Mit Inline-Folienapplikation weniger Prozess-Schritte nötig


Der Inline-Foiler Prindor ermöglicht eine Vielfalt an metallischen Veredelungseffekten.

Was es beim Kaltfolientransferprozess zu beachten gibt

Wissen kompakt. Welche Komponenten kommen bei der Kaltfolienveredelung zum Einsatz und wie unterscheiden sich diese von den Verbrauchsmaterialien beim konventionellen Druck?

Wer mit einem Inline-Foiler von Manroland arbeiten will, kann zahlreiche Verbrauchsmaterialien einsetzen, aber auch die unter der Systemmarke Printcom von Manroland selbst vertriebenen Consumables. So wird zum Beispiel ein Start-up-Set für die technisch einwandfreie Inbetriebnahme des Inline-Foilers Prindor angeboten, um dem Kunden die Auswahl der verfahrenstechnischen Systemkomponenten zu erleichtern.

Die Kaltfolie: Kaltfolien sind in unterschiedlichen Farbtönen und Oberflächengüten (glänzend, matt) sowie mit holografischen Effekten erhältlich. Der prinzipielle Aufbau bleibt dabei gleich. Der jeweilige Farbeindruck entsteht durch Kolorisierung der Schutzlackschicht. Die Zusammensetzung der Trennschicht (Wachs/ Harz/Silikon) ist maßgeblich für das Ablöseverhalten der Folie sowie die Überdruckbarkeit mit dem jeweiligen Farbsystem (konventionell/ UV) verantwortlich. Einige Folientypen weisen eine so genannte Klebeschicht auf, welche die Verbindung zum Kleber eingeht und Einfluss auf das Trocknungsverhalten hat.

Druckfarben und Lacke: Durch Inline-Überdruck der applizierten Folie mit 4c-Prozessfarben kann bereits ein beeindruckender Farbraum erreicht werden. Die meisten Jobs können daher mit nur einem Typ (Silber-) Folie produziert werden. Konventionelle Applikationen sind auf gestrichenem Papier, Karton, Naturpapier, saugenden oder strukturierten Bedruckstoffen möglich. Konventionelle Applikationen auf gestrichenen Bedruckstoffen können UV überdruckt werden. Eine Schutzlackierung wird insbesondere beim Überdrucken mit hoher Farbbelegung empfohlen.

Gummidrucktuch: Zur Veredelung mit Kaltfolie wird anstatt des normalen Drucktuchs ein spezifisches Applikationstuch eingesetzt. Neben der verzugsfreien Folienführung im Applikationsspalt sollte das Gummituch eine gute Übertragung der metallisierten Flächen, Raster und Details durch spezielle Oberflächeneigenschaften ermöglichen.

Kaltfolienkleber: Bei dem im Bogenoffset eingesetzten Kaltfolienkleber handelt es sich um eine ölbasierende Druckfarbe mit reduzierter Anzahl an Pigmenten und einer höheren Zügigkeit. Dieser erhöhte Tack ist elementar wichtig für eine vollständige, exakte Ablösung der Schmuckschicht vom Trägermaterial. Qualitätsschwankungen in der Produktion lassen sich über eine fortlaufende Farbregelung des Klebers über die Auflage minimieren. Die Dichte kann während der Produktion densitometrisch erfasst und geregelt werden.

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