Digital gedruckte Arzneiverpackungen


Ein Blick in die Xerox Docucolor iGen 3: Vier Papierfächer führen dem Digitaldrucksystem die Bogen zu. Nach dem Druckvorgang werden sie in zwei Auslagemodulen abgestapelt.

Digitaldruck hält Einzug. Das neue Drucksystem sollte daher digital sein und so installierte Paranova die Xerox  iGen3 110. Sie produziert 6 600 A4-Bögen pro Stunde im Vollfarbdruck. Dabei unterstützt die Digitaldruckmaschine Formate von 178  x 178 mm bis maximal 364 x 571 mm. Ob für Etiketten, Blisterfolien oder Papiere: Die Docucolor iGen3 110 verarbeitet eine Vielzahl der von Paranova benötigten Bedruckstoffe von 60 g/m2  bis zu schweren Kartons mit einem Gewicht von bis zu 350 g/m2 . Wichtig für das Unternehmen ist außerdem die Farbverwaltung, die Möglichkeit zur automatischen Sortierung sowie der Druck von der in der Pharmabranche wichtigen Nummerierungen und Sicherheitsfunktionen. Über die vier Papierfächer kann das Unternehmen bei laufendem Betrieb Kartonagen oder Papier nachbestücken. Ohne zusätzliche Zeiten für das Einrichten, Trocknen oder das manuelle Sortieren, realisiert das Drucksystem nach Aussage von Paranova schnelle Durchlaufzeiten, auch wenn jeder Bogen individuell angepasst und personalisiert ist. Der gesamte Prozess wurde mit Hilfe des Xerox-Freeflow-Printservers automatisiert und die Anzahl der erforderlichen Schritte im Verpackungsproduktionsprozess reduziert. Kontrolle und Produktion sind damit in den gleichen Workflow integriert, und Druckaufträge können nun vom Druck bis hin zum Finishing ohne Bedienereingriff abgewickelt werden.

Zusatzausstattung. Ein Pluspunkt – vor allem in der Pharmabranche – ist die Einbindung des Drucksystems in eine Inline-Anlage, mit der auch Lackieren, Kontrollieren und Palettieren möglich werden. Hierfür unterstützt die Xerox iGen3 110 verschiedene inline-angebundene End- und Weiterverarbeitungssysteme. Bei Paranova ist das die Epic CTi-635, eine Inline-UV-Lackierung zur Veredelung von Druckprodukten, die in den bestehenden Workflow integriert wurde. Mit der Lackiereinheit erhalten Verpackungen eine glänzende oder matte Oberfläche, die sowohl das Aussehen als auch die Haltbarkeit verbessern soll. Die Geschwindigkeit liegt dabei gleichauf mit der Druckmaschine.

Flexibilität. Nach der Implementierung der digitalen Technologie wickelt Paranova den Verpackungsdruck hausintern ab und bedruckt individuelle, kleine Faltkartons bis zu 50 Prozent günstiger als bisher. Mithilfe des Inhouse-Digitaldrucksystems lässt sich die Produktion schneller umstellen: Oft musste das Design der Verpackungen aufgrund von Gesetzesänderungen kurzfristig geändert werden, was viel Müll produzierte. Mit der neuen Technologie reduzierte sich der Verpackungsausschuss auf nahezu null, was sowohl Umweltbelastung als auch Kosten senkte. Und auch die Produktionszeiten gingen mit dem On-Demand-System von 48 auf 24 Stunden zurück, denn sowohl der Aufdruck der Chargen-Nummern als auch das Verfallsdatum wurden in den Prozess integriert. Trotz der Einbindung von zusätzlichen Prozessen konnten die einzelnen Schritte von 20 auf neun gesenkt werden. Aufwendige Kontrollen entfallen so ebenfalls.

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