Der Mix aus Print und Online macht's: So viel Druck braucht der Music Store Professional


 

Der Neubau auf der „grünen Wiese“ in Köln-Kalk soll Ende 2010 beziehungsweise Anfang 2011 in Betrieb gehen. Dann bietet Europas größtes Musikhaus – und in der Tat er­innern die Abmessungen des Neubaus an US-amerikanische Dimensionen – auf über 22.000 m² genügend Platz zum Shoppen.

Die Druckaufträge werden anhand von Ausschreibungen vergeben. „Hierbei sind Kriterien wie die Qualität des Papiers, die Druckqualität und der Preis mit entscheidend für die Auftragsver-gabe“, weiß Rainer Höfer, Assistent der Geschäftsleitung, zu berichten. Zusammen mit Jörg Doliwa aus der Geschäftsleitung ist er für die Marketingabwicklung des mit über 400 Mitarbeitern und knapp 100 Mio. Euro Jahresumsatz riesigen Music Store Professional verantwortlich. Die letzten Zuschläge dafür hatte Mohndruck in Gütersloh erhalten.

Die immer noch bestehende Bedeutung des gedruckten Katalogs für den Music Store wird durch Rainer Höfers Bemerkung deutlich: „Für uns ist der gedruckte Katalog noch sehr wichtig. Die Leute wollen gerne noch etwas zum Durchblättern in der Hand haben. Aber bestellen tun sie dann im Internet.“

Katalogproduktion

Was die Katalog-Herstellung anlangt, so geht der Music Store hier einen ganz eigenen Weg. Statt Werbeagenturen zu beauftragen und denen die Text- und Bilddateien zur Prüfung, Bearbeitung und Text-/Bildintegration für das Kataloglayout zur Verfügung zu stellen, verfügt man über eine eigene Werbeabteilung. Und die darf mit Fug und Recht als schlagkräftig bezeichnet werden. Nicht weniger als 15 Mitarbeiter aus der Werbung zeichnen für den Gesamtcontent verantwortlich. Dabei gestalten die in den jeweiligen Abteilungen tätigen „Katalogbeauftragten“, zum Beispiel Gitarren, Keyboards oder Zubehör et cetera, aus einem Fun­dus von gut 50000 verschiedenen Artikeln die Katalogseiten in allen Details mit dem jeweiligen Abteilungsleiter.  

Insgesamt sind mit dem Katalog etwa 25 Mitarbeiter (!) beschäftigt (Gestaltung, Texte, Preise, Kontrolle und Endabnahme). Doch ist das natürlich nicht alles an medialer Aktivität. Neben den beiden Katalogen er­folgt jährlich auch die Produktion mehrerer ver­schiedener Flyer (8 – 16 Seiten), jeweils in einer Gesamtauflage von etwa 100.000 Stück, wobei darin auch die zwischendurch abteilungsweise gedruckten und verschickten Flyer in Teilauf­lagen enthalten sind. Diese werden dann entweder als Beilagen in Zeitungen oder Fachzeitschriften, wie zum Beispiel dem sehr bekannten einschlägigen Magazin Gitarre & Bass aus dem Kölner Musik Media Verlag, beigelegt oder an Kunden per Post versandt. Werbeanzeigen in fast allen großen Fachzeitschriften sowie regional in Tageszeitungen tun ein Übriges.

Online kommt... 

Am Internet kommt heute keiner mehr vorbei. Das wissen die Music-Store-Verantwortlichen nur zu genau. Daher fahren die Macher zweigleisig. Schon seit einigen Jahren wird ein wöchentlicher elektronischer Newsletter an Interessierte gemailt und – wie konnte es anders sein? – den Katalog gibt’s natürlich auch im Internet – als Blätterkatalog.

Erschienen in DD11/2010

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