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Klebstoffaspekte für grafische Anwendungen in der Praxis

Klebegebundene grafische Produkte: Typische Beispiele für die Klebebindung.

Klebstofftechnologie. Hard- oder Softcover, Broschüre oder Zeitschrift – jedes Produkt und jedes Verfahren erfordert seine spezielle Klebstofftechnologie. Ein Überblick über die einzelnen Verfahren sowie deren Vor- und Nachteile.

In der Druck weiterverarbeitenden Industrie findet man alle Klebstoffsysteme, die für die Klebung von Papier geeignet sind. Dort wo sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren durch höhere Maschinenleistungen, neue Druckverfahren und neue Papierqualitäten – zum Beispiel mit hohem Sekundärfaseranteil – deutlich verändert haben, sind Klebstoffsysteme entwickelt worden, die die schwieriger zu klebenden Papiere auch bei schnelleren Produktionsabläufen sicher kleben können.

Klebstofftypen. Für das Klebebinden, das Ableimen fadengehefteter Buchblocks, das Herstellen von Buchdecken, das Einhängen der Buchblocks in die Buchdecken und für viele weitere Anwendungen haben sich fünf Klebstofftypen bewährt: Glutinklebstoffe, Dispersionsklebstoffe, Schmelzklebstoffe, Reaktive Polyurethanschmelzklebstoffe und Dual-Cure-Klebstoffe.

Einsatzfaktoren. Um festzustellen, welcher Klebstoff eingesetzt werden soll, muss man alle am Prozess beteiligten Faktoren betrachten und den Klebstoff optimal darauf abstimmen. Die wichtigsten Faktoren sind hierbei das Material, das heißt das Papier, das geklebt werden soll und die Druckweiterverarbeitungsanlage als solche. In der Tabelle werden die wichtigsten Eigenschaften der fünf Systeme, die für das Klebebinden eingesetzt werden, miteinander verglichen.

Glutinklebstoffe. Aufgrund der hohen Anforderungen, die heute an klebegebundene grafische Erzeugnisse gestellt werden, werden Glutinklebstoffe für die Klebebindung so gut wie nicht mehr eingesetzt. Sie haben aber auch heute noch einen festen Platz bei der Herstellung von Buchdecken. Für den Bereich der grafischen Industrie werden Glutinleime in Form von Gallerten eingesetzt, die bei Temperaturen von circa 50° C bis 70° C verarbeitet werden. Beim Abkühlen, der bei Verarbeitungstemperatur flüssigen Produkte, erreicht man durch den Sol-Gel-Übergang ein sehr schnelles Abbinden des Klebstoffes, wodurch eine hohe Produktionsgeschwindigkeit erreicht wird. Das Adhäsionsspektrum von Glutinleimen ist jedoch gewöhnlich nicht sehr breit, sodass nur leicht zu klebende Materialien mit ihnen geklebt werden können.

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