So lassen sich Probleme beim Verarbeiten digital gedruckter Produkte vermeiden


Die statische Aufladung der Papiere durch die digitalen Druckverfahren lassen sich durch Antistatik-Einrichtungen in der Falzmaschine eliminieren.

Computergesteuertes Falzen bedeutet, dass die wichtigsten Ein- und Umstellvorgänge nicht mehr manuell durchgeführt werden müssen. Durch eine Software werden die Einstellungen errechnet und automatisch vorgenommen. Die wichtigsten Standardfalzarten sind fest programmiert, alle anderen Falzarten sind frei programmierbar. Wiederholaufträge können abgespeichert und bei Bedarf automatisch eingerichtet werden. Auch die Falzwalzeneinstellung erfolgt durch Computerunterstützung.

MB Bäuerle baut computergesteuerte Falzmaschinen mit unterschiedlichen Einlaufbreiten. Für den Digitaldruck sind die Maschinen mit 52 cm Einlaufbreite prädestiniert. Hier können A3-Bogen, das typische Format für den Digitaldruck, längs oder auch quer (für eine vorherige Rillung) verarbeitet werden. Die Falzmaschine Prestigefold Net 52 beispielsweise kommt durch die Automatisierung vom Anleger bis zur Auslage dem Bedienkonzept des Digitaldrucks sehr nahe. Aber auch durch die Formatspanne von 10 x 12 cm bis 52 x 85 cm, die Falzlänge von 3,5 bis 48 cm und die Möglichkeiten von Zusatzeinrichtungen (Fensterfalz­taschen, Leimeinrichtungen, Perforier- und Schneidwerkzeuge, Taktköpfe zum Schneiden oder Perforieren, Leseeinrichtungen) sind für den Einsatz im Digitaldruck weitere wichtige Kriterien erfüllt.

Online-Falzsysteme. Wird die Falzmaschine zur Herstellung bestimmter Produkte eingesetzt, kann eine direkte Online-Anbindung an die Druckmaschine die günstigste Lösung sein. Die Übernahme der Bogen vom Drucksystem beziehungsweise Schneider in die Falzeinheit erfolgt durch spezielle Ausrichttische. Diese unterscheiden sich durch ihre Baugröße und Ausstattung. Der größte Ausrichttisch (ART 52: entspricht 52 Zoll) kann Bogen bis zu einer Länge von 132 cm ausrichten und ist für die Buchproduktion optimal. Die eingeschränkte Rollenbreite der Drucksysteme erfordert dieses lange Bogenformat, damit trotz der schmalen Rollen eine große Seitenanzahl je Signatur möglich ist. Es können Signaturen von 8 bis 32 Seiten gefertigt werden. Eine andere Möglichkeit zur Bogenübernahme bietet zum Beispiel der Doppelausrichttisch DAT 24. Er ist für Bogenlängen von 24 Zoll ausgelegt und kann durch ein linkes und rechtes Ausrichtlineal zweibahnige Produktion fahren. Dabei werden die Bogen nebeneinander ausgerichtet und gefalzt. Auch eine Drehstation ist für diese Produktionsart interessant. Hier können Bogen während des Transports um 90° gedreht werden, sodass eine Richtungsänderung ohne einen Schrägrollentisch möglich ist.

Anforderungen an Verarbeitungstechnik 

Um die Vorteile des Digitaldrucks wirklich nutzen zu können, sollten auch die Weiterverarbeitungsmaschinen folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Automatisierte Maschinen
  • Bedienkonzept sollte dem der Digitaldruckmaschine ähnlich sein (Einstellungen auf  Knopfdruck)
  • Einfache Bedienbarkeit und logische Bedienerführung (oft ist der Digitaldruck­Operator auch für Weiterverarbeitungsmaschinen verantwortlich und hat selten fundierte Kenntnisse über die Druckweiterverarbeitung)
  • Kurze Rüst- und Stillstandszeiten (durch niedrige Auflagen erhöht sich die Anzahl der Jobwechsel)
  • Minimale Makulatur (Zuschuss wie im Offset gibt es nicht)
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29.07.2010
» Finishing von der Rolle


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