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„Eine Investition, die am Ende Geld spart“

Die Tortengrafik zeigt den Energieverbrauch einer Druckmaschine (Beispiel: XL 105-5+L). Dabei sind 138 kW die tatsächlich gemessene Leistungsaufnahme im Durchschnitt.

Druck und Umwelt. Ökologie und Ökonomie stellen im Druckprozess keinen Widerspruch dar. Im Gegenteil: Wer in eine sauberere Umwelt investiert, trägt seiner Verantwortung für unser aller Zukunft Rechnung. Und: ökologisch ausgerichtet zu produzieren, kann im Endeffekt sogar günstiger sein, als es nicht zu tun. Das wurde auf der Druckforum-2009-Veranstaltung der Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland GmbH (HDD) in Stuttgart deutlich.

Einige Anwender, die ihre Betriebe gezielt ökologisch ausgerichtet haben, berichteten von ihren Konzepten, die in aller Regel nicht nur Insellösungen umgesetzt haben, sondern ganzheitliche Ansätze. So zum Beispiel Ralf Lokay, Inhaber von Lokay Druck in Reinheim: „Es lohnt sich, sein Unternehmen ökologisch auszurichten und der nachfolgenden Generation eine gesunde Umwelt zu übergeben“, ist sein „Credo“. Lokay Druck gehörte zu den ersten klimaneutral produzierenden Druckereien in Deutschland und arbeitet daran, zu den umweltfreundlichsten Bogenoffsetdruckereien in Deutschland zu gehören. Bereits heute hat die Druckerei fünf Umweltzertifikate. Der Anteil an FSC-Papier (FSC = Forest Stewardship Council, Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft) liegt momentan bei zwei Dritteln, soll aber weiter steigen. Gedruckt wird mit einem Alkoholgehalt von drei bis vier Prozent im Feuchtwasser der Druckmaschinen, was eine Reduzierung um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Kunden gewinnen. „Mit unseren umweltgerechten Leitsätzen konnten wir neue Kunden und auch größere Aufträge gewinnen, da es zum Thema Umweltschutz wenige Wettbewerber gab“, erläuterte Ralf Lokay. Als nächste große Investitionen stehen Maßnahmen für mehr Energieeffizienz an, wie ein Vollwärmeschutz des Gebäudes und eine moderne Heizanlage in Kombination mit Wärmerückgewinnung aus dem Drucksaal.

Gänzlich alkoholfreier Offsetdruck ist möglich, ohne Abstriche bei der Qualität und sogar mit Spareffekten. Das berichtete Meik Drake, Gesellschafter von Druck Center Drake + Huber GmbH in Bad Oeynhausen. Seit Anfang 2008 wird dort mit zwei Speedmaster XL105 alkoholfrei produziert. Etwa 65 Mio. Bogen wurden in diesem Zeitraum bedruckt, „ohne Probleme“ wie Drake betonte. „Wir haben bisher 3 000 Liter IPA weniger verbraucht und keinen Geruch mehr im Drucksaal“, zeigte sich der Unternehmer zufrieden. Die Sicherheitsreserve von 600 Liter Alkohol hat er sich vor kurzem rückvergüten lassen. Im Drucksaal selbst hat Drake viel in Technik investiert, wie beispielsweise in das Prinect Prepress Interface und in Prinect Image Control. Allein durch das Prinect Prepress Interface konnte die Druckerei 120 Tonnen an Makulatur einsparen.

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