Sammler lieben Printprodukte: So viel Druck brauch ein Modellbahn-Hersteller


 
 

Der Sommer-Neuheiten-Katalog 2013 von Märklin.

 
 

LGB-Neuheiten des Jahres 2013 enthält dieser Katalog.

 
 

Der Märklin „my world“-Katalog für Kinder ab 3 Jahren.

Ergänzend zur Präsentation der Produkte in gedruckter Form veröffentlicht Märklin die Produktdaten im Onlineshop auf der Website. Den Club-Mitgliedern der jeweiligen Marke bietet Märklin sechsmal jährlich gedruckte Club-News an, das am Kiosk erhältliche Märklin-Magazin erscheint ebenfalls sechsmal pro Jahr mit über 70000 Exemplaren.

Katalogdaten

 „Die eigentlichen Basisinformationen der Modelle pflegen unsere Produktmanager in unsere speziell entwickelte My-SQL-Produktdatenbank ein“, erläutert Gerhard Schönle, Teamleiter Werbung bei Märklin, „wir arbeiten nicht mit einem klassischen Redaktionssystem. Das Umsetzen der Produktdatenbank in das Layout erfolgt halbautomatisch per Adobe Indesign. Hier sind Templates hinterlegt, die auf klar definierte Felder in der Datenbank zugreifen. Standardisiert sind auch die Funktionstabellen in den Katalogen. Die Übersetzer haben entsprechende Log-ins und geben die Texte in die jeweiligen Textboxen oder Tabellen ein. „Wir arbeiten mit zwei Außenstellen, dem Satzstudio und der Repro. Das Satzstudio bearbeitet die Texte und Übersetzungen für das Layout. Die Bilder werden von den Fotografen freigestellt und anschließend in unsere separate Bilddatenbank geladen. Die Repro prüft die Freisteller, im Anschluss stehen die Bilder in der Datenbank zentral für die Produktion bereit. Das Satzstudio fügt die Bilder aus der Bilddatenbank dem Layout hinzu und komplettiert die Seiten. Abschließende Proofs werden von der Repro erstellt und an Märklin gesandt, nach der Freigabe wird gedruckt.“

Offsetdruck

„Wir drucken auf Rolle und überwiegend bei Druckereien in Baden-Württemberg. Unsere querformatigen Printprodukte im Katalogbereich werden stehend, also entgegen der Laufrichtung, produziert. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, erläutert Gerhard Schönle. Die Gesamtherstellung des Hauptkataloges erfolgt von Mitte Juli bis Anfang Oktober, die Produktion der Neuheiten-Kataloge mit sehr viel mehr Aufwand, dauert von Anfang Oktober bis Mitte Januar. In den Katalogen präsentiert Märklin insgesamt circa 2000 Produkte. Der Märk-lin-H0-Katalog mit 320 Seiten Inhalt wird in einer Auflage von circa 100000 Stück gedruckt. „Über das Jahr hinweg haben wir eine Gesamt-Druckauflage von circa 2 Mio. Katalogen und verbrauchen dafür in etwa 800 Tonnen mattes Bilderdruckpapier in 90 g/m2. Dabei müssen wir auf das Gewicht und die Opazität achten, damit die Kataloge nicht zu schwer werden und trotzdem alle Details gut erkennbar sind. Wir drucken 4/4-farbig ohne Sonderfarbe, veredeln aber besondere Produkte auf den Umschlagseiten, beispielsweise per Prägung oder mit Drucklack“, erläutert der Werbeleiter weiter.

Print oder Online

 „Der Sammler schaut sich in Ruhe die Kataloge an, für Online-Käufe ist das Internet wichtig. Vielleicht erinnert sich noch mancher daran, als es in der Vorweihnachtszeit durch die Schule hallte: „Hurra, der neue Märklin ist da!“, so Gerhard Schönle, „die Zeiten sind vorbei, doch ich bin überzeugt, dass der gedruckte Katalog parallel zum Internet erhalten bleibt, vielleicht in einer anderen Gewichtung, aber er wird nicht vom Markt verschwinden.“

Erschienen in DD17/2013

Seite « 1 | 2
Anzeige

Firmen-Suche


Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

IT meets Print – Jetzt Tickets ordern!

CHIP-Logo

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Wie informieren Sie sich über Ihren Urlaubsort?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...