior-Chef Günter Peschke gegründet. Er startete damals im Ein-Mann-Betrieb mit der Produktion. Bereits im Jahr 1972 wurde das Angebot des Siebdruck-Spezialisten um Offsetdruck und eine eigene Weiterverarbeitung erweitert. Gleichzeitig fand eine Verlagerung des Schwerpunktes, weg vom Siebdruck, hin zum Offsetdruck, statt. 1990 installierte man eine digitale Druckvorstufe, führte kurz darauf CtP ein und im Jahr 2002 kam der Digitaldruck dazu.

Hybride Produktion

 Heute arbeiten in dem vollstufigen und mit zahlreichen Auszeichnungen prämierten Medienhaus rund 140 Beschäftigte im Drei-Schicht-System an fünf Tagen in der Woche, und in der Vorweihnachtszeit sogar von Montag bis Sonntag. Schwerpunkt der Produktion sind typische Akzidenzen, nahezu immer hochgradig veredelt. Unternehmen wie Audi, BMW und Dallmayer, die Deutsche Post, Porsche, Siemens und Sixt, Werbe-, Design- und Produktionsagenturen sowie Verlage gehören zum Kundenkreis. Neben einer Druckvorstufe mit 20 Arbeitsplätzen, dem Offsetbereich mit zwei neuen Heidelberg-XL-105-Maschinen (Zehnfarben und Fünffarben mit Lack) sowie dem Digitaldruck mit zwei Kodak-Nexpress-Systemen (2100 und 2500) und Siebdruck mit einem Halbautomaten, einem Dreiviertelautomaten und einem Vollautomaten, gibt es eine umfassende Weiterverarbeitung mit fünf Falzmaschinen, zwei Stanzmaschinen, einer Laserstanze, einem Sammelhefter und zwei Polar-Planschneidern. Die XL-Maschinen von Heidelberg ersetzen seit dem Jahr 2011 – aufgrund ihrer kurzen Rüstzeiten und schnelleren Laufleistung – drei gleichzeitig ausrangierte Heidelberg-Maschinen im 3-B-Format. Jährlich verbraucht man bei Peschke circa 74 Mio. Druckbogen und circa 65.000 m2 Druckplatten, der Umsatz im Jahr 2011 betrug 24 Mio. Euro.

Offsetdrucker Volker Alin Hum bei der Einstellung des Bogenanlegers.

Die Druckvorstufe mit insgesamt 20 Arbeitsplätzen arbeitet mit dem Workflow-System Kodak Prinergy.

Mit 45 Mitarbeitern ist die Abteilung Weiterverarbeitung die zahlenmäßig größte bei Peschke Druck.

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