In den Umschlag und zur Post


Die Autoset 18 von MB Bäuerle ist über verschiedene Baugruppen an individuelle Anforderungen anzupassen.

Kern. Die Schweizer Hersteller und ihre deutsche Vertriebstochter Kern GmbH in Bensheim bieten diverse Modelle in Leistungsbereichen zwischen 4000 und 22000 Kuvertierungen pro Stunde an. Die Kern 3500, ein integriertes System, verarbeitet Einzelblatt, Endlosstapel oder Rollen, wobei die Geschwindigkeit je nach Anwendungszweck bis zur Höchstleistung von 22000 stufenlos einstellbar ist. Zwei Eingänge, bis zu zwölf Beilagen, Kuvertformate von C6 bis B5 und eine Verpackungsdicke von maximal 6 mm gehören zu den Merkmalen.

Ebenfalls ein ganzes System ist die Kern 2600. Es ist in der Lage, bis zu 16000 Umschläge pro Stunde zu verarbeiten und deckt dabei Formate von C6 bis B5 ab. Bei der Entwicklung der Kern 2600 wurde großer Wert auf die einfache Bedienbar­-keit aller Elemente gelegt. Als Bedienelemente kommen in der Kern 2600 vermehrt Touchscreens zum Einsatz. Diese werden zusätzlich zur Hauptbedienkonsole auch bei den einzelnen Modulen des Systems eingesetzt. Die verschiedenen Touch- screens basieren auf der gleichen Software. Mit dem Kuvertiersystem Kern 4000 werden große Umschlagformate bis B4 verarbeitet. Das modulare Maschinenkonzept transportiert den Druck-Output auch über mehrere Eingangskanäle ab Einzelblatt oder Endlos über weitere Module wie Gruppierstation, Sammelstation und Wendemodul zur Kuvertiereinheit. Das Kuvertiersystem Kern 4000 ermöglicht die Verarbeitung von zweibahnig ausgedruckten Formularen. Vorteile: großformatige Sendungen ohne Falz, viele Varianten bei der optischen Lesung, Eignung für den Mehrschichtbetrieb durch solide Konstruktion. Kern 4000 verarbeitet bis zu 4000 Kuvertierungen/h, wobei bis zu zwölf Beilagen möglich sind. Das Kuvertformat: C6/5 bis B4. Die Verpackungsdicke kann bis zu 13 mm betragen. Als Universalsystem bezeichnet Kern sein System 4300. Es kann Formate von C6/DL bis B4 bei einer Leistung von bis zu 10000 Produkten pro Stunde verarbeiten, wobei nahezu alle Produkte wie Zeitschriften, Coupons, Scheckhefte, CDs und vieles mehr zu verarbeiten sind. Möglich wird dies durch Schiebe- und Rotationsanleger sowie durch die Besonderheit, einen Rotationsanleger um 90° drehen zu können.

MB Bäuerle. Mit der Autoset 18 bietet MB Bäuerle eine Kuvertieranlage an, die sich aus Baugruppen zusammensetzt und durch unterschiedliche Ausstattung den jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. In der minimalen Ausstattungs-Variante wird die Maschine zum Kuvertieren einer vorgegebenen Anzahl von Beilagen genutzt. Durch Erweiterung mit Zuführsystemen für Blattware oder Endlosmaterial kann die Anlage als Einfach- oder Doppelsystem arbeiten und zur Realisierung komplexer Aufgaben genutzt werden. Als Doppelsystem ist unter anderem die gemischte Verarbeitung von Einzelblättern und/ oder Endlosformularen möglich. Für die Dokumentenzuführung stehen Module zum Sammeln beziehungsweise zum Sammeln mit Falzen zur Verfügung. Die Dokumentenstrecke der Kuvertiersysteme ist modular aufgebaut und von zwei auf zwölf Beilagenstationen erweiterbar. Als Beilagenanleger können – abhängig von der Beschaffenheit der Beilagen – Sauganleger, Friktionsanleger oder Rotationsanleger eingesetzt werden. Das Spektrum der Materialien, die verarbeitet werden können, ist groß. Optional lassen sich auch Adressier- und Frankiermodule in das System integrieren. Die Maximalleistung beträgt 18000 Takte/h.

Für Anwendungen, die einen noch höheren Output verlangen, bietet MB Bäuerle das Kuvertiersystem Autoset XT an. Mit diesem ist eine Dokumentenverarbeitung mit einer Maximalleistung von bis zu 23000 Takten/h möglich. Mit der neuen Kuvertiermaschinenbaureihe Autoset B4 stellt MB Bäuerle in Kürze ein ganz neues System vor, das sich durch Variabilität und Bedienkomfort auszeichnen soll. Das Kuvertiersystem verarbeitet dabei sämtliche Formate von DIN lang bis B4. Herausragendes Merkmal der Autoset-Baureihe ist die durchgehende Automatisierung. Ein Touchscreen-Display ist die interaktive Bedienerschnittstelle. Von hier aus werden alle Einstellungen vorgenommen. Piktogramme zur Bedienerführung sollen die Arbeit leicht machen. Störungen im Arbeitsablauf werden über Symbole oder Klartext angezeigt. Auch Angaben über den Bearbeitungs- oder Betriebszustand des Systems beziehungsweise Statistik- und Diagnose-Informationen sind jederzeit abrufbar. Alle Einstelldaten für Wiederholjobs – etwa für das Code-Lesen, Sammeln, Falzen, Formateinstellungen, Geschwindigkeiten, Kontrollfunktionen können gespeichert und in kurzer Zeit wieder eingestellt werden. Die bei Jobwechseln allgemein erforderlichen manuellen Einstellungen laufen bei Autoset automatisch ab. Ein Antippen genügt zum Auf­rufen eines Jobs, und die Einstellautomatik übernimmt das Einrichten an den Modulen. Alle Stationen lassen sich zur Eingabe des Formates zudem separat anwählen. Sensoren zur Doppel- beziehungsweise Fehlblattkontrolle, zur Füllmengenüberwachung der Magazine sowie zur Laufkontrolle befinden sich in jeder Station und sollen einen sicheren Maschinenlauf garantieren. Eine selektive Beilagenzuführung sowie Tandembetrieb ist über alle Stationen möglich.

Transpromo – Werbung mit größeren Erfolgschancen 

Transpromo – ein Begriff, zusammengesetzt aus Transaktion und Promotion – ist derzeit in aller Munde. Das so genannte White-Space-Marketing bietet neue Chancen für personalisierte Werbekampagnen, speziell für den Energie-, Finanz- und Telekommunikationsbereich. Durch Zusammenführung von Transaktionsdokumenten und Direct Mailings zu einem Dokument profitiert der Werbende von zwei Effekten. Die Rechnung beziehungsweise den Kontoauszug zeichnet aus, dass man diese Dokumente lesen muss, was ja das Ziel einer jeden Direktmarketingkampagne ist. Studien hierzu haben ergeben, dass sich Empfänger mit dem (mehrmaligen) Lesen und Prüfen solcher Dokumente durchschnittlich mehr als drei Minuten befassen. Die so genannte „ugim-Quote“ (ungelesen-im-Müll) ist äußerst gering, zudem werden beispielsweise Rechnungen häufig über einen längeren Zeitraum aufbewahrt. Durch die Einbindung von Eigenschaften eines Direct Mailings in das Transaktionsdokument werden andererseits der Kontoauszug oder die Rechnung übersichtlicher, optisch ansprechender (zum Beispiel durch Farbigkeit) und damit werbewirksamer. Für den Erfolg einer Transpromo-Aktion wird die passende Technologie benötigt. Dies betrifft insbesondere den Druckprozess, da hier mit dem Wandel vom Schwarzweiß-Druck hin zum vollfarbigen Digitaldruck ein großer Umbruch vollzogen wird. Doch auch im Bereich der Postbearbeitung muss die richtige Technik zum Einsatz kommen. Transpromo-Aussendungen verlangen beispielsweise ein Höchstmaß an Sicherheit, das heißt die Dokumente müssen mit Datamatrix- oder anderen Codes versehen werden. So lassen sich beispielsweise die Kuvertiersysteme der Baureihe Autoset von MB Bäuerle dafür mit verschiedenen Kamerasystemen für alle üblichen Lesungen wie zum Beispiel OMR, Barcode oder Datamatrix ausstatten. Fehlerfreies Arbeiten bei personalisierter Kuvertierung soll dabei durch intelligente Satzverfolgung garantiert werden. Überwachungs- und Kontrolleinrichtungen verfolgen jedes Dokument über die gesamte Wegstrecke. Jederzeit ist bekannt, an welcher Stelle sich ein Dokument befindet und welche Beilage aus welcher Station dem individuellen Satz zuzuführen ist. Die Tatsache, dass die Mehrzahl der Verbraucher trotz der zunehmenden elektronischen Kommunikation ihre Kontoauszüge und Finanzbelege weiterhin in Papierformat lesen wollen, eröffnet der neuen Werbeform des White-Space-Marketings und somit auch der dafür notwendigen Technologie eine vielversprechende Zukunft mit den dazugehörigen Wachstumsmöglichkeiten.

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