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Kein Material für Papierflieger

Wieviel Druck braucht der Flughafen Stuttgart?

Am Flughafen Stuttgart gibt es nicht nur Flugzeuge, sondern auch viele interessante Printprodukte.

Am Flughafen Stuttgart treffen täglich Tausende von Passagieren ein. Sie müssen sowohl informiert als auch unterhalten werden. Flughafenbesucher, und nicht zuletzt die Mitarbeiter der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), wollen zu Aktionen oder Veranstaltungen regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Dafür hält die Flughafen Stuttgart GmbH eine Vielzahl an Druckerzeugnissen bereit.

Wer „Flughafen“ hört, denkt im ersten Moment an Flugzeuge, aufheulende Triebwerke und den Geruch von Kerosin. Dass der Flughafen als Unternehmen aber auch ein Umschlagplatz für zahlreiche Printprodukte ist, sieht man erst auf den zweiten Blick.

Fliegen nach Plan. Eines der bekanntesten und bei Reisenden begehrtesten Printprodukte des Flughafens ist zweifellos der Flugplan. Diese Broschüre im Format DIN lang, die vierteljährlich mit einer Auflage von 40000 Exemplaren pro Ausgabe erscheint, ist knapp 100 Seiten stark. Sie klärt Flugreisende wie Interessierte über die Flugverbindungen der jeweiligen Saison auf. Zusätzlich gibt sie Hinweise wie etwa zur Anreise, zu Parkmöglichkeiten, Gepäckbestimmungen, zum Check-in oder zu den Zollbestimmungen. Ausgestattet mit einer Übersicht an Service- und Dienstleistungen am Flughafen werden Flugreisende durch diese Broschüre mit den wichtigsten Informationen versorgt. Herausgegeben wird sie von der Marketingabteilung des Flughafens.

Das Flughafenmagazin. Das auflagenstärkste Printprodukt der Flughafen Stuttgart GmbH ist das Flughafenmagazin „Flugblatt“. Die 32-seitige Zeitschrift im DIN-A4-Format, die sich sowohl an Flugreisende als auch an Flughafen- und Flugbegeisterte richtet, erscheint alle drei Monate mit einer Auflage von 65000 Exemplaren pro Ausgabe. Sie bringt den Lesern den Mikrokosmos Flughafen auf spannende Art und Weise nahe und berichtet beispielsweise von den Gärtner­arbeiten auf den Grünflächen, den Markierungsarbeiten auf dem Vorfeld oder über die Tätigkeit der Sanitäter am Flughafen – kurz: sie wirft einen Blick hinter die Kulissen und macht den Flug­hafen einem außenstehenden Publikum zu­gänglich.

Aber nicht nur der Stuttgarter Flughafen steht im Fokus. Das Flugblatt enthält auch Reportagen zu Reisezielen auf der ganzen Welt, die Lust auf Urlaub machen sollen. Und auch die Region Stuttgart wird nicht vergessen: Ein Firmenport­rät beleuchtet regelmäßig die Geschichte von Unternehmen wie etwa dem Maultaschenhersteller Bürger oder der Spielzeugfirma Steiff.

Im neuen Gewande. Im Juni 2010 hat das Flugblatt einen Relaunch hinter sich gebracht. Die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die das Magazin verantwortet, gab dem Flugblatt dafür einen neuen Anstrich. „Wir wollen zum einen natürlich mehr Leser gewinnen, zum anderen aber auch eine neue Leserschaft ansprechen“, erklärt Rebekka Knauß von der Redaktion des Flugblatts die Intention hinter dem Relaunch. „Wir haben in einer Leserumfrage herausgefunden, dass der durchschnittliche Leser mittleren Alters und männlich ist, was sich bei den favorisierten Themen Luftfahrt und Technik auch erschließt“, meint Rebekka Knauß weiter. Die besagte Umfrage wurde im vergangenen Jahr durchgeführt und wirkt sich nun so aus, dass jüngere Leser und Frauen beispielsweise durch Reisethemen gezielt angesprochen werden sollen. „Wir haben versucht, die Wünsche zu berücksichtigen. Wir haben aber auch viele eigene Ideen hineingebracht.“ Das Flugblatt gibt es auch als interne Variante mit einer Auflage von 1600 Stück, die Mitarbeiter der FSG über alle Neuerungen rund um das Unternehmen auf dem Laufenden hält. Hier werden auf vier Seiten Mitarbeiter oder ganze Abteilungen vorgestellt, besondere Aktionen am Flughafen präsentiert und Geburtstagskinder und Jubilare im Vierteljahrestakt beglückwünscht.

Einblicke in den Flughafenbetrieb. Eine weitere mit 40.000 Exemplaren ebenfalls auflagenstarke Broschüre im DIN-lang-Format, sind die so genannten „Einblicke“, die ebenfalls von der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeits­arbeit herausgegeben werden. Auf 36 Seiten erhalten die Leser einen Kurzüberblick über den Flughafen Stuttgart, lernen einige Meilensteine in der Entstehung des baden-württembergischen Landesflughafens kennen, erfahren, was zwischen Landung und Start eines Flugzeugs passiert und werden über die populärsten Irrtümer in Bezug auf den Luftverkehr  aufgeklärt.
Auch eine Auswahl an Maschinentypen am  Stuttgarter Flughafen darf in dieser jährlich erscheinenden Lektüre nicht fehlen, die sich bei den Lesern einer wachsenden Beliebtheit erfreut. „Die Einblicke sind sehr gefragt. Die Tendenz ist steigend“, bestätigt Rebekka Knauß. Und auch ein weiteres Produkt der Abteilung, das Luftbildposter, kommt gut an. Diese jährlich erscheinende Luftansicht des Flughafens, für die sich Besucher und Flugzeugfans interessieren, wird seit Jahren in einer gleichbleibenden Auflage von 15.000 Stück vertrieben.

Neu mit dabei. In diesem Jahr kam mit dem Umweltbericht ein völlig neues Produkt zum Sortiment hinzu. Er bietet den unternehmensinternen Lesern auf knapp 40 Seiten Zahlen und genaue Aufschlüsselung zu Fragen rund um das Thema Umwelt- und Gewässerschutz am Flughafen. Geplant ist, so Rebekka Knauß, den Bericht nur alle drei Jahre erscheinen zu lassen Die Auflage wurde mit knapp 200 Exemplaren sehr niedrig gehalten. „Hier war die Idee: Wenn schon Umweltbericht, dann nicht so viel Gedrucktes produzieren, sondern – dem Thema angepasst – lieber online zugänglich machen.“

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