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So machen Sie die Produktivität Ihrer Maschinen transparent

Gesamtzeit pro Job (Szenario mit 10 %iger Verbesserung der Rüst- und Fortdruckzeit)

Controlling. Wenn in Krisenzeiten der Durchschnitt nicht mehr reicht, um das Ergebnis zu halten, müssen Aufträge in kürzerer Zeit produziert werden. Eine höhere Produktivität auch auf vorhandenen Maschinen ist machbar, die Maßnahmen sind bekannt. Doch wie misst man das Ergebnis?

Produktivität im Bogenoffsetdruck wird in Anzahl Bogen pro Zeit gemessen, ist also eine Geschwindigkeit. Es ist die niedrigste realisierte Geschwindigkeit einer Druckmaschine. Wenn man in abgestufter Reihenfolge die Geschwindigkeit betrachtet, erhält man:

  • Maximale Maschinengeschwindigkeit
  • Fortdruckgeschwindigkeit
  • Durchschnittliche Druckgeschwindigkeit
  • Produktivität

Die Geschwindigkeiten sinken ab, da immer mehrere Zeitanteile dazukommen: Unterbrechungen im Fortdruck, Einrichten, Wartung und Warten. Die Produktivität ist also der Wert, bei dem alle Zeitanteile berücksichtigt werden.

Warum sind die Werte so schwer vergleichbar? Die Produktivität bei einem Auftrag kann um deutliche Größenordnungen vom nächsten Auftrag abweichen, obwohl der Drucker mit den gleichen Werten für das Einrichten und das Drucken gearbeitet hat. Betrachtet man die Auftragszeit über der Auftragslänge in Abb. 1 (orange Linie), sieht man, dass es einen Zeitsockel gibt, der unabhängig vom Druck auftritt. Ist die Auftragslänge größer, steigt die Zeit weiter linear an. Bei größer werdenden Auftragslängen wird der Einfluss des Sockels geringer. Insgesamt: Je niedriger und je flacher die Zeitkurve, desto besser. Umgerechnet auf die Produktivität in Abb. 2 (orange Linie) erkennt man, dass der Wert bei Null beginnt und sich bei sehr hoher Auftragslänge der durchschnittlichen Druckgeschwindigkeit annähert. Ein längerer Auftrag hat also eine höhere Produktivität als ein kürzerer, obwohl mit den gleichen Werten für das Einrichten und das Drucken gearbeitet wurde. Daher sind Produktivitäten nur dann vergleichbar, wenn man die Auftragslänge berücksichtigt. Und so lange das nicht passiert, sind Benchmark-Werte ohne Auftragslänge wenig hilfreich. Dies wird auch bei der Kennzahl Overall Equipment Effectiveness (OEE) vollkommen vernachlässigt. OEE ist allerdings bevorzugt für Anlagen entwickelt worden, deren Rüstzeitanteile deutlich geringer als beim Druck sind. Würde ein Drucker immer mit den gleichen Werten arbeiten, fährt er nur die Zeit- und Produktionskurven rauf und runter, abhängig von der Auftragslänge.

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