Was Etikettendrucker ihren Kunden morgen bieten müssen


Mit dem so genannten Traceless-System lassen sich intelligente Etiketten und Verpackungen produzieren, die einen einzigartigen, unsichtbaren Identifikationscode in sich tragen. Erkennbar ist dieser Code nur für eine spezielle Lesetechnologie, mit der die Anwesenheit eines sub-forensischen Markierungsstoffs bestimmt werden kann.

Fälschungsschutz wichtiger. Produktfälschungen bereiten in vielen Bereichen zunehmend Probleme, vor allem bei Marken der Edel- und Luxusklasse. Beispielsweise leidet der Weinmarkt stark unter diesen kriminellen Aktivitäten. Für den Endverbraucher ist es praktisch unmöglich, den Unterschied zwischen einer Originalabfüllung eines Top-Weinguts und einer gut gemachten Fälschung zu erkennen – bis er die Flasche öffnet. Ein kanadischer Winzer berichtete in der Zeitschrift Forbes, dass der Verkauf seines Eisweins in China um 95 % eingebrochen sei, weil dort so viele gefälschte Weinflaschen mit dem Etikett seiner Kellerei in Umlauf sind. Derartige Fälschungen tauchen auch vermehrt bei Lebensmitteln, Kosmetika und Softwareprodukten sowie bei Luxusartikeln wie beispielsweise Uhren und Schmuck auf.

Echtheit drucken. Die Etikettendruckbranche kann ihren Kunden helfen, das Fälschungsrisiko zu vermindern, indem sie Mittel und Wege anbietet, die Echtheit der Produkte nachzuweisen und zu schützen. Spezielle Druckfarben und Papiere können dazu beitragen, die Absichten von Produktfälschern zu vereiteln und die negativen Auswirkungen gefälschter Produkte einzudämmen. Dazu zählen auch Sicherheitsprodukte, die verschiedene IT-Unternehmen entwickelt haben. Gesundheits- und Handhabungsschutz der Verbraucher beziehungsweise Anwender ist heute ebenso wichtig wie die Produktsicherung, weshalb in vielen Ländern manipulationssichere Verpackungen für Lebensmittel und Medikamente gefordert sind. Gleichzeitig gibt es neue gesetzliche Bestimmungen für Verbundverpackungen und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Verpackungsentwickler müssen Lösungen erarbeiten, die einerseits die gesetzlichen Vorschriften erfüllen und andererseits den Anforderungen der Markenführung sowie der Präsenz der Produkte im Handel gerecht werden.

Nachhaltigkeit. Wer sich am Markt als umweltbewusster Lieferant einen Namen machen will, muss mehr tun als nur soziale Verantwortung zu demonstrieren. Immer häufiger fordern Kunden ihre Druckdienstleister auf, Unternehmens- und Produktionsaktivitäten mehr mit den Erfordernissen der Nachhaltigkeit und einer ökologisch verantwortlichen Fertigung in Einklang zu bringen – manche Auftraggeber verlangen dies sogar obligatorisch. Der Einsatz von Recyclingmaterialien und umweltschonenderen Druckfarben sowie die gezielte Verringerung von Makulatur und Einsparungen beim Energie-, Wasser- und Lösemittelverbrauch sind nur einige Beispiele dafür, wie sich in der Praxis nachhaltige Prozesse umsetzen lassen.

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