Kleines Teil im großen System


Voraussetzungen prüfen. Daraus ergibt sich laut Alexandra Pettinger eine Reihe von Voraussetzungen, die es zu beachten gilt. So sollte der Lieferant darauf achten, klare Spezifikationen einzuhalten, klare Bietregeln (Bietschritte/Verlängerung der Auktion et cetera) zu beachten, einen Systemtest vor Beginn vorzunehmen und die Ansprechpartner auf Kundenseite zu definieren. Äußerst wichtig – und darauf wies Alexandra Pettinger während des Vortrags gleich mehrmals hin – sei das gründliche Prüfen der Kalkulation und eine Festlegung des Limits. Alexandra Pettinger: „Bieten Sie nicht mit, wenn eine wirtschaftliche Produktion nicht mehr möglich ist.“

Einkauf ausgegliedert. Um einer ständig wechselnden Zahl von Partnern vorzubeugen, hatte Novartis den Drucksacheneinkauf in eine Print Management Company ausgegliedert und gleichzeitig versucht, in Europa die 16 besten Druckereien zu finden, mit denen man regelmäßig zusammenarbeiten wollte. Nachdem der Aufbau eines solchen Netzwerkes gescheitert war – allein die unterschiedlichen Sprachen stellten schon eine Hürde dar –, regelt nun die Print Management Company in Verbindung mit so genannten Punch-out-Katalogen den optimalen Drucksacheneinkauf. Für Novartis ist die PMC heute im Prinzip „der Drucker“, der mit einer Kombination von Punch-out-Katalogen (Katalogsuchmaschinen, die direkt vom Lieferanten im Internet dem Einkäufer in dessen System angeboten werden) und Auktionstools den Einkauf und die Abwicklung der benötigten Drucksachen regelt.
In zahlreichen Diskussionen und einem Workshop stellten die Teilnehmer der IRD-Tagung fest, dass die Praxis des E-Procurements besonders auf die großen Unternehmen immer stärker zukommen wird und man sich dieser Technologie im Grunde nicht verschließen kann. Daher gelte es, sich intensiv mit den Vor- und Nachteilen zu befassen, seine eigenen Kostenstrukturen zu analysieren und damit die Vorteile des E-Procurements nutzen zu können.

Erschienen in: DD20/2010

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