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„Unterschiedliche Medien mit neuen Rezeptionsgewohnheiten verschmelzen“

Druckereien und Ökologie
 

Manfred Cuno, Geschäftsführender Gesellschafter (60): „Während andere das gedruckte Produkt, ob Buch, Zeitschrift oder Katalog, bereits verschwinden sehen, nutzen wir alle Chancen, die sich für einen kompakten Mediendienstleister aus der Verschmelzung ganz unterschiedlicher Medien und neuer Rezeptionsgewohnheiten ergeben.“

Mit dem Bau einer neuen Logistikhalle, der Inbetriebnahme neuester Fertigungs­technik und der durchgängigen Anwendung ressourcenschonender Verfahren hat sich das  Grafische Centrum Cuno in Calbe bei Magdeburg als mittelständisches Familienunternehmen auf die Zukunft eingestellt. In 20 Jahren wurden nicht weniger als 40 Mio. Euro investiert und ganz „nebenbei“ richtig viel CO2 eingespart.

Wenn es irgendwo „Lieblingsbücher, Lieblingszeitschriften und Lieblingskataloge“ gibt, dann auf jeden Fall in Calbe. Das Grafische Centrum Cuno (GCC) hat hier seinen Sitz. Wenn man die „Wunderwerke“ der grafischen Fertigungskunst, die dem Betrieb entspringen, näher betrachtet, kommt einem unweigerlich die Assoziation in den Sinn: Diese Adresse gehört einem „Hidden Champion“.

Denn die Drucksachen aus dem Hause GCC sind exzellent gefertigt, aber das Unternehmen selber „trommelt“ nicht so laut wie manch anderes. Im Gegenteil, die eher leisen Töne sind die Sache von Manfred Cuno. Dabei ist das Qualitätspotenzial von GCC hoch, und hoch ist auch die Investitionssumme, mit der Cuno sein Unternehmen für die Herausforderungen der nächsten Jahre fit gemacht hat: 40 Mio. Euro wurden in den vergangenen 20 Jahren in neue Technik investiert, davon allein zwölf Millionen in den vergangenen fünf Jahren.

Print macht Spass

„Während andere das gedruckte Produkt, ob Buch, Zeitschrift oder Katalog, bereits verschwinden sehen“, so der Geschäftsführende Gesellschafter Manfred Cuno (60), „nutzen wir alle Chancen, die sich für einen kompakten Mediendienstleister aus der Verschmelzung ganz unterschiedlicher Medien und neuer Rezeptionsgewohnheiten ergeben.“
Dafür hat das Unternehmen richtig viel Geld in die Hand genommen, aber vor allem Ideen und neue Konzepte umgesetzt. Vier neue Druckmaschinen für den Offset- und den Digitaldruck wurden angeschafft und in Betrieb gestellt und eine neue Fertigungs- und Logistikhalle mit 3000 m² Fläche errichtet. Insgesamt verfügt das GCC über knapp 4000 Paletten-Stellplätze, auf die der Zugriff jederzeit möglich ist.
Für die fotorealistische Farbwiedergabe, die im Wettbewerb der Medien heute auch vom Druckprodukt erwartet wird, nutzt das GCC neueste verfügbare Raster- und Color-Management-Technologien, aber auch eigene, markenrechtlich geschützte Produkte und Verfahren wie das „Real Imaging Concept“. Bei dieser im GCC entwickelten integrierten Color-Management- und Prozess-Kalibrierungssystematik werden unter Einsatz einer neuartigen Bebilderungstechnologie in Verbindung mit verschiedenen speziellen frequenzmodulierten Rasterungen und einer neuentwickelten Farbraumsystematik das Know-how von Druckvorstufe und Druck gebündelt.
Know-how beeindruckt

Letztere stellen eine gute Voraussetzung dar, um qualitativ immer „up to date“ zu sein – qualifiziertes Personal natürlich vorausgesetzt. Folge: Druckerzeugnisse aus dem Grafischen Centrum Cuno (GCC) ernten regelmäßig höchstes Lob nicht nur von Jurys internationaler Wettbewerbe, sondern vor allem von den anspruchsvollen Kunden.
Ob bei hochauflagigen Katalogen für neue Pkws oder prachtvollen Kunstbänden – optischer und haptischer Eindruck entscheiden heute in hohem Maße über Wahrnehmung, Akzeptanz und damit Erfolg des Produkts. Mit selbst konzipierter Software und weiteren Investitionen in Forschung und Entwicklung treibt das GCC deshalb an einigen Fronten neue Lösungen voran, die die Calbenser als „stille Revolution“ bezeichnen.
Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Farboptimierung per Unbuntaufbau und Unterfarbenreduktion (GCR/UCR). Neben der stabilen Farbführung auch über hohe Auflagen besteht der Effekt in einer „strengen“ Graubalance und im schnelleren Trocknen der Farben, was auch die Verarbeitbarkeit und damit die Qualität in der Buchbinderei verbessert.
FM-Raster weitergedacht

Im Bereich der Plattenbebilderung hat das GCC sein Raster-Standardportfolio AM-Raster, FM-Raster und Hybridraster um das neue „Auraia-Verfahren“ (griechisch für schön) erweitert. Mit digital moduliertem Raster wird die im Ergebnis schon herausragende Technologie der frequenzmodulierten Rasterung noch weiter gedacht. Es sollen sich „überragende Ton- und Farbwertstabilität in Licht, Mittelton und Tiefe“ erreichen lassen, so Manfred Cuno weiter. Technische Töne sind glatt – wie mit einer Sonderfarbe gedruckt – ohne Rosettenstrukturen.

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Leserkommentare (2)

Axel Fischer (INGEDE) | Montag, 17. Februar 2014 14:26:02

Von wegen ökologisch: Indigo-Drucke sind nicht deinkbar, stören das Recycling!

Wie kann man so dick auftragen, wie umweltfreundlich man doch sein möchte, und dann mit einer Indigo drucken? Mittlerweile sollte es sich doch herumgesprochen haben, wie massive Probleme der Flüssigtoner von HP beim Recycling bereitet! Dass die Makulatur sorgfältig getrennt entsorgt werden muss und nicht ins grafische Altpapier darf! Nach der neuen EN643 zählen Indigo-bedruckte Papiere zu den "unerwünschten Stoffen" im Altpapier, von denen maximal 1,5 Prozent insgesamt enthalten sein dürfen!

Auch Pflanzenölfarben, insbesondere solche mit Sojaöl, sind tendenziell eher problematisch beim Deinken und nicht per se gut zu recyclen wie es hier dargestellt wird. Der Grund liegt darin, dass diese Öle beim Trocknen polymerisieren und sich so fest an die Papierfasern krallen, dass sie sich schlecht entfernen lassen. Das führt zu Schmutzpunkten im Papier.

Wenn ein Drucker wirklich umweltfreundlich sein will, dann sollte er sich besser informieren, sonst kann so etwas als übles "Greenwashing" als Schuss nach hinten losgehen!

Mehr dazu zum Beispiel hier: http://www.ingede.com/ingindxd/presse/pm1003.html

Uwe Schade | Freitag, 13. Dezember 2013 15:46:01

Zahlen und Fakten zu Grafisches Centrum Cuno

Schade nur, dass man der Aufzählung nicht die Höhe der insgesamt erhaltenen Fördermittel entnehmen kann. Nicht zuletzt durch aberwitzige Subventionen in weitere völlig überflüssige Überkapazitäten ist der deutsche Druckmarkt zusätzlich erodiert worden.

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