Optimiertes Verpackungsmanagement spart Kärcher vor allem eines: Zeit...


Webcenter dient bei Kärcher als zentrale Lösung zur Vernetzung, Steuerung und Rationalisierung der komplexen Abläufe der gesamten Verpackungsentwicklung (im Rahmen des Packaging-Lifecycle-Management).

Das oftmals geduldbehaftete Laden von und auf FTP-Server gehört ebenfalls der Vergangenheit an. Ferner fällt das Erstellen einer separaten Projektdokumentation weg, somit wird das jeweilige Projekt für alle Beteiligten und Lieferanten sofort transparent. Die Projektdokumentation mit den unterschiedlichen Freigabeständen wird automatisch aufbereitet. Separate Ablagen gibt es auch nicht mehr, alles wird zentral in Webcenter archiviert.

Die Kapazitäten, die dadurch frei werden, können Helmke und sein Team für kreative Arbeiten einsetzen. Dadurch kann mehr im Haus gestaltet, die Qualität der Artworks verbessert und Kosten eingespart werden.
Webcenter helfe auch beim sicheren Verwalten und Automatisieren von Freigabezyklen. Herzstück sei hier der Viewer zum Betrachten und Vergleichen von Grafiken und Entwürfen. Laut Titus Helmke ergeben sich um bis zu 30% kürzere Durchlaufzeiten allein schon dadurch, dass die Mehrzahl der herkömmlichen  Korrekturschleifen auf Papier durch Online-Prüf- und Freigabezyklen ersetzt wird. Das heißt auch, dass in der Regel weniger Korrekturzyklen und somit auch weniger Kosten für Änderungen anfallen. Gleichzeitig erleichtere der Viewer das Überprüfen der Korrekturen, indem die unterschiedlichen Versionen der Layouts übereinander gelegt werden und dadurch nicht deckungsgleiche Stellen sofort auffallen. „Kleine Fehler schleichen sich so einfach nicht mehr ein. Das macht die Layoutprüfung schneller und sicherer!“, weiß Titus Helmke.

Auch die Projektübergabe wird durch Webcenter vereinfacht, da alle Daten zum Stand des Projekts in Webcenter erfasst sind. Zeitaufwändige Einweisungen, wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter in den Urlaub geht, entfallen. Ein weiterer Pluspunkt: die Anpassbarkeit der einzelnen Aufgaben bei geänderten Anforderungen. Treten in einem Projekt Probleme auf, kann man anhand der Historie jederzeit nachvollziehen, wo und an welcher Stelle eine Unstimmigkeit aufgetreten ist und wer sie verursacht hat. „Es gibt keine grundlosen Schuldzuweisungen mehr, wenn es im Workflow einmal gehakt hat. Durch das Tool sind wir immer aussagefähig und können nachweisen, wo Verbesserungspotenzial steckt und gemeinsam eine Lösung finden. Im Papierzeitalter ging einfach zu viel unter“, so Titus Helmke.

Mit den Aufgaben wachsen

Das inzwischen bei Kärcher installierte Update von Webcenter 10, der neuesten Version der Online-Lösung, ermöglicht die Erweiterung auf mehrseitige PDFs: Das heißt, das Erstellen längerer Prospekte kann nun ebenfalls über Webcenter abgewickelt werden. Kärcher denkt bereits darüber nach, den Fotoworkflow oder auch die Übersetzungen für die vielen Sprachversionen mit Hilfe von Webcenter zu organisieren. „Die Funktionalitäten der Lösung bieten sich für den Einsatz in unterschiedlichen Kreativ-Workflows an. Das Prinzip ist doch immer ähnlich: Dokumente werden gesammelt, intern oder extern verarbeitet, freigegeben und archiviert. Hier ist die Anpassbarkeit von Webcenter für uns ideal“, bringt es Titus Helmke auf den Punkt. Ein weiterer angestrebter Schritt ist die virtuelle 3-D-Darstellung der Verpackungen mit Hilfe von Esko Artwork.

Für ein weltbekanntes Markenunternehmen wie Kärcher stellt das Kollaborationstool mit seinen durchgängigen „End-to-End“-Prozesslösungen zur Online-Zusammenarbeit, zur Erfassung von Projekten sowie zum Aufgabenmanagement also letztlich ein leistungsstarkes Programm für das Packaging-Lifecycle-Management dar. Es ist die Basis, die die komplexen Abläufe der Verpackungsentwicklung vernetzt, steuert und rationalisiert. Webcenter zentralisiert alle Projektdaten und die gesamte Kommunikation zwischen dem Produktmanagement, den Einkäufern von Verpackungs- und Druckprodukten, Designern und externen  Druckereien/Weiterverarbeitern.

Seit kurzem steht bei Kärcher auch die SAP-Schnittstelle in Webcenter. Das heißt, die Ter­minierung der einzelnen Verpackungen, deren Datentransfer über SAP läuft, muss nun nicht mehr von Hand vollzogen werden. Das sorgt für weitere Zeitersparnisse und Effizienzsteigerungen. Rund 140 interne und externe Personen arbeiten derzeit in Webcenter. Je nach Rechtevergabe können sie die Projekte bearbeiten, kommentieren oder nur einsehen. Nach wie vor machen den überwiegenden Anteil von 60% der Umverpackung Faltschachteln aus kaschierter Wellpappe aus, den Rest teilen sich Zubehörverpackungen, Verkaufsdisplays und Aufsteller, Etiketten, Blisterverpackungen und Beutelverpackungen.

Zeit ist Geld

 Die Verpackungsgestaltung ist bei Kärcher einfacher, schneller, übersichtlicher und standardisierter geworden. Alle internen und externen Mitarbeiter haben Webcenter als Kommunikationsplattform akzeptiert und nutzen sie gerne und ausgiebig. Und für Titus Helmke ist das viel beschworene papierlose Büro tatsächlich Wirklichkeit geworden. Ausdrucke und Aktenordner in seinem Büro – Fehlanzeige. Was er sich jetzt noch wünscht, ist eine weitere Reduktion und mehr Effizienz im E-Mail-Verkehr. Doch auch daran wird längst gearbeitet. 

Kärcher GmbH & Co KG: Eine saubere Sache 

2005: Kärcher-Reinigungsmaßnahme am Mount Rushmore.

Das 1935 von Alfred Kärcher gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Winnenden ist weltweit führender Anbieter für Reinigungstechnik und bietet mit Hochdruckreinigern, Saugern und Dampfreinigern, Pumpen für Haus und Garten, Kehr- und Scheuersaugmaschinen, Kfz-Waschanlagen, Reinigungsmitteln, Trockeneis-Strahlgeräten, Trink- und Abwasseraufbereitungsanlagen und Wasserspendern innovative Problemlösungen für diesen Bereich an. Das Unternehmen beschäftigt rund 7500 Mitarbeiter in 49 Ländern. In den Entwicklungszentren des Reinigungsgeräteherstellers arbeiten mehr als 650 Ingenieure und Techniker an der Konstruk­tion neuer Maschinen.

Kärcher hat in den vergangenen 30 Jahren ca. 90 Reinigungsmaßnahmen an historischen Monumenten durchgeführt. So wurde 1998 an den Kolonnaden des Petersplatzes in Rom die bislang größte Fassadenreinigung an einem Bauwerk bewerkstelligt. Aufsehen erregte 2005 die Reinigung der Präsidentenköpfe am Mount Rushmore in den USA.

Erschienen in DD 18/2011

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