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Jede Menge neue Printtitel an den Kiosk

Umfrage des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger
 

Verlage erwarten für 2015, 64 Prozent ihres Umsatzes mit Print zu generieren. 16 Prozent entfallen auf digitale Angebote. Damit stellt Print nach wie vor die tragende Umsatzsäule für die Verlage dar. (Infografik: VDZ)

Print ist nach wie vor der hauptsächliche Umsatzbringer für Verlage. Allerdings wollen die meisten Verleger ihr digitales Geschäft weiter ausbauen, um damit mehr Reichweite zu erzielen und weitere Umsätze zu erzielen. Dies ergab eine Umfrage des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) unter seinen Mitgliedsbetrieben. Aber auch in Print wird investiert: Für 2015 sind schon jede Menge neue Titel geplant.

Über die Hälfte der deutschen Zeitschriftenverlage plant, in diesem Jahr neue Zeitschriftentitel auf den Markt zu bringen. Dies geht aus der Trend-Umfrage 2015 hervor, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) unter ausgewählten Mitgliedern durchgeführt und im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Dabei wollen 31 Prozent ein bis vier Titel auf den Markt bringen, 20 Prozent wollen sogar fünf oder mehr neue Titel präsentieren. Die befragten Mitgliedsunternehmen repräsentieren dabei nach Angaben des VDZ mehr als zwei Drittel des Branchenumsatzes.
Gute Nachrichten für Print

Wenn das mal keine guten Nachrichten sind. Auch die Zahlen aus 2014 sprechen für sich. Im vergangenen Jahr brachten die Verlage 133 neue Printmagazine auf den Markt und in den ersten beiden Monaten dieses Jahres wurden bereits 16 neue Titel gelauncht. Damit erreichte die Zahl der mindestens quartalsweise erscheinenden Publikumszeitschriften Ende Februar mit 1595 ein Allzeit-Hoch.
Auch an Umsatz haben die Verlage 2014 zugelegt. Erzielt wurde ein Gesamtumsatz von 15,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr (14,85 Milliarden Euro) bedeutet dies eine leichte Steigerung von 1,7 Prozent. Zudem beschäftigten die Zeitschriften-Verlage in 2014 mehr als 60000 Mitarbeiter. Der VDZ-Trend-Umfrage zufolge rechnet die Branche 2015 im Digital-Geschäft mit einem Umsatz-Plus von neun Prozent. Im sonstigen Geschäft erwarten die Verleger insgesamt ein Wachstum von zwölf Prozent; hier wird vor allem der Bereich Corporate Publishing mit 23,7 Prozent deutlich zulegen. Bei Anzeigen und Vertrieb prognostizieren die Befragten für 2015 einen moderaten Rückgang von 2,4 bzw. 1,9 Prozent. Die Frage nach den für das laufende Jahr kalkulierten Umsatz-Anteilen zeigt, dass das Print-Geschäft mit 64 Prozent nach wie vor die tragende Säule bildet. Die Branche erwirtschaftet mit dem Digital-Geschäft 16 Prozent des Gesamtumsatzes, mit dem sonstigen Geschäft 20 Prozent.
360-Grad-Reichweite

Zeitschriften erreichen laut AWA bzw. ACTA 95 Prozent der Bevölkerung und sind damit knapp hinter den Fernsehen das reichweitenstärkste Massenmedium in Deutschland. Dabei spielen jedoch nocht nur die Printtitel eine rolle, sondern auch die Reichweite, die die Verlage über Internet-Angebote, Mobile Enabled Websites und Apps erzielen. Drei von vier Onlinern in Deutschland (39,4 Millionen) nutzten in einem durchschnittlichen Monat im vierten Quartal 2014 den AGOF internet facts zufolge die Internet-Angebote der Publikumszeitschriften. Gegenüber dem Vorjahresquartal konnten diese um weitere drei Prozent zulegen und liegen im Gattungsvergleich mit 75 Prozent nach wie vor unangefochten an der Spitze – mit deutlichem Vorsprung vor den Internet-Angeboten der Tageszeitungen (63 Prozent), TV-Sender (47 Prozent) und Radiosender (12 Prozent). Ein vergleichbares Bild liefert die Betrachtung der Mobile Enabled Websites und Apps. Laut AGOF mobile facts 2014-III gewannen die Angebote der Publikumszeitschriften gegenüber 2013-III mehr als zwei Millionen Unique Mobile User hinzu und führen mit einer Quote von 50 Prozent (17,2 Millionen) das Feld an. Auf den weiteren Plätzen folgen Tageszeitungen (37 Prozent), TV-Sender (22 Prozent) und Radiosender (sechs Prozent).
Dies mag mit ein Grund dafür sein, dass die Zeitschriftenverleger auch künftig auf die Diversifikation ihres Angebots setzen und ihre Digitalformate ausbauen wollen. Drei von vier Verlagshäusern (78 Prozent) bezeichnen neue Geschäftsfelder als wichtigen Baustein ihrer Unternehmensstrategie, und zwei Drittel (65 Prozent) kündigen für die kommenden zwei Jahre steigende Investitionen in Diversifikationsprodukte an.
Die Entwicklung in 2014 scheint ihnen Recht zu geben. Der VDZ-Trend-Umfrage zufolge ist die verkaufte ePaper-Auflage im vergangenen Jahr in mehr als zwei Dritteln der befragten Verlage (69 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – um durchschnittlich 41 Prozent. Die Zahl der Digital-Abonnenten hat sich – bei einer durchschnittlichen Zunahme von 16 Prozent – sogar in 83 Prozent der befragten Verlagshäuser erhöht.

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