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Ohne Druck keine IT-Industrie

Die ITK-Industrie hat bereits wieder das Niveau von 2008 erreicht. Druckdienstleister sollten den Aufwärtstrend dieser Branche für sich nutzen.

59 Prozent der IT- und Telekommunikations-Unternehmen in Deutschland erwarten im ersten Quartal 2010 ein Umsatzplus. Welche Chancen haben Druckdienstleister, mit dieser Kundengruppe ins Geschäft zu kommen? Wie hoch ist überhaupt der Bedarf der ITK-Industrie? Deutscher Drucker besuchte für Sie die Cebit 2010.

Als der Internet-Riese Ebay im Mai 2007 ein gedrucktes Magazin startete, jubelten viele in der Druckindustrie: Nun sei der Beweis erbracht, dass digitale Medien nicht ohne Print funktionieren würden. Sang- und klanglos wurde die Zeitschrift eineinhalb Jahre wieder vom Markt genommen. Braucht die IT-Industrie vielleicht gar keine Printprodukte?

Cebit verzichtet auf Messekatalog. Der Eindruck, dass Print eine vernachlässigbare Größe sein könnte, drängte sich auch bei denjenigen Besuchern der diesjährigen Cebit auf, die einen Messekatalog kaufen wollten – es gibt ihn nicht mehr. Die Produktion der in den vergangenen Jahren zu kiloschweren Hardcover-Produkten angewachsenen Messekataloge wurde 2010 eingestellt. Ein dünnes Booklet mit Ausstellernamen und Standnummern war alles, was der Messebesucher in gedruckter Form erhalten konnte. Entsprechende Recherchen sind nur noch im Internet möglich. Befindet sich Print in der ITK-Branche auf dem absteigenden Ast? Ganz und gar nicht!

Ohne Print läuft nichts. Wenn man sich die Kommunikation und Werbung der Branchenunternehmen genauer ansieht, wird deutlich, welch zentrale Rolle Printmedien spielen. Gerade die auf Bildschirmmedien angelegte IT- und Telekommunikationsindustrie ist in hohem Maße auf Printprodukte angewiesen. Der Grund ist ganz einfach: Bildschirmmedien und -applikationen ermöglichen zwar eine zielgenaue Kommunikation und eine echte Interaktion, aber sie sind eben auch flüchtig und schnell wieder aus den Augen. Hinzu kommt, dass die explosionsartige Vervielfältigung digitaler Medienkanäle kaum sicherstellen kann, den gewünschten Empfänger zu erreichen. Der Streuverlust ist immens. Printprodukte, die aufgrund ihrer realen Existenz wesentlich beständiger sind, sind auch für die ITK-Industrie ein wichtiger Eckpfeiler in der Gesamtkommunikation.
Firmen, die bei ihren Kunden einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchten, müssen auf Printprodukte setzen. Und die Palette der von der ITK-Branche geforderten Produkte kann kaum vielfältiger sein: von Akzidenzen jeglicher Art, Direct Mailings über Zeitungen und Zeitschriften bis hin zu Katalogen, Flyern und Displays – die Unternehmen haben einen riesigen Bedarf an effizienten Printprodukten. Bei Soft- und Hardwareherstellern kommt noch der wichtige Verpackungsund Etikettenbereich dazu. Für Druckdienstleister jeglicher Couleur ein spannendes Betätigungsfeld.

1.300 Branchenunternehmen. Mehr als 1300 Unternehmen sind im „Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien“, abgekürzt Bitkom, organisiert. Der Verband fungiert als Sprachrohr der gesamten Branche. Zu seinen Mitgliedern gehören fast alle Global Player sowie 600 mittelständische Unternehmen. Die Bitkom-Mitglieder erwirtschaften im Jahr 135 Mrd. Euro Umsatz und exportieren Hightech im Wert von 50 Mrd. Euro. Gemessen am Umsatzvolumen repräsentiert Bitkom damit circa 90 Prozent des deutschen ITK-Markts. Für Druckereien interessant: ein Mitgliederverzeichnis ist im Internet einsehbar.

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