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Süße Sachen zum Drucken: So viel Druck braucht ein Schokoladenproduzent

Verkaufsdisplays und individualisierte Verpackungen
 

Die Versuchung ist groß: Schokotürme mit markant bunt verpackten 100-g-Tafeln im werkseigenen Shop in Waldenbuch. Rechte Abbildung: Solche POS-Trays zeigen die bunte Vielfalt der Sorten.

Kaum ein anderer Schokoladenhersteller hat sich gleich durch mehrere Alleinstellungsmerkmale ein unverwechselbares Image verpasst wie Ritter Sport. Die „quadratisch, praktisch, gute“ Tafel im bunten Knick-Pack ist weltbekannt. Ein solches Produkt verlangt geradezu nach auffälligen Verpackungen, Displays und Präsentationsformen. Dazu gehören auch im Digitaldruck individualisierte Verpackungen.

Wer kennt sie nicht, die quadratischen Schokotafeln in bunten Verpackungsfolien mit nützlichem Öffnungsmechanismus? Die sind längst weit über die Grenzen ihrer schwäbischen Provenienz bekannt und inzwischen in der ganzen Welt zu finden.

Das wiederum ist kaum verwunderlich, denn die Alfred Ritter GmbH & Co. KG, wie der Hersteller der kompakten „Ritter Sport“ aus dem schwäbischen Waldenbuch (Kreis Böblingen) heißt, hat Produkte mit hohem Wiedererkennungswert und einigen Alleinstellungsmerkmalen. Die quadratischen Schokoladen weichen von der üblichen „Formatnorm“ ab und lassen sich durch das Aufbrechen der Folienverpackung rückseitig an der unteren Rippe (Knick-Pack) leicht öffnen. Im Vergleich zu herkömmlichen Langtafelverpackungen soll das reduzierte Verpackungsvolumen Packstoff einsparen.

Jede Sorte hat zudem ihre charakteristische Farbe. Und Ritter Sport war es auch, der die erste Joghurt-Schokolade auf den Markt gebracht hat.

Die Verpackung macht’s

Markenartikler wie Ritter Sport, wo täglich rund 2,5 Mio. der bunt verpackten Tafeln das Werk in Waldenbuch (dort wird das gesamte Volumen produziert) verlassen, bieten meist ein breites Sortiment und brauchen damit zwangsläufig sehr viel Print, also Gedrucktes. Denn die produzierten Produkte müssen sich verkaufen. Und das tun sie am POS (Point of Sale, also im Ladenregal). Unter Werbe- und Marketing-Experten, aber auch bei Markenartiklern selber, ist es ein offenes Geheimnis: Gewisse Produktgruppen verkaufen sich über ihre Verkaufs- bzw. Primärverpackung. Hier sei zum Beispiel an Parfums, Kosmetika, Premium-Konfekt, Schokolade, Schmuck et cetera gedacht. Ritter Sport nutzt den Effekt, aber aufgrund seines unverwechselbaren Gesamtpakets.

Der Schokoladen-Hersteller benötigt Verpackungen und natürlich Werbemittel. Unter Verpackungen verstehen die Waldenbucher

 
 
  • Folien (zum Beispiel die Primärverpackung für die 100-g-Tafel)
  • Wellpappe (zum Beispiel Regalkartons etc.)
  • Vollpappe (zum Beispiel Minitrays, Displays) 
  • und Etiketten

Der Bereich Werbemittel wird aus Salesflyern, Broschüren (zum Beispiel die zum 100-Jahre-Jubiläum 2012 produzierte Jubiläums-Broschüre), Postern/Plakatwänden und mehr gebildet.

Druckbares

„Im Verpackungssegment werden die Verbundfolien für die 100-g-Tafeln in der Regel mit mindestens sieben, eher acht bis sogar zehn Farben pro Verpackungsfolie und Druck­sujet bedruckt und zwar im Tiefdruck – und das nicht im Hause, sondern bei Dienstleistern. Neben vier Skalenfarben werden mindestens zwei Sonderfarben (zum Beispiel Gold und Blau) plus etwaiger weiterer Vordruckfarbe verarbeitet“, berichtet uns Petra Kopp, Einkauf Verpackungen und Werbemittel bei Ritter Sport.

Allein 2012 wurden zwischen 100 und 120 Mio. Laufmeter (für alle Ritter-Sport-Folien) an Folienmaterialien bedruckt. 1991 erstellte Ritter Sport die erste Ökobilanz für die eigenen Verkaufsverpackungen und wechselte vom bis dahin eingesetzten Verbundmaterial zu einer vollrecyclingfähigen Einstoff-Verpackung aus Polypropylen (PP).

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