Image und Infos


Reifenhersteller Continental verknüpft seine Corporate-Publishing-Medien crossmedial: Zum Kundenmagazin kommen die Home-page und der elektronische Newsletter.

Reifenhersteller Continental verknüpft seine Corporate-Publishing-Medien crossmedial: Zum Kundenmagazin kommen die Home-page und der elektronische Newsletter.

Weniger ist mehr Der Reifenhersteller  Continental hat im Jahr 1999 ein Geschäftskundenmagazin für seine Fachhändler eingeführt. Mit einer Auf-lage von rund 7000 Exemplaren erscheint es vier Mal im Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Das  Magazin mit hohem redaktionellem Standard ist ein Unikat in der Branche“, konstatiert Spyridon Spyridonu, Markenmanager bei Continental. Parallel zum „Reifenmagazin“ haben die Herausgeber eine Homepage eingerichtet, dazu versenden sie jeden Monat einen Online-Newsletter. „Die Homepage ist künftig über ein Login nur noch für unsere Fachhändler zugänglich, der Newsletter wird konzeptionell überarbeitet“, berichtet Spyridonu. Die Fachhändler ausschließlich über einen elektronischen Newsletter zu informieren, davon hält der Markenmanager derzeit nichts: „Zum einen ist es schwer möglich, darin Themen redaktionell ausführlich und umfassend zu bearbeiten, zum anderen wird dieses Medium allzu schnell überlesen und gelöscht.“ Er setzt sich für ein effizientes, stark am Nutzen orientiertes Heft ein. Nach dem Motto „weniger ist mehr“ wurde das Layout neu angelegt und der Seitenumfang um rund zwei Drittel reduziert. „Das ‚Reifenmagazin’ soll frischer und lebendiger werden.“ So erzählt die Titelstory am Beispiel eines Fachhändlers, wie Continental seine Partner unterstützt und wie gemeinsames Lernen möglich ist. Dazu gibt es Produktinfos und Reifentests, Händler berichten von ihren Erfahrungen und auch die Leser kommen zu Wort. Zudem informiert  Continental seine Händler über aktuelle Gesetzesänderungen. „Mit dem neuen Heft stehen unsere Fachhändler, die PKW-Reifen vertreiben, verstärkt im Fokus.“

Print besser fürs Image Die Schweizer Kaba AG, Hersteller von Schließ- und Sicherheitssystemen, gibt das Kundenmagazin „Kaba News“ heraus. „Das Magazin richtet sich auch an die Händler, diese können auf Basis der beschriebenen Kundenlösungen ihre Interessenten informieren“, erklärt Manuela Stier. Die Geschäftsführerin der Stier Communications AG im schweizerischen Weiningen betreut die Redaktion und Produktion des Hefts. Wie die meisten Unternehmen hat ­Kaba das Magazin an einen externen Dienstleister vergeben, der es im dritten Jahrgang produziert. Die Schweizer investieren rund 90000 Schweizer Franken jährlich in das 32 Seiten ­starke Heft – zirka 60000 Euro. Es ­erscheint einmal pro Jahr mit einer Auflage von 20000 Exemplaren in Deutsch, Französisch und Italienisch. Die Themen des Hefts sind Kunden-orientierung, Produktdetails oder die Qualität des Managements. Anhand von Kundenprojekten zeigt das Magazin, wie die Produkte des Unternehmens in der Praxis funktionieren. Außerdem lädt das Medium zum Response ein: mit Gewinnspielen oder Preisrätseln, auf welche die Leser via Telefon oder Internet reagieren können. Auch Gutscheine für Fachmessen sind eine gängige Variante, um den Lesern einen Mehrwert zu vermitteln. Kaba kommuniziert mit seinen rund 600 Fachhändlern aber auch über andere Werbemittel. Displays, Poster, Produktbroschüren und Originalmuster flankieren selbstverständlich das ­redaktionell orientierte Medium. Ein elektronischer Newsletter statt des Printmediums kommt für Kaba nicht in Frage, das könne höchstens eine Ergänzung sein. Manuela Stier ist überzeugt: „Ein Magazin spricht alle Sinne an und zeigt in puncto Unternehmensimage eine wesentlich bessere Wirkung.“ Und einunverwechselbares Image ermögliche dem Unternehmen, aus der Anonymität der Branche herauszutreten und erkennbar zu sein.

B-to-B boomt 

Das Europäische Institut für Corporate Publishing EICP (München) hat im Frühjahr 2008 die Zehnvier Marketingberatung in Zürich als Marktforschungs- und Beratungspartner mit einer Studie über Corporate Publi-shing in Deutschland, Österreich und der Schweiz beauftragt. Das Ergebnis: 97 Prozent der Unternehmen mit 250 und mehr Mitarbeitern betreiben Corporate Publishing, und zu 80 Prozent wenden sich die Hefte an Geschäfts-kunden. Die Studie geht davon aus, dass etwa 6700 Unternehmen in dem sogenannten D-A-CH-Bereich an die 7700 Titel als B-to-B-Magazine herausgeben. Nach der Studie investieren die Unternehmen rund 0,8 Milliarden Euro jährlich in Geschäftskundenmagazine.

Erschienen in versio! 01/2009

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