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Energie effizienter nutzen – Den grünen Gedanken in Druckabläufe integrieren

Vom Druckdienstleister zur Umweltdruckerei
 

Wie Energie effizienter genutzt werden kann.

Wir alle sitzen in einem Boot. Ein Boot, das sich Erde nennt. Um den Planeten auch für künftige Generationen in all seinen natürlichen Facetten als lebenswerten Hort für die Menschheit zu erhalten, ist vorausschauendes Denken und Handeln gefragt, um bereits jetzt die Weichen im Hinblick auf die Erhaltung und Schonung natürlicher Ressourcen zu erhalten. Seit wenigen Jahrzehnten haben Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die Zeichen der Zeit erkannt, und den für den Wandel des Erdklimas verantwortlichen Faktor CO2 ausgemacht, der bei Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Braun- oder Steinkohle frei wird. Er sorgt dafür, dass bei erhöhter Konzentration die Erderwärmung zunimmt.

Kohlendioxid gehört zu den Gasen, welche die Fähigkeiten besitzen, Wärme, die von der Erde abgestrahlt wird, zu binden. In der Atmosphäre bildet es in höher konzentrierten Ansammlungen dann eine Art Isolationsgürtel, der einen Teil der auf die Erde einwirkenden Sonnenenergie bindet und zurückhält. Die Abstrahlung wird reduziert.

Die Industrie steht in der Pflicht

Die Wissenschaft ist sich mittlerweile einig, dass dieser Effekt in einer langsamen aber steten Aufwärmung der Luftmassen um die Erde resultiert, mit tiefgreifenden Effekten auf Natur und Umwelt. Ein Klimawandel zu Gunsten höherer Jahres-Durchschnittstemperaturen hat vielfache Auswirkungen auf die Natur, wie beispielsweise das Abschmelzen der Polkappen, Überschwemmungen und Verwüstungen ganzer Landstriche, oder Wasserknappheit. Dass große Emittenten von CO2 wie Wirtschafts- und Industrieunternehmen im Gegensatz zu Einzelpersonen besonders in der Pflicht stehen, liegt auf der Hand. Seit den 70er Jahren setzen neue Normen, Öko-Labels und Zertifizierungen verstärkt einzuhaltende Mindeststandards in der Industrie fest, die besonders umweltgerechtes Produzieren durch Einhaltung eines definierten Maßnahmenkatalogs auszeichnen.

Jede Branche für sich kann einen Beitrag leisten

Maßnahmen zum Umweltschutz können dabei für jeden Industriezweig in Angriff genommen werden und jedem einzelnen Unternehmen bei Umsetzung nicht nur ein sauberes ökologisches Gewissen generieren, sondern handfeste Vorteile in einem hart umkämpften Markt bringen. Denn: Die Erteilung von Umweltzertifikaten trägt wesentlich zu einer Image-Aufwertung und verbesserter Außendarstellung eines Unternehmens bei. Am Ende der Kette von ausgeschöpften Umweltmaßnahmen steht eine klassische Win-win-Situation: Umwelt und das Unternehmen selbst profitieren von dem Deal, Betriebe und Dienstleiter können sich durch Umweltzertifikate und Öko-Labels Alleinstellungsmerkmale erwerben, die sie aus der Masse an Anbietern am Markt heraushebt und ihnen strategische Vorteile in einem hart umkämpften Wettbewerb sichert.

Die Nachfrage ist da

Denn ein Kundenklientel ist mittlerweile da, das verstärkt nachhaltig hergestellte Produkte nachfragt, so schlägt sich beispielsweise laut Angaben des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft der Bedarf nach ökologisch erzeugten Produkten in einem Umsatzplus von geschätzten 7,91 Mrd. Euro im Jahr 2014 gegenüber 1,48 Milliarden Euro im Jahr 1997 nieder. Auch in anderen Produktionszweigen wie der Druckbranche hat ein grüner Leitgedanke längst in alle mit der Herstellung von Druckerzeugnissen direkt oder indirekt Befassten Einzug gehalten.

Klimaneutrales Drucken

Wie unternehmer.de zu dem Thema ausführt, hat sich gerade die Druckerei-Branche in Deutschland in den letzten Jahren zu einem Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz entwickelt, denn eine Vielzahl der Unternehmen bietet ihren Druck auch klimaneutral an. Das Schlagwort vom klimaneutralen Drucken bedeutet nichts anderes als Schaffung eines Ausgleichs für die beim Drucken begangenen Umweltsünden, die mehr oder weniger unvermeidlich sind. Dabei besteht der Ausgleich in einem käuflichen Erwerb sogenannter Emissionszertifikate.

Eine Emissionsausgleichs-Maßnahme

CO2-Zertifikate sind dokumentierte Investitionen in Umwelt- und Klimaschutzprojekte weltweit. Ein Zertifikat kann beispielsweise ein Wasserkraft-, Windenergieprojekt oder der Bau von Wasserfilteranlagen in Entwicklungsländern sein. Darunter kann auch eine flächendeckende Bepflanzung oder Besamung von ausgewiesenen Arealen fallen, um eine nachhaltige Bewaldung aus forstwirtschaftlicher Sicht zu erzielen. Denn Pflanzen und Bäume binden Kohlendioxid. Mehr zu dem Thema auf dieser Übersichtsseite.

Ein CO2-Zertifikat entspricht der Einsparung von einer Tonne CO2, die durch die getroffene Klimaschutzmaßnahme mengenäquivalent eingespart wird. Die Zertifikate werden von unabhängigen Institutionen wie dem TÜV geprüft, mit ihrem Kauf erwirbt der Druckbetrieb einen Anteil an CO2-Einsparung, die durch das Projekt umgesetzt wird. Es gibt verschiedene Preisklassen je nach Qualitätsstandard und Nachfrage des Projekts, mit zugelassenen Zertifikaten kann von Projektentwicklern oder an der Börse gehandelt werden, der Verkaufserlös finanziert die entsprechende Klimaschutzmaßnahme. Höchste, weltweit führende Zertifizierung ist der Gold-Standard, der vom WWF unterstützt wird und mit 12 bis 35 US-Dollar pro CO2-Tonne Spitzenpreise erzielt.

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