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Betrieblicher Umweltschutz: Beratung und Investitionen sind förderfähig

Der Austausch von Heizungspumpen durch effiziente Pumpen ist eine sinnvolle Maßnahme, die Strom (bis zu 80% im Vergleich zur alten Pumpe) und Heizenergie (circa 7% durch geregelte Umwälzung) spart.

Druckereien, die ihren Energieverbrauch nachhaltig senken wollen, können sich hierzu kostengünstig beraten lassen. Die Energieeffizienzberatung durch von der KfW zertifizierte Spezialisten wird staatlich bezuschusst, Investitionen in Verbesserungsmaßnahmen können unter Umständen ebenfalls gefördert werden.

Insbesondere um für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) einen Anreiz zu schaffen, sich stärker mit dem betrieblichen Umweltschutz auseinanderzusetzen, stellt die Bundesregierung im Rahmen so genannter Impulsprogramme branchenunabhängig „grüne“ Fördermittel bereit. Im Rahmen des Sonderfonds Energieeffizienz in KMU, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der KfW, werden zum Beispiel Zuschüsse für qualifizierte und unabhängige Energieeffizienzberatungen in Unternehmen gewährt. Notwendige Investitionen in energiesparende Maßnahmen, die aus diesen Beratungen resultieren, können dann häufig auch noch über das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm durch zinsgünstige Darlehen unterstützt werden. Für viele Druckereien, die ihr Unternehmen nachhaltiger aufstellen wollen, stellt diese Kombination somit in doppelter Hinsicht eine ideale Einstiegsmöglichkeit dar.

Geförderte Beratung. Nur von der KfW zertifizierte und an der KfW-Beraterbörse gelistete Consultants dürfen Energieeffizienzberatungen durchführen. Darunter befinden sich einige wenige auf die Druckindustrie spezialisierte Berater wie etwa Jürgen Bühler, vor Jahren noch technischer Referent beim Verband Druck und Medien in Baden-Württemberg. Sein aktuelles Energieeffizienzberatungsprojekt bei der Offizin Scheufele Druck und Medien in Degerloch wurde von Deutscher Drucker begleitet und soll hier skizziert werden.
Zunächst aber die wichtigsten Eckdaten zur Zuschussförderung Effizienzberatung (EEB). Gefördert werden KMUs mit weniger als 250 Mitarbeitern und weniger als 50 Mio. Euro Jahresumsatz (bzw. weniger als 43 Mio. Euro Bilanzsumme). Nach Beantragung über einen Regionalpartner (meist eine IHK) und Gewährung durch die KfW erhalten Unternehmen für eine Initialberatung:

  • Maximal zwei Beratertage.
  • Maximale Bemessungsgrenze: 1.600 Euro.
  • Förderung: 80%, also 640 Euro des maximal förderfähigen Tageshonorars von 800 Euro.
  • Die Initialberatung ist abzuschließen innerhalb von drei Monaten.

Die auf der Initialberatung aufbauende Detailberatung wird folgendermaßen bezuschusst:

  • Maximal zehn Beratertage.
  • Maximale Bemessungsgrenze: 8.000 Euro.
  • Förderung: 60%, also 480 Euro des maximal förderfähigen Tageshonorars von 800 Euro
  • Die Detailberatung ist abzuschließen innerhalb von acht Monaten.
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