In den Umschlag und zur Post


Das leistungsstarke System von Pitney Bowes, die DPS 400, kuvertiert mit bis zu 20000 Takten/h.

Pitney Bowes. Pitney Bowes (Heppenheim) bietet zahlreiche Lösungen vom Bürosystem für Selbstständige bis zum Produktionssystem für Dienstleister. Doch auch für Druckereien und Lettershops hat das Unternehmen mehrere Varianten anzubieten. DPS 150 heißt die Einstiegslösung – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12000 Takten/h und ausgelegt auf die Formate DL bis C4. Mit dem Modell DPS 250 bietet das Unternehmen eine auf Flexibilität ausgerichtete Lösung mit einer großen Auswahl an Zuführmodulen, die den Anforderungen des Benutzers angepasst werden können. Die Maschine verarbeitet DL- bis C4-Formate, allerdings liegt hier die Maximalgeschwindigkeit bei 16000 Umschlägen/h.

Das leistungsstärkste Produkt der Serie ist die DPS 400, die mit bis zu 20000 Takten pro Stunde Kuverts von DL bis C5 verarbeitet. Alle Maschinen können mit Rotations-, Friktions- und Shuttle-Feedern in beliebiger Kombination ausgestattet werden, was die Verarbeitung unterschiedlicher Beilagen wie Kataloge oder CDs ermöglicht. Funktionen wie das Erkennen von doppelten Produkten oder Zuführungsfehlern erfolgen automatisch. Trotz Komplexität sollen die Systeme einfach zu bedienen sein: Beilagenanleger und Transportführungen werden über Handräder bedient, kontrolliert wird das System über einen Touch­screen. Übersichtliche Fehlermeldungen ermöglichen bei Störungen eine eigenhändige Wartung.

Neopost. Das Neopost-Kuvertiersystem DS-1000 wurde für hohe Kuvertiervolumen entwickelt – von einigen hundert Briefen am Tag bis zu ununterbrochener Produktion rund um die Uhr. Zu den herausragenden Merkmalen gehört laut Neopost ein Touchscreen-Bildschirm zur Systemsteuerung, bis zu 8000 Kuvertierungen/h, bis zu 8 mm Packstärke des Kuvertiergutes, ein bis acht Zuführmodule mit insgesamt bis zu 16 Stationen, unbegrenzte Anzahl an speicherbaren und benutzerdefinierten Kuvertierprogrammen, OMR, Bar-, 2D-Matrix-Code-Lesung optional, Verarbeitung von bis zu 6 mm dicken Beilagen, vollautomatische Falz- und Kuvertiereinstellungen, automatische Doppelblatt-Kontrolle und vielfältige Ausgangssteuerungsfunktionen. Mit der DS-1000 ist das Zusammenstellen von Dokumenten mit mehreren Seiten für einen Empfänger ebenso möglich wie das Aussortieren von Dokumenten für gesonderte Aktionen, die Codierung von zusätzlichen Dokumenten, die dem Hauptdokument zugeordnet werden müssen sowie eine Codierung zum Zusammenführen von personalisierten Dokumenten verschiedener Stationen mit elektronischer Überwachung von Dubletten. Hinzu kommt die Codier- und Sortierfunktion nach Postleitzahlen mit gleichzeitiger Stapelung und Aussortierung.

Die größere Variante, das Neopost-Kuvertiersystem DS-1200, ist zusätzlich für Höchstgeschwindigkeit ausgelegt. Es arbeitet mit einer Taktleistung von 12000 Kuvertierungen/h. Durch ein Baukastensystem soll gewährleistet werden, dass die Geschwindigkeit auch bei komplexen Anwendungen auf hohem Niveau bleibt. Bedingt durch die Integration von verschiedenen Mechanismen soll Sicherheit gewährleistet werden. Die Maschine speichert jeden Arbeitsschritt in einem Protokoll. So ist in einem Fehlerfall sofort erkennbar, was passiert ist. Die Maschine gibt dem Bediener genaue Hinweise, was getan werden muss, um den Fehler zu beheben. Neu bei der DS-1200 ist auch die Multi-Code-Lesung. Damit können mit einem Lesekopf Dokumente mit OMR-, BCR-, 2D-Matrix- oder OCR-Code gelesen werden.

Personalisierte Neukundenansprache ist möglich 

Am Ende einer Mailingproduktion steht der Versand, für den eine Reihe von Dingen beachtet werden müssen, um die Produkte schnell und zuverlässig zum Endkunden zu bekommen. Deutscher Drucker sprach mit Oliver Reinke, Geschäftsführer Deutsche Post Direkt GmbH, einem auf Adressmanagement spezialisierten Tochterunternehmen der Deutschen Post, über die Voraussetzungen.

Deutscher Drucker: Welche Trends beeinflussen aus Sicht der Deutschen Post die Mailingproduktion? Gibt es neue Richtlinien hinsichtlich der Zustellung?

Oliver Reinke

Oliver Reinke: Im September vergangenen Jahres ist die Datenschutznovelle in Kraft getreten. Seitdem zeichnen sich im Dialogmarketing vor allem zwei Tendenzen ab: Zum einen wurde die Bestandskundenansprache über alle Branchen hinweg intensiviert. Zum anderen wird ein Teil der personalisierten Neukundenwerbung durch un- und teiladressierte Sendungen ersetzt. Hintergrund ist, dass viele Unternehmen durch die neuen datenschutzrechtlichen Bestimmungen verunsichert sind, die sich auf personenbezogene Daten und damit auf personalisierte Mailings beziehen. Zwar gilt jetzt grundsätzlich eine Einwilligung der Adressaten in die Verwendung ihrer Daten zu Werbezwecken. Aber: Keine Regel ohne Ausnahme. Dass die personalisierte Neukundenansprache weiterhin möglich ist, wenn beispielsweise Änderungen bei der Übermittlung der Zielgruppenadressen beachtet werden und datenschutzrelevante Hinweise ins Mailing eingedruckt werden, ist vielen Unternehmen noch immer nicht bekannt.

DD: Haben diese Entwicklungen Auswirkungen auf die Druckbetriebe/Mailingspezialisten hinsichtlich neuer zum Beispiel Regularien oder Vorschriften, die wiederum Investitionen bei diesen Betrieben nach sich ziehen würden?
Reinke: Auch ein halbes Jahr nach der Datenschutznovelle gehört die rechtssichere Umsetzung der ins Mailing einzudruckenden Hinweise zum Werbewiderspruch und zur verantwortlichen Stelle zu den größten Herausforderungen. Als Adressdienstleister mit hohem Qualitätsanspruch informiert Deutsche Post Direkt über diesen Sachverhalt, bietet Formulierungsvorschläge an und prüft anhand eines Mustermailings die Umsetzung. Dadurch läuft dann auch die Abwicklung im Lettershop reibungslos. Außerdem hat die Nachfrage nach Dienstleistungen zur Bereinigung und Aktualisierung von Bestandskundenadressen stark zugenommen. Viele Kunden beauf­tragen ­diese Leistungen direkt bei Adressdienstleistern wie Deutsche Post Direkt. Manche wünschen eine Abwicklung durch ihren Lettershop – auf postgeprüfte Adressen muss auch dann nicht verzichtet werden. Denn Deutsche Post Direkt bietet Lettershops unter anderem Kooperationsmodelle für Bereinigungsleistungen. Die Abrechnung erfolgt dann direkt mit dem Kunden des Lettershops.

DD: Wie muss denn die perfekte Werbeaussendung aussehen?
Reinke: Die perfekte volladressierte Werbung wendet sich mit dem richtigen Angebot und der richtigen Ansprache zur richtigen Zeit an den richtigen Adressaten unter dessen richtiger Anschrift. Zudem berücksichtigt sie postalische Anforderungen, zum Beispiel in puncto Maschinenlesbarkeit und -fähigkeit. Nicht zuletzt beinhaltet sie einen Hinweis zum Werbewiderspruch und gegebenenfalls zur verantwortlichen Stelle.

Erschienen in DD 12/2010

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