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Der Mix aus Print und Online macht's: So viel Druck braucht der Music Store Professional

Beitrag aus DD 11/2010 zeigt, welchen Bedarf an Druckprodukten ein Musikhaus hat
 

Rainer Höfer, Assistent der Geschäftsleitung im Music Store, ist auch Ansprechpartner für die Abwicklung der Druckaufträge des Musikhandelsriesen.

Mit einem Bestand von 50.000 verschiedenen Artikeln, über 400 Mitarbeitern und knapp 100 Mio. Euro Jahresumsatz gehört der Kölner Music Store Professional zu den größten Musikhäusern Europas. Diese riesige Auswahl an Instrumenten, Verstärkeranlagen und Lichttechnik muss kommuniziert werden. Eine hauseigene Werbe­abteilung sorgt für die Gestaltung des Haupt-Printprodukts, den Katalog. Aber „online“ ist nicht aufzuhalten ...

Der gesamte Fachhandel in Deutschland leidet wie viele andere Wirtschaftszweige auch unter den Nachwirkungen der großen Banken- und Versicherungscrashs der zurückliegenden beiden Jahre. Der Musikfachhandel ist hier keine Ausnahme. Doch profitiert er von einem Trend, der sich gerade in der Musikszenerie in letzter Zeit entwickelt hat: Er verfügt über ein theoretisch hohes Kundenpotenzial. Denn noch nie war das In­teresse an Musik und am Musizieren so groß wie heute. Und es wird anscheinend immer größer. Dafür sorgen die vielen Musikinterpreten aus dem In- und Ausland, die mit ihren Produktionen die Hitparadencharts stürmen und den Markt geradezu mit Ton- und Videoträgern überschwemmen beziehungsweise heute zunehmend Internet-Download-Möglichkeiten anbieten.

Das animiert nicht nur zum Mitmachen, sondern spornt auch an, den großen Musikidolen so ähnlich wie möglich zu werden und ihr Handwerkszeug zu kopieren.

Lebendige Musikszene

Dabei reicht vielen der passive Musikkonsum nicht mehr. Sie möchten ihre Stars eben nicht nur „konsumieren“, sondern selber aktiv werden, also in die Fußstapfen von Beyoncé, Lady Gaga oder Robbie Williams treten beziehungsweise solch „gottgleiche“ Gitarristen wie Eric Clapton oder Ritchie Blackmore musikalisch beerben.

 
 

Hauptprodukte des Music Store: Der zweimal pro Jahr in einer jährlichen Gesamtauflage von 500.000 Stück (mehrere Sprachversionen) gedruckte Katalog und der mehrmals im Jahr versandte Werbeflyer mit 8 oder 16 Seiten Umfang.

Und dafür gibt es in Deutschland immerhin gut und gerne rund 2.300 Fachgeschäfte, die so manche Träume wahr werden lassen. Einer der ganz großen im Geschäft mit dem Musikfachhandel ist der Kölner Music Store Professional. In der Innenstadt in der Großen Budengasse 9 – 17 beheimatet, verkauft Europas größtes Musikhaus, wie sich der Store selbst bezeichnet, auf Tausenden von Quadratmetern Fläche so ziemlich alles, was das Musikerherz begehrt. Neben „klassischen“ Rock-Musik-Instrumenten wie E-Gitarren, Akustik-Gitarren, Bässen, Keyboards, Synthesizern, Schlagzeugen und Verstärkern, wird auch auf PC-Equipment, DJ Equipment, PA und Homerecording sowie Licht- und Showtechnik gesetzt.

Print ist wichtig 

Damit dieses riesige Angebot auch an die richtige Zieladresse, nämlich die vielen Kunden im In- und Ausland, gelangt, bedarf es verschiedener Printmedien oder sagen wir: Medien. So wird zweimal pro Jahr der große, über 400 Seiten starke Katalog, in gedruckter Form produziert. Die Herstellung erfolgte bislang im Rollenoffset, in einer jährlichen Gesamtauflage von 500.000 Stück (zweimal 250.000 Exemplare, davon 155.000 in deutscher Sprache, 65.000 in Englisch und 30.000 in Spanisch). In Deutschland werden 93.000 Exemplare an die Kunden verschickt, über 50.000 gehen sozusagen über die Ladentheke weg. An eine Absenkung der Auflagenhöhe wird im Moment nicht gedacht, wenngleich Firmenchef Michael Sauer seinem gedruckten Katalog noch etwa zehn Jahre gibt.

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