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Gern gesehen Gaben

Die mit USB-Stick versehenen USB-People von P.S.L. Ltd. (Hongkong) sind in etlichen individualisierten Varianten erhältlich. Dafür gab’s dieses Jahr den Promotional Gift Award.

Blumensamen, USB-Stick, Notfallset, Malbuch oder Taschenlampe – eine kleine Aufmerksamkeit erfreut jeden Kunden. Im besten Fall begleitet ein Werbeartikel den Empfänger dauerhaft und erinnert ihn positiv an den Gebenden.

Über welchen Werbeartikel haben Sie sich am meisten gefreut? Die Antworten fallen verschieden aus: „Ein Coffe-to-go-Becher aus Porzellan“, meint Angela Gehrke, Projektmanagerin der Promotion World in Hannover. „Ein hochwertiger Ledergürtel mit einer aufwendig designten Metallschnalle“, verrät Till Barth, Projektleiter des Fachbuchs „Haptische Werbung“. Für Stephanie Heitz, Geschäftsführerin der O-Box GmbH in Darmstadt, war es eine flauschige Fleecedecke, ihr Branchenkollege Tom Knobe von der KMS Knobe Marketing Services GmbH in Frankfurt am Main freute sich ganz besonders über einen USB-Stick, der dem Autoschlüssel eines Porsche Panamera nachgebildet war. 

Schnell und einfach: Unter www.fabidoo.com kann jeder Schlüsselanhänger und USB-Sticks individuell selbst gestalten.

Kunden binden. Wer zu einer Produkteinführung, zum Jahreswechsel oder zum eigenen Geburtstag eine kleine Aufmerksamkeit von einem Unternehmen erhält, freut sich nicht nur. „Der Werbeartikel schafft Sympathie und persönliche Nähe“, erklärte kürzlich Hans-Joachim Evers, Vorsitzender des Bundesverbands der Werbemittel-Berater und -Großhändler e.V. BWG (Neuss), anlässlich der Branchenmesse „Trend 2009“. „Wir sehen keine Alternative zu diesem preiswerten und effektiven Werbemedium.“

Viele Unternehmen sehen das inzwischen ebenso. Laut dem „Werbeartikel-Monitor 2009“, den der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. GWW (Darmstadt) vorigen Herbst in Auftrag gegeben hat, wird der Werbeartikel für deutsche Unternehmen immer wichtiger. Im Vergleich zur vorangegangenen Befragung sei er „in seiner Bedeutung um sechs Prozentpunkte gestiegen“ und liege somit auf Platz drei der wichtigsten Werbemittel. 3,21 Milliarden Euro geben die Werber und Marketingverantwortlichen pro Jahr dafür aus, zwei Drittel davon vor allem Kleinst- und Kleinunternehmen. Elf Prozent der befragten Unternehmen wollen die Ausgaben in diesem Bereich sogar erhöhen. Das Instrument eigne sich hervorragend sowohl für die Marken- (44 Prozent) als auch für die Produktkommunikation (43 Prozent). 42 Prozent der Befragten setzen es zur Kundenpflege ein. Der Werbeartikel ist damit längst zum seriösen Kundenbindungsinstrument avanciert. Auch wenn der Gesetzgeber das noch nicht so richtig wahrhaben will. Denn noch immer ist der Werbeartikel gegenüber anderen Marketinginstrumenten benachteiligt: Pro Empfänger und Jahr sind Werbeartikel nur bis zu 35 Euro steuerlich absetzbar. Daher versucht die Branche, den Begriff Werbegeschenk zu vermeiden und spricht stattdessen von Werbeartikeln.

Textilien aus organischen Stoffen wie Filz schätzt der Kunde derzeit: O-Box bietet etwa Eierwärmer, Buchumschläge oder Taschen aus diesem Material an.

Und wer Werbeartikel sagt, meint entweder Streuartikel oder Premiums. Zum Erstgenannten zählen Kugelschreiber, Mützen, Luftballons, Schlüsselanhänger, Feuerzeuge oder Sticker. Streuartikel kommen meist in relativ hoher Stückzahl bei Veranstaltungen wie einer Messe oder einer Neueröffnung zum Einsatz. Ihre Zielgruppe ist nicht klar eingegrenzt. Das heißt, sie müssen auf breite Akzeptanz stoßen. Premiums dagegen sind oft auf ihren Empfänger zugeschnitten und hochwertige Artikel, die der Angesprochene gerne und lange verwenden soll. Dazu gehören personalisierte Füller, Lederwaren, bildpersonalisierte Fotokalender, individualisierte Porzellanwaren oder Gourmet-Spezialitäten wie Wein oder edle Schokolade. Oft erhält sie der Kunde persönlich überreicht – beispielsweise, wenn er sein neues Auto abholt – oder per Post zugeschickt. 

Botschaft mit Mehrwert 

Neben hohen Sympathiewerten hat der Werbeartikel im Vergleich zu anderen Werbemitteln meist einiges an Mehrwert zu bieten. Vorteile von Werbeartikeln:

  • Sie sind – bezogen auf die Kontakte – relativ preiswert.
  • Werbeartikel werden meist länger und mehrfach benutzt. Zudem sind sie gute Multiplikatoren.
  • Ein Werbeartikel stört nicht. Im Gegenteil: Er gefällt.
  • Indem Werbeartikel Sympathie wecken und Wertschätzung ausdrücken, eignen sie sich gut als Imageträger und Kundenbindungsinstrument.
  • Sie wecken die Neugier und eignen sich daher gut als Türöffner.
  • Haptische Werbung wirkt nachhaltig und wertet eine Botschaft emotional auf. 
  • Abstrakte Botschaften lassen sich über einen Werbeartikel begreifbar machen.
  • Werbeartikel lassen sich meist gut in Kampagnen integrieren. 
  • Der Erfolg von Werbeartikeln ist messbar: zum Beispiel anhand von Responsequoten eines Mailings oder über den beschleunigten Aberverkauf bei einer On-Pack-Aktion. (Quelle: „Haptische Werbung. Praxishandbuch für Werbeartikel“)
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