„Unterschiedliche Medien mit neuen Rezeptionsgewohnheiten verschmelzen


 

Hochwertige Bücher, Kataloge und Zeitschriften gehören zu den Hauptgeschäftsfeldern von GCC.

Unterschiedliche Papiere haben durch ihre Oberflächenbeschaffenheit unterschiedliche Druckergebnisse zur Folge. Diese zu vereinheitlichen und vorhersagbar zu machen, ist eine Aufgabe von Color-Management. Das Know-how für den bestmöglichen Einsatz hat das GCC über die Jahre einerseits durch entsprechende Werkzeuge erworben und sich andererseits durch eigene Forschung und Entwicklung erarbeitet. Bei der Datenaufbereitung für den Druck werden im GCC die Farben so optimiert, dass ein vorhersagbares bestmögliches Druckergebnis zum selbstverständlichen Standard wird.

Die Prüfung zum Prozess-Standard Offsetdruck (PSO) wurde so inzwischen zum vierten Mal erfolgreich absolviert. Eine weitere Option für sehr hochwertige Produkte ist das Arbeiten mit hochpigmentierten Farben. Durch die höhere Menge von Farbpigmenten wird ein größerer Farbraum und in Kombination mit entsprechenden Rasterformen ein fotorealistischer Druck erzielt. Dabei erreichen die Volltöne eine sehr hohe Brillanz.
Mit Hybridprodukten aus klassischem und digitalem Offsetdruck bietet GCC die Möglichkeit der Versionierung und Personalisierung von Printprodukten. Damit lassen sich Angebote noch exakter auf die Zielgruppen abstimmen und diese persönlich ansprechen.

Die persönliche Note

„Sich von anderen zu unterscheiden, ist heute ein ganz wichtiges Verkaufsargument“, so Manfred Cuno. Unter ihm wurde die vormals reine Druckerei zum vollstufigen Mediendienstleister. Das bedurfte mutiger Entscheidungen und vor allem, wie Manfred Cuno sagt, einer innovativen Grundhaltung, die auf kontrollierte Veränderung setzt.
„Wissen, wie die Welt von morgen aussehen mag, ist gewiss ganz schön. Noch besser ist es jedoch, diese Welt selbst mitzugestalten. Indem man aus Wissenschaft und Technik Neues schöpft, kurz gesagt selbst Trends setzt.“
Nachhaltig ökologisch

Mit der Inbetriebnahme einer eigenen Photovoltaikanlage, der durchgehenden Verwendung von Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und dem konsequenten Einsatz von biologisch leicht abbaubaren Ökodruckfarben und Zusatzstoffen garantiert das GCC seinen Kunden die Herstellung eines „Grünen Produkts“. Dies sind nur einige wenige Beispiele dafür, dass Nachhaltigkeit von der ersten Idee bis zur Auslieferung aus ethischen und wirtschaftlichen Gründen zentrales Anliegen von GCC ist. Die eingesetzten Ökodruckfarben enthalten Pflanzenharze und -öle, was sie zudem biologisch leicht abbaubar macht. Einer der wichtigsten Vorteile dieser umweltfreundlichen Farben ist, dass beim Recycling von Altpapier die Druckfarbe rückstandsfrei entfernt werden kann.

Mit Investitionen in eine Wasseraufbereitungsanlage, veränderten Feuchtwasserzusätzen und konsequenten Wartungsintervallen sowie Schulung der Drucker gelang es, den Isopropanol-Anteil (IPA) im Feuchtwasser in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu reduzieren, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Mitarbeiter schont.
Unter den Auftraggebern des GCC befinden sich weltweit agierende Verlage, führende Unternehmen der Automobilindustrie und Marktführer unterschiedlichster Branchen. Eines der besonderen und großen Geschäftsfelder von GCC sind Kinderbücher. Viele davon – in allen gewünschten Sprachen – werden jährlich in alle Welt versandt.
Neben so manchem mit dem Prädikat „Schönste Bücher“ ausgezeichneten Titel hatten die Calbenser in der letzten Zeit einen ganz speziellen Kunden: Für den Champions-League-Sieger FC Bayern München wurde der 260-seitige Band zur Eröffnung des Klubmuseums in exklusiver Ausstattung produziert.

Grafisches Centrum Cuno: Zahlen und Fakten 

Das GCC Grafische Centrum Cuno GmbH & Co. KG (Calbe) wurde 1957 von Wilhelm Cuno als Buchdruckerei gegründet.

  • Kommanditisten: Manfred Cuno, Steffen Cuno, Matthias Cuno
  • Töchter: Buch-Concept GmbH & Co. KG, Webprint-Concept GmbH, Quadrat-Art Verlag
  • 1993 Neubau im Gewerbegebiet Calbe-West
  • Seitdem Verdopplung des Umsatzes alle sechs Jahre. Ziel für das Jahr 2013: etwa 19 Mio. Euro
  • Etwa160 Mitarbeiter, davon 150 festangestellt, Durchschnittsalter 37 Jahre
  • Bisher etwa 100 Lehrlinge ausgebildet, etwa 70 davon arbeiten im Unternehmen, aktuell 15 Lehrlinge.
  • Investitionen in den vergangenen fünf Jahren: über 16 Mio. Euro
  • Für die Produktion steht eine Fläche von etwa 12 000 m2 zur Verfügung
  • Bis zu 150 Paletten Fertigerzeugnisse verlassen täglich das Unternehmen.
  • Druckerzeugnisse werden in vielen Länderversionen gedruckt und nach Bedarf national und international konfektioniert und weltweit versandt.
  • Mehrere markenrechtlich geschützte Produkte und Verfahren, darunter das „Real Imaging Concept“ – integrierte Color-Management- und Prozesskalibrierungs­systematik und eigenentwickelte Buch­bindereiverfahren und -Produkte
  • Wichtigste Zertifikate: PSO – Geprüfter Qualitätsbetrieb Prozess-Standard Offsetdruck ISO 12647; PEFC/FSC – verantwortungsvoller Umgang mit allen Ressourcen; Print-CO2 -geprüft – Transparenz der Emissionen; Unterstützung von Klimaschutzprojekten; Masterzertifikat deutsche Presse-post
  • Photovoltaik-Anlage mit > 1700 Solar-Modulen: 370 000 kWh/a., entspricht einem Bedarf von etwa 90 Haushalten oder einer Achtfarben-Druckmaschine
  • jährliche CO2 -Einsparung: 329 Tonnen, entspricht 1,43 Mio. gefahrene PKW-km

Erschienen in DD22/2013

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Leserkommentare (2)

Axel Fischer (INGEDE) | Montag, 17. Februar 2014 14:26:02

Von wegen ökologisch: Indigo-Drucke sind nicht deinkbar, stören das Recycling!

Wie kann man so dick auftragen, wie umweltfreundlich man doch sein möchte, und dann mit einer Indigo drucken? Mittlerweile sollte es sich doch herumgesprochen haben, wie massive Probleme der Flüssigtoner von HP beim Recycling bereitet! Dass die Makulatur sorgfältig getrennt entsorgt werden muss und nicht ins grafische Altpapier darf! Nach der neuen EN643 zählen Indigo-bedruckte Papiere zu den "unerwünschten Stoffen" im Altpapier, von denen maximal 1,5 Prozent insgesamt enthalten sein dürfen!

Auch Pflanzenölfarben, insbesondere solche mit Sojaöl, sind tendenziell eher problematisch beim Deinken und nicht per se gut zu recyclen wie es hier dargestellt wird. Der Grund liegt darin, dass diese Öle beim Trocknen polymerisieren und sich so fest an die Papierfasern krallen, dass sie sich schlecht entfernen lassen. Das führt zu Schmutzpunkten im Papier.

Wenn ein Drucker wirklich umweltfreundlich sein will, dann sollte er sich besser informieren, sonst kann so etwas als übles "Greenwashing" als Schuss nach hinten losgehen!

Mehr dazu zum Beispiel hier: http://www.ingede.com/ingindxd/presse/pm1003.html

Uwe Schade | Freitag, 13. Dezember 2013 15:46:01

Zahlen und Fakten zu Grafisches Centrum Cuno

Schade nur, dass man der Aufzählung nicht die Höhe der insgesamt erhaltenen Fördermittel entnehmen kann. Nicht zuletzt durch aberwitzige Subventionen in weitere völlig überflüssige Überkapazitäten ist der deutsche Druckmarkt zusätzlich erodiert worden.

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