Warum sich Print gegenüber Onlinemedien behaupten wird


Wie werden Medien genutzt? Klar ist, dass sich trotz aller technischen Entwicklungen und der Begeisterung für alles Neue die Nutzungsgwohnheiten in den nächsten Jahren erst noch herausbilden werden. Menschen werden je nach Situation die unterschiedlichsten Online- und Offlinemedien nützen.

Um wieder ein Bild zu verwenden: Der hybride Konsument, der sich bei Lidl günstig mit Blumentöpfen eindeckt und sich anschließend im Feinkostladen ein saftiges Steak vom schottischen Hochlandrind besorgt, ist ein weit verbreiteter Typ. Und genauso wird es sich auch beim Medienkonsum verhalten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es mittlerweile eine wachsende Zahl von bewussten Offlinern gibt. Viele Menschen weigern sich zunehmend, vor Bildschirmen ihre Zeit zu „verplempern“. Aus Zeitgründen haben sie zunächst ihren Fernsehkonsum und jetzt auch die Internetnutzung eingeschränkt. Diese Entwicklung verwundert nicht, denn wer tagsüber im Beruf stundenlang vor Bildschirmen verbringt, weiß zum Ausgleich den ruhigen, beständigen und haptisch ansprechenden Charakter von Printprodukten zu schätzen. Hier schlägt die Stunde von gut gemachten Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern. Man darf getrost die Prognose wagen, dass gedruckte Medien in vielen Bereichen als Premiumprodukte angesehen werden, die man sich ganz bewusst leistet.

Die Folgen für den Druck? Die neuen Online-Trends haben ohne Zweifel deutliche Auswirkungen auf die Druckbranche. Niemand geht in einem hochentwickelten Land wie Deutschland von großartig steigenden Druckvolumen aus. Der Verdrängungswettbewerb unter den Druckdienstleistern ist in vollem Gange.

Je häufiger Printprodukte in eine digitale Welt integriert werden, desto stärker kommt es nun auf eine clevere Vernetzung der Medienproduktion an. Beim diesjährigen Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie wurde sichtbar, dass es inzwischen ganz hervorragende Beispiele für Multichannel-Kommunikationen gibt, bei denen Print eindeutig die erste Geige spielt. Aber auch Folgendes ist wahr: Da die Marketing- und Kommunikationsbudgets nicht proportional mit der Zunahme der Mediengattungen wachsen, werden alle Medienproduzenten – darunter leider auch die Druckdienstleister – weiterhin preislich unter Druck geraten.

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