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Automation und Ergonomie für den Schneidprozess

Volkmar Assmann, Geschäftsführer der Firma Baumann Maschinenbau in Solms.

Schneidsysteme. Die Bedienung von Schneidmaschinen und Rüttlern stellt für die Mitarbeiter in der Weiterverarbeitung meist eine große körperliche Belastung dar. Die Investition in Automatisierung und ergonomische Zusatzaggregate ist daher nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten zu sehen

Das Spektrum der Baumann Maschinenbau (Solms) umfasst komplette Schneidsysteme und Stapelwender für Druckereien, Buchbindereien und Papierfabriken. Deutscher Drucker sprach mit Geschäftsführer Volkmar Assmann über das Produktprogramm, Neuheiten und Ziele für die Zukunft.

DD: Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Produktprogramm und die wesentlichen Unterschiede beziehungsweise Einsatzgebiete.

Volkmar Assmann: Die von uns vertriebenen Wohlenberg-Schnellschneider sind für die Verarbeitung unterschiedlicher Materialien, beispielsweise Papier und Karton, aber auch Offsetplatten oder Ähnliches, geeignete Maschinen. Sie sind in den Schnittbreiten von 76 bis 225 cm erhältlich und können als Einzelgerät oder als Schneidsystem eingesetzt werden. Dabei erfolgt die Programmerstellung menügeführt und deckt eine Vielzahl unterschiedlicher Schneidaufgaben ab, wie zum Beispiel Einzelschnitt, Programmschnitt, Repetieren, Pressen ohne Schnitt oder die automatische Ist-Wert-Übernahme. Ab einer Schnittbreite von 115 cm werden alle Maschinen mit einer Steuerung ausgestattet. Dabei sind sämtliche Bedienfunktionen in einem 19-Zoll-Farbdisplay mit eindeutigen Symbolen integriert.

DD: Welche Optionen bietet Baumann, um die Arbeit an den Schneidemaschinen für die Bediener ergonomischer und effizienter zu machen?

Assmann: Ergonomie beginnt für uns mit der einfachen Bedienung und der optimalen Position der Bedienelemente. Ergonomie ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Argument. Hohe Produktivität ist nur der halbe Weg, wenn man die Ergonomie nur ungenügend berücksichtigt. Besonders deutlich wird das beim vollautomatischen Vierseiten-Beschnitt. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, den der Bediener gerne macht, weil er körperlich weniger anstrengt. Es kommt hinzu, dass der Vier-Seitenschnitt manuell in der Regel schneller ist als der automatische Prozess. Während dieser Vorgang automatisiert wird, verlangt man vom Bediener, dass er das Schütteln manuell erledigt und zusätzlich alle anderen Nebentätigkeiten übernimmt. Das sind enorme Gewichte, die bewegt und viele Kilometer, die in einer Schicht zurückgelegt werden – in Zahlen können das bis zu 20 t/Schicht sein, die der Bediener manuell schütteln muss. Das vollautomatische Schütteln mit dem BASA-System automatisiert diese körperlich schwere Arbeit. Neben höherer Produktivität entlasten wir den Bediener in einem Umfang, wie dies noch vor vier oder fünf Jahren nicht vorstellbar gewesen wäre.

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