Medienvielfalt


"Schöne Bücher – Alleinstellungsmerkmal Ausstattung": (V. l. n. r.) Uta Schneider (Stiftung Buchkunst), Regine Grammlich (Druckerei Grammlich), Dr. Andreas Mayer (Dr. Andreas Mayer & Partner, Moderator), Stefanie Langner (Hatje Cantz) und Erik Kurtz (Kösel) diskutierten über die Sinnlichkeit von schönen Büchern.

Auch wenn das elektronische Ausgabemedium der Zukunft noch nicht bekannt ist, arbeiten die Verlage mit Hochdruck daran, diese Entwicklung auf der Datenseite bereits jetzt vorzubereiten. Deshalb wird es einen Wechsel vom derzeitigen PDF-basierten Datenbestand hin zu medienneutralen Basisdaten geben müssen. Die technische Umsetzung der Papiertypografie auf eine E-Typografie ist noch nicht gelöst. Wenn der Verlag zur Umwandlung bestehender Daten selbst nicht in der Lage ist, muss er die Leistung eines vertrauenswürdigen Dienstleisters in Anspruch nehmen. Das hört sich zunächst einfach an, wird aber allgemein als durchaus schwieriges Unterfangen angesehen. Carsten Schwab vom S. Fischer Verlag beispielsweise beantwortete die Frage nach der aktuellen Situation dahingehend, dass wir uns erst aus der Ursuppe der multimedialen Daten herauslösen.

Daten und Rechte. Über die wachsende Bedeutung der Rechtsgrundlagen waren sich die Teilnehmer einig. Die Verlage werden in Zukunft daran gemessen, wie zuverlässig sie Inhalte und Rechte schützen können. Gegensätzliche Meinungen gab es aber darüber, ob Inhalte kostenlos oder gegen Bezahlung (das erfordert wiederum sichere und funktionsfähige Bezahlsysteme) zur Verfügung gestellt werden. Die alte Redewendung – was nichts kostet ist nichts wert – wurde ebenso angesprochen. Letztendlich ist es eine Grundsatzentscheidung des Verlages, ob man Inhalte über Bezahlung finanziert oder diese kostenlos zur Verfügung stellt. Dies erfordert dann aber andere Finanzierungsformen (zum Beispiel Werbung oder Sponsoring). Es ist fraglich, ob der Nutzer der Zukunft Inhalte konsumieren will, wenn er gleichzeitig mit Werbung überschwemmt wird (erinnert wurde hier an das Beispiel des Privatfernsehens).

Auch die Frage, wie oft ein elektronischer Inhalt kopiert werden darf, beispielsweise für die Nutzung auf mehreren Lesegeräten, ist weiter unklar und wird kontrovers diskutiert. Hier fehlen noch klare rechtliche Grundlagen und auch eine Art Branchenkonsens.

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