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Einstiegsmodelle machen Offsetdruckern den Großformat-Digitaldruck schmackhaft

EFI hat sein Produktportfolio nach unten hin abgerundet und bietet nun unter anderem mit dem Vutek GS 3250 R ein 3,2 m breites Sechsfarben-UV-Drucksystem an, mit dem sich auch zwei Rollenbahnen nebeneinander bedrucken lassen.

Mit mehr als 400 Ausstellern haben die Fespa Digital und Fespa Fabric über 13.000 Besucher nach Hamburg gelockt und damit die Hansestadt für vier Tage in das Mekka des Großformatdruckes verwandelt. Zwar gab es keine grundlegend neuen Drucktechnologien zu sehen, ein Trend war dennoch klar erkennbar: Immer mehr Anbieter machen mit Einstiegsmodellen den Offsetdruckern Appetit auf den großformatigen Digitaldruck.

Es gibt – abgesehen von der Drupa – wohl kaum eine Messe, die so bunt und vielseitig ist wie die Fespa Digital. Da werden Autos mit individuell bedruckter Folie verkleidet, Aufsteller und Displays aus cm-starken Materialien geschnitten oder meterbreite Banner auf Textilien, PVC oder Papier gedruckt. Dabei wird eines deutlich: Geschäftsfelder, die bisher vom Offset- oder Siebdruck vorenthalten waren, werden zunehmend auch vom Digitaldruck besetzt, was eine zusätzliche Individualisierung und Personalisierung der Druckprodukte ermöglicht.

Nun wollen die Hersteller der XXL-Drucksysteme mit „abgespeckten“ Varianten ihrer Spitzenmodelle den Einstieg in den Large- und Wide-Format-Markt erleichtern und klassischen Akzidenzdruckern schmackhaft machen. So hat nicht nur EFI sein Portfolio nach unten hin abgerundet, sondern auch Agfa Graphics oder Durst. Deutscher Drucker stellt eine kleine Auswahl der neuen Systeme vor.

Zwei Druckjobs parallel produzieren

Der amerikanische Digitaldruckmaschinen- und RIP-Hersteller EFI hat seine Vutek-GS-Serie um drei neue Modelle erweitert. Neben dem Vutek GS 5000 R und dem Vutek GS 3250 LX mit LED-basierter Cool-Cure-Trocknungstechnologie, gehört nun auch der Vutek GS 3250 R zur Familie der Großformatdrucksysteme. Der 3,2 m breite Vutek GS 3250 R erreicht eine Produktionsgeschwindigkeit von 111 m2 /h bei einer Auflösung von echten 1000 dpi (bei 14 pl Tröpfchengröße) oder 600 dpi (bei 28 pl Tröpfchengröße). Zum Einsatz kommen in dem neuen Sechs-Farben-Großformatdrucksystem die UV-härtenden Tinten Vutek-GS4-3M-Premium. Um hochvolumige Aufträge ebenso wie Kleinauflagen effizient produzieren zu können, bietet das Drucksystem neben der doppelten Rollenkapazität auch die Möglichkeit, verschiedene Druckaufträge zeitgleich auf einer oder zwei zueinander parallel verlaufenden Rollenbahnen zu drucken. Für Druckjobs, bei denen ein genaues Register von Schön- zu Widerseite gehalten werden muss, hält der neue Vutek GS 3250 R eine Funktion zum doppelseitigen Druck bereit. Zudem ist der Fiery-XF-RIP in der Version 4.5 integriert.

Neben dem Vutek GS 3250 R wurde auf der Fespa auch der Vutek GS 3250 LX mit der LED-basierten Cool-Cure-Trocknungstechnologie gezeigt. Mit diesem 3,2 m breiten Drucksystem sollen sich durch die geringe Hitzeentwicklung im Trocknungsprozess mehr Substrate – auch hitzesensitive Medien – bedrucken lassen. Zudem lasse sich der Energiebedarf reduzieren.

Der Vutek GS 5000 R, der auf eine Breite von 5 m druckt, ist inzwischen mit einer zusätzlichen White-Ink-Option zum Verdrucken von weißer Tinte ausgestattet worden und mit dem neuen Vutek TX 3250 R hat das amerikanische Unternehmen zusätzlich ein neues System für den Textildruck vorgestellt.
Der neue Vutek GS 3250 R soll – ebenso wie der Vutek TX 3250 R – gegen Ende des dritten Quartals erhältlich sein, der Vutek GS 3250 LX in der Mitte des Jahres.

Im Drucksaal wirds wild

Auch Agfa Graphics hat sein Flaggschiff, die M-Press Tiger, abgespeckt und bietet nun mit der M-Press Leopard – neben drei weiteren neuen Modellen – ebenfalls ein Einstiegsystem mit einer niedrigeren Automatisierung an. Die neue M-Press Leopard ist wie die M-Press Tiger mit der herstellereigenen Inkjet-Shuttle-Technologie ausgestattet und kann dank der Graustufen-Druckköpfe UPH-2 (Universal Print Head) mit einer variablen Tröpfchengröße von 10 pl bis 26 pl arbeiten, was für eine hohe Qualität bei der Reproduktion von feinen Verläufen und Volltonfarben sorgen soll. Das maximal verarbeitbare Format ist mit 1,6 m x 2,6 m angegeben. Die M-Press Leopard besitzt laut Hersteller ein vereinfachtes Transportsystem, bei dem das Material manuell auf den mit 55 Vakuumzonen ausgestatteten Universaldrucktisch von Thieme eingelegt wird. Dadurch können sowohl dünne und flexible Papiere als auch bis zu 20 kg/m2 schwere Materialien bis zu einer Stärke von 5 cm bedruckt werden. Die Leistung liegt laut Agfa je nach Druckmodus (Fine Art, Foto, High Quality G und Express G) zwischen 194 m2 /h und 483 m2 /h. Entsprechend variabel ist auch die Auflösung; sie liegt wahlweise bei 360 x 360 dpi, 509 x 509 dpi, 720 x 540 oder bei 1260 x 720 dpi. Mit einer angegebenen Jahresleistung von 200.000 bis 500.000 m2 ordnet sich die neue M-Press Leopard zwischen der Jeti Titan und der M-Press Tiger ein.

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