Auffallen, wo der Kunde ist


Kauf mich: Überlebensgroße Beck’s Ice-Flaschen fahren durch Hamburg und animieren zum Testkauf.

Plakatstandort per Zielgruppen-Pools. Speziell für den letzten Impuls vor dem Point of Sale bietet beispielsweise Ströer seine anbieterübergreifenden Plakatselektionen im Umfeld von Apotheken, Lebensmitteleinzelhändlern, Bau- und Getränkemärkten an. Dabei werden in den Zielgruppen-Pools die Stellen ausgewiesen, die besonders nah an den Verkaufspunkten liegen und somit das höchste Impulspotenzial bieten, darüber hinaus aber auch an den frequenzstärksten Zufahrtswegen liegen. Mit Hilfe der seit vorigem Jahr neuen Mediaanalyse Plakat können Planer ­darüber hinaus detailliert Zielgruppen, Werbeträger, Belegungs- sowie Kampagnengebiete auswählen und konkrete Medialeistungen für diese Kampagnen berechnen. „Ein ­großer Vorteil der Außenwerbung ist die Skalierbarkeit für jegliche Budgetgröße“, meint Jaroslav Zajicek von Ströer. „Schon ein einzelnes Plakat in der Zufahrt zum Getränkemarkt entfaltet seine Wirkung. Wenn die meist in der Umgebung lebende Zielgruppe hier regelmäßig vorbeikommt, ist dieser geringe Werbedruck durchaus ausreichend, um mit sehr geringen Streuverlusten das gewünschte Abverkaufsziel zu erreichen."

Nicht mit der Gießkanne. Geringe Streuverluste bei gleichzeitiger Direktansprache am Point of Interest – damit werben auch die Anbieter von Ambient-Medien. „Ambient-Media bedeutet weg von der Gießkanne und hin zu spitzen Zielgruppenansprachen. In Zeiten der Budgetkürzungen ein nicht zu unterschätzender Vorteil“, sagt Daniel de Juan, ­Geschäftsführer der Bielefelder Sit&Watch Ambient Media Group. Dadurch, dass Ambient-Medien direkt im freizeit-orientierten Lebensumfeld der Zielgruppen wirken, gewinnen Marken laut de Juan zudem einen positiven Imagetransfer, welcher sich im Absatz widerspiegele.

„Gerade Ambient-Medien haben – kreativ eingesetzt – die große Chance, absatzfördernd zu wirken“, ergänzt Sven Wucherpfennig, Geschäftsführer der Hamburger Alvern Media GmbH. „Die FMCG-Branche wird auch in diesem Jahr eine Vielzahl von neuen Produkten in den Markt bringen, die eben nicht nur durch klassische Werbung, sondern durch Mund und Nase, also Probierkäufe, im Markt bekannt ­gemacht werden.“ Mund und Nase genügend inspiriert hat offenbar der Lebensmittelkonzern Schöller, der im vorigen Sommer seine neue Eissorte Nestlé Extreme mit Türbeklebungen an Tankstellen bewarb. So verzeichneten die Tankstellen, an denen Schöller die Werbung geschaltet hatte, 58 Prozent mehr Abverkäufe der Eiskreation als die Stationen ohne Werbung. Den Sofortkonsum nach Werbekontakt ­ermöglicht so gut wie jede Ambient-Location. Getränkehersteller kommen in Szenelokalen auf ihre Kosten, Anbieter von Sonnenmilch in Schwimmbädern, an denen die entsprechende Marke dann auch verkauft wird. Das Verteilen von Pröbchen sorgt in Fitnessstudios, auf Golfplätzen oder aber in Schulen für das unmittelbare Produkterlebnis.

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