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So lassen sich Probleme beim Verarbeiten digital gedruckter Produkte vermeiden

Vorheriges Rillen verhindert das Aufbrechen des Toners am Falz: die Balkenrillmaschine Pit Stop DH inline mit der Prestige Fold Net 52.

Falzen. Trockenes Papier, empfindliche Oberflächen, statische Aufladung – das sind die Besonderheiten, mit denen die Druckweiterverarbeitung bei digital bedruckten Bogen zu kämpfen hat. Zudem fehlen dem Maschinenbediener oft die fundierten Kenntnisse über das Metier. Dementsprechend ist eine Technik von Vorteil, die möglichst viele dieser Probleme von vornherein zu vermeiden hilft.

Digitaldruck versus Offsetdruck? Diese Frage sollte heute so nicht mehr stehen, denn innerhalb der Printindustrie hat der Digitaldruck längst seinen Platz gefunden. Die kostengünstige Fertigung von Printprodukten ist das Maß, mit dem sich jeder Drucker messen lassen muss. Er muss letztendlich entscheiden, welches Verfahren die beste Lösung für den jeweiligen Auftrag bietet.

Und nach dem Druck? Doch die Produkte des Digitaldrucks können nur so flexibel sein, wie es die Weiterverarbeitung ermöglicht. Wie sehen heute digital gedruckte Produkte aus? Das Spektrum reicht von einfarbig bedruckten Blättern, über farbige Flyer, Prospekte oder Zeitschriften mit individualisiertem Inhalt, personalisierte Einladungen bis zu Bedienungsanleitungen und Bordbüchern in der jeweils aktuellen Version und Sprache des Nutzers. Da im Digitaldruck jedes Produkt als Unikat gefertigt werden kann, ist die Weiterverarbeitung auf die speziellen Anforderungen auszurichten. Das kann bis zur Online-Verbindung zwischen Digitaldruckmaschine und Weiterverarbeitungsaggregaten gehen.

Doch nicht immer ist eine Online-Produktion die optimale Möglichkeit. Auch der Offline-Betrieb hat hier seine Berechtigung, denn dieser ist oft die variablere und ökonomisch günstigere Lösung. Eine Falzmaschine kann zum Beispiel aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit das Volumen mehrerer Digitaldruckmaschinen verarbeiten. Die Entscheidung, ob On- oder Offline ist somit vom Produkt und von der Arbeitsweise abhängig.

Mit der Übertragung der Farbe auf den Bedruckstoff endet der digitale Prozess. Doch das heißt nicht, dass hier die Probleme enden. Das Gegenteil kann der Fall sein, denn Farbe, Toner, Papier, Trocknung, Statik führen dazu, dass vieles nicht so ist, wie man es aus der Verarbeitung im Offsetdruck kennt. Oft treten Probleme auf, weil die aus dem Digitaldruck resultierenden Besonderheiten bei der Weiterverarbeitung nicht bedacht beziehungsweise unterschätzt werden. Der Digitaldruck verändert somit auch diesen Prozess. Zwar nicht grundsätzlich, denn geschnitten, gefalzt, geheftet, geklebt oder gebunden wird weiter nach den bekannten Wirkprinzipien, doch durch spezielle Anforderungen und veränderte Verfahrensschritte ist eine Neuorientierung er­forderlich.

Höhere Investitionen. Digitaldruck bedeutet nicht nur Investitionen in Vorstufe und Druck, sondern meist auch in die Weiterverarbeitung. Der Grund dafür ist, dass die klassische Trennung von Druck und Weiterverarbeitung im Digitaldruck mehr und mehr verloren geht. Was in kürzester Zeit gedruckt wird, muss auch in kürzester Zeit ausgeliefert werden, sodass meist keine Zeit bleibt, die Verarbeitung einem Buchbinder zu überlassen. Zusätzlich erfordern die Maschinen einen höheren Ausstattungsgrad, um den Problemen aus Farbauftrag, statischer Aufladung und Trockenheit des Bedruckstoffes entgegenzuwirken. Computergesteuerte Falzmaschinen von MB Bäuerle entsprechen durch Automatisierung und Bedienkomfort voll den Anforderungen dieses Marktsegmentes.

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29.07.2010
» Finishing von der Rolle

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