Was bei der UV-Produktion beachtet werden sollte


Richtige Weiterverarbeitung von UV-Druckprodukten

Praxistipps. UV-Druckerzeugnisse können praktisch sofort weiterverarbeitet werden. Wegen der Bandbreite der verfügbaren Lacke ist es jedoch wichtig, ihre Eignung für die Weiterverarbeitung und den finalen Einsatzzweck zu prüfen. Neue Kombinationen von Verbrauchsmaterialien sollten stets vorab auf ihre Eignung für die Weiterverarbeitung geprüft werden.

  • Stanzen und Prägen: Erfordert elastische UV-Lacke und kontrollierte Schichtdicken. Zu vermeiden sind das Nuten und Falzen in dunklen Bildbereichen, da ein mögliches Abplatzen sofort sichtbar wird.
  • Heißfolienprägen: Verwendet werden sollten Lacke, die speziell hierfür formuliert sind. Geachtet werden sollte auch auf die passende Schichtdicke und Trocknung. Die Lacke sollten kein oder nur wenig Gleitmittel enthalten, das die Oberflächenhaftung der Folien beeinflusst. Nur minimale Bestäubungspudermengen verwenden.
  • Falzen und Nuten: Gute Substrathaftung ist eine entscheidende Voraussetzung für die Reissfestigkeit beim Falzen und Nuten. Zu vermeiden sind spröde Oberflächen. Der von der Hitze im Trocknungsprozess verursachte Feuchtigkeitsverlust führt dazu, dass Druckerzeugnisse etwas härter und brüchiger werden.
  • UV-Lacke müssen über eine ausreichende Elastizität verfügen.
  • Zu vermeiden sind das Nuten und Falzen in dunklen Bildbereichen, da ein mögliches Abplatzen sofort sichtbar wird.
  • Druckerzeugnisse sollten nach dem Lackieren der Bogen genutet werden, nicht vorher.
  • Nuten wird bei allen Substratgrammaturen über 150 g/m2  empfohlen.
  • Adäquate Umgebungsbedingungen und die abgestimmte Einstellung der Weiterver-arbeitungssysteme sind elementare Voraussetzungen für qualitativ gute UV-Produkte.
  • Kleben: Der Auftrag von Leim auf den UV-Lack führt zu unvorhersagbaren Ergebnissen. Am besten arbeitet man mit lackfreien Stellen für die Klebeflächen. Ist das nicht möglich, sollten die Eignung der Lacke und die erforderlichen Trocknungseigenschaften der Leime getestet werden. Es können hier konventionelle Hotmelt- und EVA-Leime eingesetzt werden. Die richtige Formulierung kann mit einem Lieferanten, der auf Leime spezialisiert ist, sichergestellt werden.
  • Klebegebundene Buchumschläge: Wenn die Umschlagaußenseite lackiert ist, sollte auch die Innenseite lackiert werden, um Welligkeiten zu vermeiden. Es ist wichtig, dass für das Verkleben des Buchblocks im Umschlag ein breiter Streifen lackfrei gelassen wird. Lackierte oder folienkaschierte Umschläge sollten am Buchrücken und im seitlichen Klebebereich genutet werden. Die Faserlaufrichtung des Umschlags sollte stets parallel zum Buchrücken verlaufen, auch wenn die Inhaltsbogen die falsche Faserlaufrichtung haben.
  • Laser-Überdruck: In aller Regel ist die Haftung des Überdrucks gut – außer bei UV- Lacken, die Gleitmittel enthalten. Dennoch verursacht die hohe Temperatur ein Farbaufbaurisiko auf den Fixierwalzen. Bestimmte Druckfarben mit geringer Wärmebeständigkeit können ausbleichen.
  • Inkjet-Überdruck: Da Inkjet-Tinten sowohl auf Wasser als auch auf Lösungsmitteln basieren können, muss ihre Haftung auf UV-Lacken vorab getestet werden. Oder es werden lackfreie Bereiche für den Überdruck gelassen. UV-Inkjet für die intelligente Mailingverteilung ist eine neuere Entwicklung.
  • Heißsiegelung: UV-Lack ist generell nur gegen PP (Polypropylen) beständig.
Seite « 1 | 2 | 3
Anzeige

Firmen-Suche


Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...