Mit Rollenschneidern Bogenware selbst ausrüsten


Zu den Druckern, die gleich mehrere Rollenschneider einsetzen, gehört der KBA-Kunde Buxton Press in Großbritannien, wo vor allem Zeitschriften produziert werden.

In der 2006 vorgestellten CAN-Version kann der Rollenquerschneider Heidelberg Cut-Star Rollen im Durchmesser von 150 cm aufnehmen.

Die beiden, für die Maschinen von Heidelberg, KBA und Manroland zur Verfügung stehenden Rollenquerschneiderlösungen  – der Heidelberg Cut-Star sowie der Mabeg- Rollenschneider – bestehen jeweils aus Rollenständer, Papierspeicher und Schneideeinheit sowie einer Unterschuppstation mit Überführung zum Transporttisch und in die Anlage der Bogenoffsetmaschine.

Heidelberg Cut-STAR. Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat ihren Rollenquerschneider Cut-Star erstmals zur Drupa 2000 präsentiert, 2006 auf der Ipex wurde die Version Cut-Star CAN mit Anbindung zum Maschinenleitstand Prinect CP2000 Center auf den Markt gebracht. Der Cut-Star ist für die Baureihen Speedmaster XL 75, CD/SM 102 und XL 105 verfügbar. Es gibt ihn für die CD/SM 102 in den Varianten für Preset-Anleger und für Preset-Plus-Anleger.

Nach Angaben von Heidelberg wurde der Cut-Star bis heute 222-mal verkauft. 19 Aggregate stehen in Deutschland, 108 in den anderen europäischen Ländern, 95 außerhalb Europas. Die Verkaufszahlen haben sich in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt wegen der steigenden Papierpreise – positiv entwickelt: Fast die Hälfte aller Cut-Stars wurden in den vergangenen drei Jahren ausgeliefert. Die große Mehrzahl der Heidelberg-Rollenquerschneider wird zusammen mit langen Wendemaschinen eingesetzt. Beliebt ist die Lösung für den Etikettendruck, da auch Folienmaterial von der Rolle eingesetzt werden kann. Die Abschnittlänge ist zwischen 400 und 750 mm wählbar.

MABEG RS-Baureihe. Die beiden Maschinenhersteller KBA und Manroland bieten keine Eigenentwicklungen an, sondern greifen auf den Mabeg-Rollenschneider zurück, der erstmals 2002 vorgestellt worden war. Er wird für die mittel- und großformatigen KBA-Maschinen Rapida 105 bis Rapida 162a sowie für die Manroland-Baureihen  700 Hi-Print bzw. Direct-Drive und die Roland 900 im Format VI angeboten. Der Offenbacher Hersteller vermarktet das Aggregat unter dem Begriff Roland Inline-Sheeter. KBA hat auf Anfrage die Zahl von etwa 50 Rollenschneider-Aggregaten genannt, die bislang weltweit zusammen mit den Maschinen aus Radebeul verkauft und installiert wurden. Weniger als zehn davon gingen in den deutschen Markt. Manroland wollte sich nicht zu Verkaufszahlen äußern.

Die Abschnittlängen des Mabeg RS bewegen sich bei der Version RS 104/105 zwischen 450 und 740 mm, beim RS 185 zwischen 900 und 1300 mm. Der einsetzbare Grammaturbereich wird mit 60 bis 300 g/m2  angegeben. Rollenständer und Schneideinheit sind auf im Boden versenkten Schienen installiert, sodass beide vom Bogenanleger weggefahren werden können, um dessen Zugänglichkeit zu gewährleisten, wenn Bogenpapier zum Einsatz kommt.

Enorme Dimensionen. Zusammen mit den Rollenquerschneidern werden enorme Maschinenlängen erreicht. Die englische Firma Browns CTP produziert auf einer Zwölffarben Heidelberg Speedmaster CD 74 mit Lackwerk und Auslageverlängerung. Inklusive Cut-Star ist diese Produktionslinie fast 27 Meter lang.

Erschienen in DD 9/2009

Seite « 1 | 2 | 3 | 4
Anzeige

Firmen-Suche


Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebskindergarten?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...