Der Kunde und die richtige IT spielen die Hauptrollen bei Cewe-Fotobüchern


Cewe Color produziert europaweit an zwölf Standorten. Neben den Systemen für die „normale“ Fotoentwicklung kommen für die Produktion der Cewe-Fotobücher Digitaldrucksysteme – insgesamt rund 50 an der Zahl – von HP, Kodak und Xerox zum Einsatz.

Wie bewerkstelligt Cewe Color also dieses riesige Aufkommen an Kleinstaufträgen? Fries erklärt: „Wir haben eine durchschnittliche Auflage von 1,4 Cewe-Fotobüchern pro Auftrag – das ist aus Sicht eines Druckers oder Buchbinders unvorstellbar. Aus Sicht eines Unternehmens, das es schon immer gewohnt war, Bilder zu produzieren, ist das etwas ganz Normales. Wir haben in der Spitze der Analogfotografie 3,4 Milliarden Bilder im Jahr in unserem Unternehmen gefertigt. Und ein Film liefert im Schnitt 30 Bilder. Das heißt, wir haben in unserem Unternehmen im Jahr 100 Millionen Aufträge abgewickelt. Von daher ist es für uns ganz normal, eine Vielzahl von kleinen Aufträgen zu produzieren. Unsere ganze DNA im Unternehmen, also ,wie tickt das Unternehmen, wie organisieren wir Prozesse?’, ist genau darauf ausgerichtet, solche kleinen Aufträge, Einzelaufträge, Kleinauflagen fertigen zu können. Diese unterliegen in der Summe aber trotzdem einem industriellen Prozess, weil das, was wir da tun, am Ende natürlich eine industrielle Produktionsstrecke ist.“

Herzstück IT

Den Dreh- und Angelpunkt in der Produktion eines Cewe-Fotobuches spielt aber nicht die Druckproduktion an sich, sondern die Gestaltungssoftware. Sie ermöglicht, dass selbst Computer-Laien auf schnelle und einfache Art und Weise ein Fotobuch gestalten können und ist auf Grund der euopaweiten Verbreitung in mehr als zwanzig Sprachen erhältlich. Wer sich weniger Automatisierung, dafür mehr individuelle Eingriffsmöglichkeiten bei der Gestaltung des Cewe-Fotobuches wünscht, für den ist die Software auch in einer Pro-Version verfügbar.

Für die Programmierung der Software und sämtlicher Workflow-Prozesse beschäftigt Cewe Color ein 150-köpfiges IT-Team. „Für uns hat IT eine ganz zentrale Rolle“, erklärt Fries, „und weil wir glauben, dass IT sowohl für die Gestaltungssoftware als auch für die Organisation unserer Prozesse ein wesentliches Differenzierungsmerkmal zu unseren Wettbewerbern ist, machen wir das zum größten Teil selbst. Wir entwickeln unsere eigene Gestaltungssoftware für unsere Cewe-Fotobücher, wir entwickeln eigene Workflow-Systeme, mit denen wir die Daten in die Produktion leiten, wir betreiben eigene Rechenzent-ren, in denen wir die Aufträge annehmen. Das ist alles unsere eigene Kompetenz. Wir halten es für zentral und wichtig, dass wir die Dinge in der eigenen Hand halten und immer wieder marktgerecht verändern und optimieren können.“
Zusätzlich beschäftigt Cewe Color eine Reihe von Gestaltern und greift auch auf externe Agenturen und Dienstleister zurück, um stetig neue Designs für die Gestaltung der Fotoprodukte anbieten zu können. So hat das Unternehmen zur letzten Photokina 2010 beispielsweise 3000 neue Designs für Grußkarten und 600 neue Designs für Foto-Kalender vorgestellt. Ähnliches gilt auch für das Cewe-Fotobuch, denn auch dieses muss nicht nur gestalterisch, sondern auch Software-technisch „mit der Zeit gehen“.

Die Cewe-Fotobücher werden in acht verschiedenen Formaten und mit 25 unterschiedlichen Einbänden angeboten. Das Zusammenführen von Inhaltsseiten und Cover, sei es Hard- oder Softcover – erfolgt nicht selten in Handarbeit.

Der Kunde darf mitreden

Neue Ideen für die Weiterentwicklung der Software und der Designs holt sich Cewe Color aber auch über den direkten Kontakt mit seinen in Summe weltweit 45000 Handelspartnern und Endkunden. Wie genau das funktioniert? „Auf unserer Seite www.cewe-fotobuch.de gibt es ein Forum, in dem wir viele Anregungen aufnehmen“, beschreibt Dr. Michael Fries. „Außerdem erhalten wir Anregungen von unserem Kundendienst. Natürlich gibt es allgemeine Markttrends und auch Wettbewerber, die man beobachtet; wir haben unsere Handelspartner, mit denen wir regelmäßig diskutieren, wie wir unser Produktspektrum weiterentwickeln können. Aus all diesen Einflüssen versuchen wir jedes Jahr, teilweise mehrfach im Jahr, unser Produktspektrum zu ergänzen, zu erweitern und neue Produkte anzubieten.“

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Ich glaube, in der Digitaldruck-Welt ist Software ein wesentliches Differenzierungsmerkmal.

Dr. Michael Fries

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Aber welches der vielen verschiedenen Cewe-Fotobücher der Bestseller sei, lasse sich, so Fries, auf Grund des breiten Spektrums mittlerweile nur noch schwer sagen. Natürlich erfreuten sich die typischen Cewe-Fotobücher, die im Bereich eines A4-Formates liegen, einer großen Nachfrage. Zum Portfolio gehören aber beispielsweise auch Kompaktpanorama-Bücher im Format A5 quer oder XXL-Cewe-Fotobücher im Format DIN A3 hochkant oder quer. „Wir fertigen diese Produkte im Digitaldruck, hochglanzveredelt oder Matt und auf Fotopapier. Wir bieten Hardcover-Bücher, Softcover-Bücher, Bücher oder Produkte mit Rückendrahtheftung – bei einem so vielfältigen Produktspektrum lässt sich kein ,Hero’ ausmachen. Aber es ist ja auch die große Breite des Gesamtsortiments, die für die Konsumenten entscheidend ist“, fasst Fries zusammen.

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