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Was bei der UV-Produktion beachtet werden sollte

UV-Druck und -Weiterverarbeitung. Der Markt für Druckprodukte, die im UV-Prozess hergestellt werden, wächst kontinuierlich. Gegenwärtig sind in Deutschland gut 10 Prozent der ausgelieferten Bogenoffset-Druckmaschinen für den UV-Prozess vorbereitet. Und die Wachstumsrate lag in der Vergangenheit bei UV-Drucksachen in etwa dreimal so hoch wie im übrigen Druckmarkt. Der UV-Druck ist heute ein zuverlässiger Prozess, wenngleich dazu alleine bei Druck und Weiterverarbeitung eine Reihe von Voraussetzungen zu beachten sind.

Bei der UV-Produktion denkt der Drucker im Zusammenhang damit, seinen Bedruckstoff so schnell wie möglich trocken zu bekommen, auch daran, die Farben mit Puder zu bestäuben. Aber Vorsicht:

  • Bestäubungspuder sollte möglichst nicht verwendet werden, da es sich auf den Oberflächen von UV-Lampen ablagert und ihre Leistung herabsetzt. Das verringert die Trocknungsleistung und die Lebensdauer. UV-End- und UV-Zwischentrockner sollten entfernt werden, wenn konventionelle Druckfarben eingesetzt werden – egal, ob mit oder ohne Bestäubungspuder gearbeitet wird. Das verhindert eine Verunreinigung von Reflektoren und Lampen mit Bestäubungspuder.
  • Farbaufbau beim UV-Druck? Bei übermäßiger Trocknung werden Druckfarben spröde und bauen ein oder zwei Druckwerke weiter auf den Gummitüchern auf. Abhilfe: Die UV-Leistung an den Druckeinheiten verringern, die das Aufbauen verursachen. Zusätzlich Feuchtmittel in den Druckwerken leicht erhöhen, in denen die Druckfarbe aufbaut, um die Farbhärte zu reduzieren. Jedoch darauf achten, dass die Vorderkante der Druckplatte noch Druckfarbe trägt. Dabei aber die Blasvorrichtung einschalten, um Emulgierprobleme zu vermeiden.
  • Starke Emulgiererscheinungen in den Farbwerken vermeiden. Bei „normalem“ Alkoholzusatz vermindert sich die Gefahr des Tonens. Tonen ist ein ernsthaftes Thema, wenn im UV-Druck der Alkoholgehalt gesenkt werden soll. Tonen führt zu Farbaufbau auf den nicht druckenden Stellen des Gummituchs und Druckzylinders. Ablagerungen getrockneter UV-Farbe lassen sich nur schwer entfernen, und der Farbaufbau kann den Anpressdruck zwischen Druck- und Gummizylinder verändern. Hier sollte der Lieferant nach abgestimmten Feuchtmitteln gefragt werden. Wenn möglich, sollte die Zwischentrocknung vermieden werden. Abhilfe bringt auch eine verbesserte UV-Abschottung zum Gummizylinder.
  • Verbesserter UV-Wechselbetrieb mit reduziertem Alkohol. Es sollten gute Feuchtmittel verwendet und der Alkoholgehalt auf 5 Prozent reduziert werden. Die Wassertemperatur ist konstant bei 16 °C zu halten. Wenn erforderlich, Farbwalzenblaseinrichtung einsetzen. Die Temperatur der Farbwerktemperierung auf 2 °C über dem Kondensationspunkt im Farbkasten (etwa 23 °C) anheben.
  • Verbesserung des UV-Drucks bei hoher Geschwindigkeit. Wasser in den Farbwerken so weit wie möglich minimieren, aber darauf achten, dass die Vorderkanten der Platten noch Druckfarbe tragen. Die Temperatur der Farbwerktemperierung auf 2 °C über dem Kondensationspunkt im Farbkasten (etwa 23 °C) anheben. Sofern notwendig, die Farbwalzenblaseinrichtung einsetzen, um Emulgierprobleme zu vermeiden. Entsprechend dem prozentualen Anteil der UV-Produktion sollten die entsprechenden Verbrauchsmaterialien abgestimmt werden (Walzen und Gummitücher).
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