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Digital gedruckte Arzneiverpackungen

Jede Medikamentenverpackung muss mit der richtigen Landessprache versehen sein.

Paranova ist ein dänisches Unternehmen, das Arzneimittel aus allen EU-Ländern parallel-importiert. Die Gebrauchsinformationen auf den Verpackungen müssen für jedes Vertriebsland in die jeweilige Sprache übersetzt und dem richtigen Produkt zugeordnet werden. Für den hausinternen Verpackungsdruck verwendet Paranova die Xerox iGen3 mit angebundener Epic-CTi-635-Lackiereinheit.

Laut dem US-Marktforschungsinstitut Pira International wird sich der Markt für den digitalen Verpackungsdruck bis 2015 fast verzehnfachen. Allein für digital hergestellte Verpackungen in der pharmazeutischen Industrie soll ein Volumen von 1,35 Milliarden Dollar erreicht werden. Denn die Anforderungen verändern sich: Zum einen werden auf Grund der vielen Packungsvarianten die Auftragsgrößen im Verpackungsmarkt kleiner und die Lieferzeiten kürzer. Zum anderen versuchen die Hersteller aus Kostengründen, die Lagerhaltung auf ein Minimum zu beschränken.

Strenge Auflagen. Der Druck hinsichtlich der Anforderungen und Kosten in der Verpackungsproduktion schlägt sich auch bei Paranova nieder, einem Speziallieferanten der Pharmabranche, der bisher eine Offset-Lösung einsetzte. Paranova muss sich als Parallelhändler von Pharmazeutika an die Vorschriften der Danish Medicines Agency (DMA) und den ISO- Standard für pharmazeutische Verpackung PS 9000 halten. Darum verpackt Paranova Medikamente einzeln und sorgt dafür, dass die Anzahl der Bestellungen übereinstimmt. Zudem müssen Aufschriften auf den Verpackungen immer der Landessprache entsprechen. So nutzerfreundlich diese Bestimmungen auch sein mögen: Sie sind ressourcenaufwändig für die an der Produktion beteiligten Unternehmen.

Paranova Pack A/S ist für die Logistik und die Verpackungstätigkeit verantwortlich. Jede Woche werden mehr als 80000 parallel importierte Produkte umgepackt. Der Bedarf für unterschiedliche, skalierbare Druckaufträge nahm ständig zu, ein Druckstapel umfasst heute im Durchschnitt oft nur 300 Einheiten. Doch je kleiner die Stapelgröße, desto höher die Druckkosten.

Geänderte Anforderungen. Um weiterhin dem Preis- und Konkurrenzdruck gewachsen zu sein, wurde die bisherige Offset-Anlage gegen ein flexibleres Drucksystem ausgetauscht. Bis dahin wurden bei Paranova Verpackungen von einem externen Druckdienstleister auf Lager vorproduziert. Bei kleinen Mengen waren die Kosten im klassischen Offsetdruck sehr hoch, die Methode unterlag zudem einigen Genehmigungsschritten und barg ein großes Fehlerpotenzial, da viele Schritte manuell vorgenommen werden mussten.

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