Mit Rollenpapier in die Bogenmaschine


Der Vits Rotocut QS mit Non-Stop-Auslage

Der Bedruckstoff ist bei der überwiegenden Zahl an Druckaufträgen der größte Kostenblock. Wer seine Kosten senken will, hat hier den effektivsten Hebel.

Preis. Rollenpapier ist – von Ausnahmen abgesehen – billiger als Bogenware. Auf Anfrage von Deutscher Drucker schätzten die beiden Papiergroßhandelsfirmen Schneidersöhne und Deutsche Papier die aktuelle Preisdifferenz auf fünf (Naturpapier) bis zwölf Prozent (Bilderdruck). Diese Spanne hat sich in den vergangenen Jahren etwas verändert, weil die Differenz bei Naturpapier etwas größer, bei gestrichenen Sorten etwas kleiner wurde. Bei holzhaltigen Sorten (LWC) kann der Unterschied noch einige Prozentpunkte mehr sein. Dies gilt auch für Sorten aus Papierfabriken mit geringem Formatanteil, wo die Ausrüstungskosten voll auf die Anfertigungen umgelegt werden.

Format. Ein zweiter Kostenfaktor ist die Bogengröße. Wer kann, wird natürlich auch bei Bogenware Sonderformate einsetzen, die auf die tatsächlich benötigte Bedruckfläche abgestimmt sind. Die Besonderheit beim Einsatz von Rollenquerschneidern ist es, dass die Abschnittlänge variabel ist, das heißt, man kann zum Beispiel aus derselben 86 cm breiten Rolle 63 cm-Bogen wie auch 52 cm-Abschnitte erzeugen. Das kann beim passenden Auftragsportfolio deutliche Kostenvorteile bringen. Alle entstehenden Abschnitte sind stets Breitbahn-Bogen.

Menge. Prinzipiell sind nahezu alle Papiersorten, die als Formatware geliefert werden, auch als Rollen erhältlich. Die Mindestmenge kann allerdings im Fall von Rollen höher sein (fünf statt drei Tonnen), bei LWC oder Zeitungsdruck noch erheblich mehr (bis zu einer Lkw-Ladung).

Feuchte. Das Hauptproblem beim Einsatz von Rollenpapier im Bogenoffset ist die Feuchte. Während dies bei oberflächengeleimten Sorten nicht so heikel ist (hier kann schon mal für Bogen und Rolle mit einer durchschnittlichen Feuchte gefahren werden), ist bei gestrichenen Papieren der richtige Feuchtewert sehr wichtig. Hier muss Bogenpapier auf jeden Fall 1 bis 1,5 Prozentpunkte mehr Feuchte als Rollenware aufweisen. Auch die Rollenware für den Bogenoffset muss mit dieser »Bogenfeuchte« produziert sein.

Seite « 1 | 2 | 3 | 4 »
Anzeige

Firmen-Suche


Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

IT meets Print – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Das Sommerloch...

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...