Weiterempfehlen Drucken

Auffallen, wo der Kunde ist

„Plakatwerbung sorgt für den Kaufimpuls im Umfeld des Point of Sale.“ Claudius von Soos, Plakatunion.

Plakate und Ambient-Medien kann man nicht wegzappen. Das erweist sich gerade in der Wirtschaftskrise von Vorteil, wenn Unternehmen in ihren Kommunikationsmaßnahmen verstärkt auf Absatzförderung setzen.   

Vor Auffahrunfällen auf den Straßen kann nur gewarnt werden, wenn Supermodels wie Gisele Bündchen, Mona Johannesson und Daria Werbowy ebenso leicht bekleidet wie großformatig für H&M werben. Mit Riesenpostern, so hoch wie Häuserfronten, schafft der schwedische Modehersteller immer wieder aufs Neue den ganz großen Auftritt. In diesem Jahr wichtiger als je zuvor. Institutionen wie der IWF, die OECD oder die Weltbank proklamieren für 2009 eine globale nachhaltige Wirtschaftskrise als Folge des US-Finanzdebakels. Auch für Deutschland prognostizieren die Wirtschaftsweisen einen historischen Konjunktureinbruch von etwa zwei Prozent. Doch der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft e.V. ZAW (Berlin) macht dennoch Hoffnung: So haben die deutschen Konsumenten laut des ZAW-Dossiers „Finanzkrise + Werbemarkt 2008/09“ im Gegensatz zu den Verbrauchern in den Vereinigten Staaten, Großbritannien oder Spanien immer noch Milliarden von Euro auf der hohen Kante. Die sie bei entsprechend attraktiven Angeboten auch auszugeben bereit sind. Ihre Kaufkraft ist nach einer Europa-Studie des Marktforschungsinstituts GfK (Nürnberg) von Platz elf (2007) auf den zehnten Rang (2008) gestiegen.

Aktionswerbung im nationalen Markenauftritt: Rodenstock wirbt per Händler-Eindruck vor Ort für den Abverkauf seiner Produkte.

Plakate erreichen Unerreichbare. Um der nur leicht gedämpften Lust am Konsum entsprechende Reize zu bieten, setzen Markenartikler deshalb zusehends auf plakative Auftritte. Den Aufmerksamkeitswert der oft mehr als 1000 Quadratmeter großen Riesenposter stellt schon aufgrund der puren Größe keiner in Frage. Abverkauffördernd wirkt Außenwerbung aber auch im kleineren Maßstab. Denn Plakate kann man nicht wegzappen. Diese Erkenntnis klingt banal, gewinnt aber in einer Situation, in der jeder Werbe-Euro zweimal umgedreht wird, für die Mediaentscheider verstärkt an Bedeutung. 87 Prozent der Bevölkerung sind täglich auf der Straße. Ein Plakat erreicht damit unaufhaltsam auch all die Menschen, die Radio nur nebenbei hören, TV-Spots unterdrücken und ihren Briefkasten als strikte Werbeverweigerungszone gekennzeichnet haben. „Durch knappere Ressourcen werden sich Produktmanager noch mehr am Return on Invest messen lassen und müssen sehr diffizil überlegen, wie sie ihre Werbebotschaft kommunizieren“, erläutert Stefanie Probstfeld, Corporate Communication Manager bei der Koblenzer AWK Außenwerbung. „Inhaltlich werden sich Werbebotschaften deshalb eher auf die Steigerung des Ab­-verkaufs als auf reine Imagewerbung konzentrieren. Dies kommt der Außenwerbebranche sicherlich zugute.“ 

Seite 1 | 2 | 3 | 4 »
Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Märkte

Download »Gedruckte Elektronik in der Praxis«

Biegsame Solarzellen, OLEDs und Fälschungsschutz: Wo wird gedruckte Elektronik schon großflächig eingesetzt?

Ob biegsame Solarzellen, interaktive Pharmaverpackungen oder geschwungene Displays im Autocockpit: Die gedruckte und organische Elektronik eröffnet einer Reihe von Branchen bislang noch ungeahnte technische und gestalterische Möglichkeiten. Aber – in welchen Bereichen wird Elektronik schon großflächig gedruckt und womit und worauf wird gedruckt? Das neue eDossier "Gedruckte Elektronik in der Praxis" gibt auf diese Fragen eine Antwort und wagt eine Prognose, wo künftige Märkte für gedruckte Elektronik liegen.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...