Kein Material für Papierflieger


Die Flughafen Stuttgart GmbH benötigt zur internen wie extermen Kommunikation eine Vielzahl an Printprodukten. Auflagenstärkstes Druckerzeugnis ist das Flughafenmagazin Flugblatt.

Aussichten für Print. Ebenso wie der Umweltbericht sind auch andere Printprodukte wie etwa das Flugblatt, die Einblicke, der Geschäfts­bericht oder die Mediadaten der Werbeabteilung längst online abrufbar. Bei vielen Medien, wie dem Geschäftsbericht und den Mediadaten, hat dies schon zu einem drastischen Rückgang im Printbereich geführt. Einige Produkte sind aber nach wie vor stabil und werden wohl auch nicht so schnell durch Online-Versionen ersetzt werden. „Bei vielen unserer Publikationen wollen wir einfach nicht darauf verzichten, sie in Papierform zu präsentieren. Dort, wo es möglich ist, geht der Trend Richtung online. Dieser Entwicklung müssen wir uns stellen und sie für uns nutzen“, fasst Rebekka Knauß zusammen. Dort, wo das Papierprodukt noch nicht weg­gefallen ist, bemüht man sich am Flughafen zukunftsorientiert zu handeln. Die meisten Printerzeugnisse werden auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt. Der Umweltbericht erscheint, dem Inhalt entsprechend, auf Recyclingpapier, das zu mindestens 80 Prozent aus Sekundärfasern besteht.

Drucken im Haus. Natürlich fallen bei der Flughafen Stuttgart GmbH auch kleinere Druckaufträge an, wie beispielsweise für Einladungen für Vernissagen und für den Neujahrsempfang oder Postkarten für das Kinderfest. Sie werden, wie die auflagenstarken Produkte, meist an einen externen Dienstleister vergeben.  Andere Aufträge übernimmt allerdings die hauseigene Repro-Abteilung. Dort werden in unregelmäßiger Reihenfolge Druckerzeugnisse wie Glückwunschkarten, abteilungsinterne Flyer, Plakate und Poster für Veranstaltungen und Schilder gelayoutet und gedruckt. Hier entstehen aber auch Aufkleber aller Art, Werbedrucke wie etwa Bodenwerbung, Banner, Pläne und Fahrzeugbeschriftungen.
Zusätzlich übernimmt die Repro-Abteilung das Layout von Erzeugnissen wie Blöcke für den Flughafen, die dann extern gedruckt werden. Das Bedrucken von Kartonagen oder aber die Produktion ausklappbarer Umschlagseiten kann die Abteilung nicht leisten und vergibt diese Aufträge an externe Dienstleister.
Nichtsdestotrotz ist die Repro-Abteilung umfangreich ausgestattet. Neben einem Ecosol-Drucker für Banner und Poster sowie zwei CAD-Plottern für Pläne finden sich dort auch je ein Schneideplotter, ein Stapelschneider, eine Laminiermaschine, ein Großformatscanner und zudem Falz- und Bindemaschinen. Hauptsächlich verarbeitet wird Papier im DIN-Format bis einschließlich DIN-A3 und einer Grammatur von 200, Papier auf Rollen für den Plotter bis 140 g/m2 sowie Bannermaterial und PVC-Folien. Und da der Bedarf bei einem Unternehmen dieser Größenordnung nicht so schnell weniger werden wird, hat die Abteilung auch weiterhin gut zu tun.

Der Flughafen in Kürze 

  • Knapp 9000000 Fluggäste starten und landen jedes Jahr am Flughafen Stuttgart.
  • Jeden Tag sind bis zu 400 Starts und Landungen zu verzeichnen.
  • Rund 55 Fluggesellschaften steuern 100 Flugziele auf der ganzen Welt an.
  • Gesellschafter der Flughafen Stuttgart GmbH sind zu 65 Prozent das Land Baden-Württemberg und zu 35 Prozent die Stadt Stuttgart.
  • Tochtergesellschaften sind beispielsweise die Flughafen Stuttgart Energie GmbH (100 %), die Handels- und Service GmbH HSG (90 %) und die Baden Airpark GmbH (65,8 %).
  • Im Geschäftsjahr 2009 machte die Flughafen Stuttgart GmbH einen Umsatz von 213,8 Mio. Euro, davon 127,1 Mio. Euro im Bereich Aviation und 86,7 Mio. Euro im Bereich Non-Aviation.

Erschienen in DD 27/2010

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