Wenn die Grenzen der Standardisierung im Offsetdruck erreicht sind, was tun?


Resümee. Es gibt im Hinblick darauf, die optimale Qualität zu erzielen, noch viel zu tun. Die ISO ist auch nicht als Gesetz zu verstehen, sondern als Empfehlung. Wer es besser machen kann, darf dies. Jedoch sollte man dies auch „verkaufen“, um im Streitfall gesichert zu sein. Die allermeisten Kunden stimmen optisch ab und betrachten die Norm nur als Leitfaden und Qualifizierung des Druckereibetriebes. Es gibt viele Lösungen, um das Ergebnis zu optimieren. Sei es mit Reduzierung des Gesamtfarbauftrags, um Probleme der Trocknung, des Puders und der Weiterverarbeitung zu lösen. Oder der Einsatz von wenigen Korrekturen durch Kurven (flachste Kennlinien), um Tonwerte nicht zu zerstören und Abrisse zu vermeiden. Auch der Proof lässt sich optimieren, um mit optischen Aufhellern und anderen Farbstoffen, welche die Messung stören, deutlich besser umzugehen. Denn der Kunde schreibt das Papier vor, auf das gedruckt werden muss. An die Verwendung bestimmter Farben ist der Drucker oftmals gebunden, weil andere Fabrikate (auch noch ISO) in seiner Maschine nicht laufen.
Alle diese Punkte kann man analysieren und daraus bessere Druckbedingungen und eine bessere Qualität ableiten. Die Druckmaschine ist der teuerste Arbeitsplatz im Workflow. Hier muss es „laufen“. „Probieren und Experimentieren“ sind zu teuer! Wenn es bei der Standardisierung und dem PSO in Ihrem Hause zu Differenzen kommt, verbessern Sie die Qualität durch Optimierungen in den beschriebenen Bereichen. Die technischen Berater der Verbände helfen dabei neutral und unabhängig von Produkten.

Autor: Bernd-Olaf Fiebrandt, Leiter Abteilung Technik, VDM in Baden-Württemberg

Erschienen in DD 2/2010

Seite « 1 | 2 | 3 | 4
Anzeige

Firmen-Suche


Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Deutliche Passerprobleme und Streifenbildungen bei den Druckmustern von Landa.

Landa: viel Show um Nichts?

Wie bereits 2012 glänzt Landa Digital Printing auch auf der Drupa 2016 mit einer fulminanten Show. Die Ankündigungen, dass die Nanografie qualitativ neue Maßstäbe setzen würde, hält aber keiner ernsthaften Betrachtung Stand. An keinem der von uns besuchten Drupa-Stände haben wir schwächere Druckmuster gesehen als bei Landa.
mehr

Zukunft des Digitalen ist Print

17 neue Internetseiten gehen in jeder Sekunde online und auf jeder von Ihnen werden riesige Mengen Content veröffentlicht. Ohne Zweifel: das World Wide Web und die Entwicklung der mobilen Devices haben das Mediennutzungsverhalten grundlegend verändert und die klassischen Medien in Bedrängnis gebracht. Und trotzdem liegt die Zukunft des Digitalen im gedruckten Produkt, ist sich Andrew Davis sicher.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die zehn schönsten Malbücher für Erwachsene

Malbücher für Erwachsene erobern derzeit weltweit die Bestseller-Listen. Spätestens nach dem Erfolg des Malbuchs "Mein verzauberter Garten"der Schottin Johanna Basford war der Trend bei Erwachsenen angekommen, die auf der Suche nach Entspannung nach dem Buntstift greifen. In unserem Ranking haben wir die zehn für uns schönsten Malbücher zusammengestellt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Veranstaltet Ihr Unternehmen eine Mitarbeiter-Weihnachtsfeier?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...