Print als „Pushmaschine“


Bei Eller Repro+Druck werden auf fünf Rollenoffsetdruckmaschinen ausschließlich Werbemittel hergestellt und anschließend verarbeitet. Seit jüngster Zeit setzt das Unternehmen vermehrt auf Gutscheine und Coupons.

Neues Geschäftsfeld. Die Erkenntnis, dass Gutscheinwerbung zukunftsträchtig sein kann, hat bei Eller Repro+Druck weitere Schritte nach sich gezogen. Björn Eller ließ wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Gutscheinwerbemittel auswerten und eine entsprechende Bachelorarbeit anfertigen. Auf der Basis des so erworbenen Wissens hat das Unternehmen anschließend eine „Coupon-Fibel“ erstellt und für seine Kunden herausgegeben. Darin werden Themen wie der Ursprung von Coupons, Couponarten, Möglichkeiten der Nutzung, Streuwege, Praxis- und Produktbeispiele sowie gesetzliche Grundlagen behandelt. „Diese Fibel sollte für uns ein Kompetenzgewinn sein und unseren Kunden eine Orientierung geben, um zu verstehen, was mit Coupons erreicht werden kann,“ erläutert Eller. Als Nächstes wurde in der Kundenzeitschrift „Eller.info“ für das Couponing geworben. Beigelegte Muster machten Appetit auf mehr. 

Streuwege und Produkte. Um konkrete Produkte entwickeln zu können, mussten allerdings erst die möglichen Streuwege definiert werden. Denn letztlich hängt es vom Streuweg ab, wie das Produkt gestaltet wird. Ein wichtiger Streuweg ist der Briefkasten. Hier landen Mailings, Postwurfdirektverteilungen oder Zeitungsbeilagen. Ein anderer Streuweg sind Zeitschriften; darin finden sich häufig Beilagen, Beihefter oder Aufkleber. „Der lokale Händler vor Ort wirbt aber nicht über Zeitschriften, sondern über den Briefkasten,“ so Eller. Für den überregionalen Händler hingegen sei die Zeitschrift eine interessante Werbeplattform. Ein Streuweg, der immer relevanter wird, ist der  Point-of-Sale. Hier gibt es Werbung in der Einkaufstüte oder an der Kasse, Werbung im Versandkarton und Werbung direkt am Produkt. Das Interessante an all diesen Varianten: Jeder Streuweg zieht andere Werbemittel nach sich. Auch hierzu produziert Eller Repro+Druck passende Werbeträger. Diese werden unter dem Namen „Ellerready-Made Werbemittel“ verkauft.

Wie vielfältig Gutscheinwerbung sein kann, verdeutlichte Björn Eller beim Print Media Future Day am Beispiel des Briefkastens. Als Postwurfsendungen, Haushaltsdirektverteilungen oder Zeitungsbeilagen eignen sich Coupon-Flyer und Coupon-Hefte. Für adressierte Werbung bieten sich vor allem kuvertierte Mailings und Self­mailer an. Für Selfmailer gibt es bei Eller zum Beispiel die Varianten „Selfmailer Klassik“, „Selfmailer Eco“, „Minilog Klassik“ und „Minilog Eco“. Diese werden jeweils mit fünf Ausstattungsoptionen wie  glänzend UV-lackierte Umschläge, Perforations-Umschläge, Rubbeletiketten,  Fensterstanzungen sowie Konturstanzungen an zwei Seiten am fertigen Produkt angeboten – der Kunde kann nach Lust und Laune kom­binieren. Last but not least entwickelte Eller Repro+Druck für seine Kunden auch noch ein Kalkulationstool, mit dem sich exakt errechnen lässt, was ein individuelles, aber standardisiert produziertes Werbemittel kosten wird.

Eines ist deutlich: Mit dem zusätzlichen Geschäftsfeld „Gutscheine und Coupons“ hat Eller ganz bewusst einen Zukunftsmarkt gewählt.  Björn Eller: „Wir versuchen, standardisierte, einfache Produktionswege zu entwickeln und dem Kunden eine Hilfestellung zu geben, günstig, schnell und standardisiert zu produzieren.“ Offensichtlich mit Erfolg: Bei Eller Repro+Druck wurden schon Auflagen bis zu 30 Mio. Exemplaren produziert.

Erschienen in DD 12/2010

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