Gern gesehene Gaben


„Prinzipiell sollte der gewählte Werbeartikel in irgendeiner Form zum Empfänger passen.“ Angela Gehrke, Promotion World.

Speziell und individuell. Dennoch gibt es natürlich neben Klassikern wie Kalendern und Süßigkeiten aktuelle Trends. Hochwertige Designartikel aus Holz in Kombination mit Edelstahl, Elektronisches für die männliche Zielgruppe und Produkte aus dem Wellness- und Fitnessbereich für Frauen nennt etwa Stephanie Heitz: „Gern eingesetzt werden neuerdings auch Kugelschreiber aus Recyclingmaterialien oder blühende Werbemittel wie Blumensamen.“ „Groß im Kommen sind beispielsweise PC-taugliche Internet-Telefone, kompatibel für alle Internet-Telefon-Provider“, verrät BWG-Verbandschef Evers. Weitere Highlights seien die Mini-Reise-Webcam und der digitale Fotorahmen am Schlüsselanhänger. Till Barth beobachtet, dass sich seit einigen Jahren „grüne Produkte“ zum Trend entwickeln: beispielsweise „Textilien aus organischer Baumwolle, Produkte aus Biokunststoff oder Taschenlampen mit Dynamo“.

„Hau den Lukas“ spielen können die Kunden mit dem Punchingball der Mansard Werbemittel GmbH (Bad Soden). Der PVC-Kegel erhielt 2008 einen Promotional Gift Award.

Ebenfalls ein Thema sei die „sozial verantwortliche Produktion“ des Werbeartikels. Da der Konsument keine Kinderarbeit in Niedriglohnländern unterstützen wolle, werde das Prädikat „Made in Germany“ wieder wichtiger. „Zu guter Letzt spielen auch Sonderanfertigungen eine immer größere Rolle“, sagt Barth. Das liege vor allem an den großen Fortschritten in den Produktions- und Veredelungstechniken. So erlaube der Digitaldruck inzwischen ohne Einrichtungskosten unbegrenzt verschiedene Motive auf einen Werbeartikel zu drucken. „Tatsächlich wird Personalisierung seit einigen Jahren im Markt verstärkt angeboten – man denke nur an Kalender, die den Namen des Empfängers tragen.“ Stephanie Heitz erklärt, warum: „Viele Ansprechpartner dürfen laut Firmenvorgabe keine Werbegeschenke annehmen. Geschenke zu Weihnachten werden oftmals schon ab Oktober an der Postzentrale abgefangen, um in einer Weihnachtstombola verlost zu werden. Personalisierte Werbemittel finden ihren Weg zu der Person, für die zum Beispiel der Kugelschreiber eigentlich gedacht war.“ Was Marketingentscheider bei ihrer Auswahl jedenfalls nie vergessen sollten: Der Köder muss dem Fisch schmecken. So kann der Werbeartikel auch noch nach Jahren Gefallen finden – und mit ihm das werbende Unternehmen.

Mehr erfahren 

Quellen für Infos, Ideen und Anregungen:

  • Messen wie die PSI Messe in Düsseldorf (www.psionline.de, 13. bis 15. Januar 2010) oder die Promotion World (19. bis 23. April 2010 in Hannover, www.promotion-world.de)
  • Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. (www.gww.de), Bundesverband der Werbemittel-Berater und -Großhändler e.V. (www.bwg-verband.de), Bundesverband Werbeartikel Lieferanten e.V. (www.bwl-lieferanten.de), Promotional Product Service Institute (www.psionline.de). Über ihre Mitgliederlisten lassen sich Anbieter für bestimmte Produkte finden.
  • „Haptische Werbung. Praxishandbuch für Werbeartikel”: Historie, viele aktuelle Praxisbeispiele, rechtliche Grundlagen sowie die verschiedenen Verfahren für die Werbeanbringung, die das ausgewählte Produkt letztendlich zum Werbeartikel macht. Zum Beispiel durch Tampondruck, Bestickung oder Flockdruck. Nutzwertig ist auch das Kapitel zum Werbeartikelbriefing, das ein Briefingformular ergänzt. WA Verlag Köln, 418 Seiten, 24,80 Euro. Mehr Infos im Internet unter www.haptische-werbung.de
  • Den internationalen Wettbewerb Promotional Gift Award veranstaltet jährlich der Kölner WA Verlag, um innovative und zukunftsweisende Werbeartikel auszuzeichnen. Infos, Fotos, Termine und Preisträger finden sich unter www.promotionalgiftaward.de

Autorin: Nicola Scheifele
Erschienen in versio! 04/2009

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