Brandschäden in der Druckindustrie lassen sich meist im Vorhinein verhindern


Die häufigste Ursache für Brandschäden in Druck- und Medienunternehmen sind weiterhin elektrische Defekte, wie hier in einem Schaltschrank.

Elektro-Revision. Die häufigste Ursache für Brandschäden in grafischen Betrieben sind elektrische Defekte. Aus diesem Grund verlangen praktisch alle industriellen Feuerversicherer, dass die elektrischen Anlagen grundsätzlich alle zwölf Monate auf Kosten des Versicherungsnehmers von einem zertifizierten Unternehmen beziehungsweise entsprechend anerkannten Sachverständigen zu prüfen sind. Leider wird dies im betrieblichen Alltag häufig nicht beachtet. So hatte eine Verlagsdruckerei beispielsweise durch einen hauseigenen Techniker eine elektrische Zuleitung abklemmen lassen. Dies geriet in Vergessenheit, die Isolierung versprödete, es bildete sich ein Lichtbogen, und die Folge war ein offenes Feuer mit erheblichem Schaden. Eine Revision war jahrelang versäumt worden.

Einer Akzidenzdruckerei wiederum war die Elektroleitung zu einer Druckmaschine durch mechanischen Kontakt beschädigt worden. Es kam zu einem Kurzschluss und daraus folgend zu einem Brand, der, begünstigt durch herumliegende Putztücher, auf die Maschine übergriff. Auch hier war keine Revision erfolgt.

Ein Millionenschaden trug sich in einer Großdruckerei zu. Die Ladestation für die elektrischen Gabelstapler war aufgrund räumlicher Enge sukzessive mit ausrangierten Materialien und Kartonagen zugestellt worden. Eines Nachts kam es bei der Ladestation zu einer Fehlfunktion mit Feuererscheinung. Durch das angelagerte Material fand das Feuer rasch Nahrung und konnte sich so auf den ganzen Betrieb ausweiten.

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