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Ein finanzierbarer Öko-Einstieg, den Druckereien kennen sollten

Keine kopflose Sache: Das Umweltprogramm Ökoprofit vereint Ökologie mit wirtschaftlichem Nutzen. Durch Betriebsmaßnahmen wurde in den letzten zehn Jahren deutschlandweit eingespart: 2,2 Mio. MWh Strom, 4,4 Mio. MWh Wärmeenergie, 200 Mio. Liter Treibstoff, 3 Mio. Tonnen CO2. Kosteneinsparung der Betriebe: 448 Mio. Euro.

Umweltprogramm. Ökologie ist längst keine Zeitgeisterscheinung mehr und muss, weil auch von Kunden zunehmend eingefordert, mit dem betrieblichen Handeln vereinbart werden. Das Ökoprofit-Programm kann ein erster Schritt dazu sein.

Industrie- und Handwerksunternehmen tun sich nach wie vor schwer mit ihrer „ökologischen Identität“. Zwar ist durchaus Interesse vorhanden, die eigene Produktion umwelteffizienter zu gestalten, und auch immer mehr Kunden/Printbuyer fordern ökologisch zertifizierte Prozesse, doch schreckt man meist vor den hohen Kosten und dem Verwaltungsaufwand bei der Einführung und Rezertifizierung von Umweltmanagementsystemen zurück. Außerdem wird angezweifelt, ob sich der ganze Aufwand denn auch wirtschaftlich lohnt. All dies gilt insbesondere für Branchen wie die Druckindustrie, die stark von kleinen und mittleren Betrieben (KMUs) geprägt ist. Ihnen fehlt es nicht nur am Geld für solche Mammutprojekte, sondern auch am Personal, das sich speziell und dauerhaft dieser Aufgabe widmet.

Was also ist gefragt? Ein bewährtes, flexibles und kostengünstiges Instrument zur Förderung des betrieblichen Umweltschutzes. Dass es ein solches in Deutschland bereits seit über zehn Jahren gibt, hat sich anscheinend noch nicht überall herumgesprochen...

Kommunales Erfolgsmodell. 1991 entwickelte das Umweltamt Graz (Österreich) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz das Umweltprogramm Ökoprofit (Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik) – ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und Betrieben. Erstmals adaptiert für die deutschen Verhältnisse wurde das Erfolgsmodell 1998 von der bayerischen Landeshauptstadt München, die das Programm seitdem federführend weiterentwickelt und die nationale Verbreitung fördert.

Mittlerweile haben knapp 2000 Betriebe an über 80 Projektstandorten erfolgreich an Ökoprofit teilgenommen. Einer Studie des Bundesumweltministeriums zufolge gilt Ökoprofit somit als „Marktführer“ bei den Umweltmanagementansätzen. 60 Prozent aller Firmen in Deutschland, die ein Umweltmanagement „unterhalb“ von EMAS oder ISO 14001 einführen wollen, tun dies im Rahmen von Ökoprofit.

Der Erfolg spiegelt sich im Namen des Ökoprogramms wider: Unternehmen leisten hier einen wertvollen Beitrag zur Entlastung der Umwelt und können zugleich ihre Kosten und betrieblichen Risiken reduzieren und derart ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Dies funktioniert branchenübergreifend und bei kleinen und großen Firmen gleichermaßen. Die soziale Komponente: Ökoprofit verbessert den Arbeitsschutz für die Mitarbeiter und motiviert sie zugleich durch aktive Einbindung.

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